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Datum

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OnlineBilanzBlog Kosten UG gründen

Kosten UG gründen

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 11 Minuten

Kurzantwort

Die einmaligen Gründungskosten einer UG liegen bei 300–900 € für die reine Gründung — je nachdem, ob Sie das Musterprotokoll (günstig: 180–350 € Notarkosten) oder eine individuelle Satzung (450–700 € Notarkosten) wählen. Dazu kommen: Handelsregister-Eintragung (150–250 €), Gewerbeanmeldung (20–60 €), IHK-Ersteintrag (kostenlos), Stammkapital ab 1 € (empfohlen: mind. 500–1.000 €). Gesamt typisch: 500–1.200 € für eine Einpersonen-UG. Weitere Details zu den Kosten der UG-Gründung sowie laufende Folgekosten ab Jahr 1 (Jahresabschluss etc.) finden Sie in unseren ausführlichen Beiträgen.

Sie wollen eine UG (haftungsbeschränkt) gründen und fragen sich, was das kostet? Die UG ist Deutschlands günstigste Kapitalgesellschaft — ab 1 € Stammkapital möglich, mit Mini-Notarkosten dank Musterprotokoll. Dieser Artikel zeigt Ihnen transparent alle Gründungskosten, die Unterschiede zwischen Musterprotokoll und individueller Satzung, sinnvolle Stammkapital-Strategien und die Folgekosten nach der Gründung. Mit 3 detaillierten Rechenbeispielen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

500–1.200 €

Typische UG-Gründungskosten insgesamt

1 €

Minimales Stammkapital (§ 5a Abs. 1 GmbHG)

180–350 €

Notarkosten bei Musterprotokoll

1. Gründungskosten im Überblick

Eine UG-Gründung setzt sich aus fünf Kostenblöcken zusammen. Nicht alle sind immer relevant — die wichtigsten sind Notar und Handelsregister. Die Spannweite ergibt sich aus der Wahl des Gründungswegs (Musterprotokoll oder individuelle Satzung), der Anzahl der Gesellschafter und der Höhe des Stammkapitals.

  • Notarkosten: Beurkundung von Satzung + Gesellschafterliste (180–700 €)
  • Handelsregister-Eintragung: Beim Amtsgericht (150–250 €)
  • Gewerbeanmeldung: Bei der Gemeinde (20–60 €, je nach Ort)
  • Stammkapital-Einzahlung: Ab 1 € bis theoretisch 24.999 € (ab 25.000 € = automatisch GmbH)
  • Optionale Beratung: Steuerberater oder Rechtsanwalt für Einzelberatung (0–800 €)

2. Notarkosten: Musterprotokoll vs. individuelle Satzung

Die größte Kostenposition bei der UG-Gründung sind die Notarkosten. Hier bietet das Gesetz zwei Wege:

Musterprotokoll (§ 2 Abs. 1a GmbHG)

Das Musterprotokoll ist eine gesetzlich festgelegte Standard-Satzung, die nur für 1-3 Gesellschafter und einen Geschäftsführer anwendbar ist. Vorteil: Deutlich günstigere Notarkosten (halbe Gebühr nach § 105 GNotKG). Nachteil: Keine individuellen Anpassungen möglich.

Kosten Einpersonen-UG mit Musterprotokoll

Beurkundung Gründung: ca. 60–80 € · Gesellschafterliste: ca. 30–40 € · HR-Anmeldung: ca. 30–40 € · Auslagen, USt: ca. 50–80 € · Gesamt: 180–250 €

Kosten Mehrpersonen-UG mit Musterprotokoll

Bei 2–3 Gesellschaftern steigen die Notarkosten leicht: ca. 220–350 €. Das Musterprotokoll bleibt anwendbar, aber jeder Gesellschafter muss einzeln unterschreiben.

Individuelle Satzung

Bei einer individuellen Satzung kann die UG-Satzung frei gestaltet werden — z.B. Vinkulierung (Zustimmungspflicht bei Anteilsverkäufen), spezielle Stimmrechte, Sondergewinnanteile, individuelle Kündigungsregeln. Notarkosten steigen, weil der Gegenstandswert (Stammkapital) voll berechnet wird.

Notarkosten bei individueller Satzung

Bei Stammkapital 1.000 €: ca. 450–600 € · Bei 5.000 €: ca. 500–700 € · Bei 24.999 €: ca. 700–1.000 €. Der Mehrpreis zum Musterprotokoll liegt bei ca. 250–500 €.

Wann lohnt individuelle Satzung?

Ab 4+ Gesellschaftern (Musterprotokoll nicht mehr erlaubt), bei Vinkulierung, bei geplanten Investor-Runden, wenn Sie eine Holding gründen möchten oder bei abweichenden Gewinn-Regeln.

Achtung: Musterprotokoll-Grenzen

Das Musterprotokoll darf nur verwendet werden bei: (1) maximal 3 Gesellschaftern, (2) nur ein Geschäftsführer, (3) keine Sacheinlagen (nur Bareinlagen), (4) Geschäftsjahr = Kalenderjahr. Wenn eine dieser Bedingungen nicht passt, ist eine individuelle Satzung erforderlich.

3. Handelsregister-Eintragung

Nach der Notar-Beurkundung meldet der Notar die UG beim zuständigen Amtsgericht (Handelsregister B) an. Die Eintragung kostet pauschal:

  • Ersteintragung HR: 150 € (Pauschale nach Nr. 2200 GNotKG-Anlage)
  • Veröffentlichung: ca. 50–100 € (Bundesanzeiger, elektronisch)
  • Dauer: Typisch 1–3 Wochen, online-Gründung seit 2022 beschleunigt

Online-Gründung seit 2022 möglich

Seit August 2022 kann eine UG auch online per Videokonferenz beim Notar gegründet werden (Digitalisierungsrichtlinie DiRUG). Voraussetzungen: eID-Funktion des Personalausweises, geeignete Technik, deutscher Wohnsitz. Kosten identisch zur Präsenzgründung, aber zeitlich flexibler.

4. Stammkapital: Ab 1 € möglich, aber sinnvoll?

Die UG kann nach § 5a Abs. 1 GmbHG mit einem Stammkapital ab 1 € gegründet werden. In der Praxis ist das selten sinnvoll. Hier die wichtigsten Eckwerte:

StammkapitalKonsequenz
1 € (Minimum)Rechtlich möglich, praktisch problematisch — Bank öffnet oft kein Geschäftskonto, Lieferanten/Kunden skeptisch, sofort bilanziell überschuldet bei ersten Kosten
500–1.000 €Praxis-Minimum — deckt Notarkosten und erste Laufkosten, Bank akzeptiert i.d.R. Geschäftskonto
2.500–5.000 €Solide Gründung — bietet Puffer für erste Monate, für seriöse Geschäftsbeziehungen empfohlen
10.000–24.999 €Höhere Seriosität — ähnlich GmbH, aber noch keine volle Einzahlung nötig (UG-Vorteil)
25.000 € und mehrAutomatisch GmbH, nicht mehr UG — bei Erreichen der Schwelle kann/sollte zur GmbH umgefirmiert werden

Vorsicht bei 1-€-UG

Die 1-€-Gründung klingt verlockend, ist aber in der Praxis fast immer ein Fehler: (a) Die Notarkosten allein übersteigen das Stammkapital sofort, die UG ist bilanziell überschuldet. (b) Banken verweigern häufig das Geschäftskonto. (c) Kunden, Lieferanten und Vermieter misstrauen einer 1-€-UG. Empfehlung: Mindestens 500–1.000 €, besser 2.500–5.000 €.

Pflichtrücklage § 5a Abs. 3 GmbHG

Die UG muss nach § 5a Abs. 3 GmbHG 25 % des Jahresüberschusses in eine gesetzliche Rücklage einstellen — bis diese Rücklage zusammen mit dem Stammkapital 25.000 € erreicht. Dann darf die UG zur GmbH werden. Bis dahin ist das Geld "gesperrt" — nicht entnehmbar, aber operativ nutzbar.

5. Weitere Kostenposten

Gewerbeanmeldung

Nach der HR-Eintragung muss das Gewerbe bei der zuständigen Gemeinde angemeldet werden. Kosten: 20–60 €, je nach Kommune. In manchen Städten (Berlin, Hamburg) auch online möglich.

IHK-Mitgliedschaft

Die UG wird automatisch zwangsmitglied der IHK. Ersteintrag kostenlos. Laufende Beiträge ab Jahr 2 typisch 70–250 € pro Jahr, abhängig vom Gewerbeertrag. In den ersten beiden Jahren gibt es oft Beitrags-Befreiung oder -Reduktion für Kleinst-UGs.

Geschäftskonto-Eröffnung

Die UG benötigt ein separates Geschäftskonto. Kosten variieren stark: Kostenlose Geschäftskonten (z.B. Kontist, Finom, Holvi) ab 0 €/Monat. Klassische Bank-Geschäftskonten (Sparkasse, Volksbank) 10–30 €/Monat. Vor Gründung vergleichen.

Optionale Beratung

Gründungsberatung (StB/RA)

Einzelberatung zu Rechtsform, Satzung, Steuerfragen: 150–400 € je nach Umfang. Bei Standard-UG mit Musterprotokoll meist nicht erforderlich.

Gründungszuschuss beantragen

Bei Gründung aus ALG-I-Bezug: Gründungszuschuss der Arbeitsagentur möglich (6 Monate + Option 9 Monate). Kosten für professionellen Antrag: 0–300 €.

6. Rechenbeispiel 1: Minimal-UG (Musterprotokoll, 1 €)

Szenario: Einzelperson-Gründung, Musterprotokoll, 1 € Stammkapital — die theoretisch billigste Gründung. Achtung: Nicht empfohlen, siehe Warnung oben.

Einmalige Gründungskosten

Notarkosten Musterprotokoll (Beurkundung + Gesellschafterliste)180 €
Handelsregister-Eintragung150 €
Veröffentlichung HR50 €
Gewerbeanmeldung30 €
Stammkapital (als „Kosten“ einzuzahlen)1 €
Gesamt einmalig411 €

Praktisches Problem: UG ist mit 1 € Kapital nach den ersten 410 € Notarkosten sofort bilanziell überschuldet.

Warum diese Variante problematisch ist

Die 1-€-Variante spart nur 500–1.000 € Stammkapital, bringt aber massive Nachteile: Problem mit Geschäftskonto-Eröffnung, schlechtes Signal an Kunden/Lieferanten, sofortige bilanzielle Überschuldung. Die Ersparnis ist die Risiken nicht wert.

7. Rechenbeispiel 2: Standard-UG (Musterprotokoll, 1.000 €)

Szenario: Einzelperson-Gründung, Musterprotokoll, 1.000 € Stammkapital — die praxisübliche Minimalvariante.

Einmalige Gründungskosten

Notarkosten Musterprotokoll230 €
Handelsregister-Eintragung150 €
Veröffentlichung HR60 €
Gewerbeanmeldung30 €
IHK-Ersteintrag0 €
Stammkapital (operativ nutzbar)1.000 €
Gesamt Gründungsgebühren (ohne Stammkapital)470 €

Das Stammkapital selbst ist keine "Ausgabe" im klassischen Sinn — es bleibt im UG-Vermögen und kann für Geschäftstätigkeit genutzt werden.

Dies ist die häufigste Praxis-Variante

Bei etwa 70 % der UG-Neugründungen wird diese Variante gewählt. Gründe: Niedrige Notarkosten, Geschäftskonto problemlos, seriöses Erscheinungsbild. Die Gesamtkosten ohne Stammkapital: ca. 470 €.

8. Rechenbeispiel 3: Individuelle UG (2 Gründer, 5.000 €)

Szenario: Zwei-Personen-Gründung, individuelle Satzung (wegen Vinkulierung), 5.000 € Stammkapital — typisch für Co-Founder-Situation.

Einmalige Gründungskosten

Notarkosten individuelle Satzung (5.000 € Gegenstandswert)580 €
Handelsregister-Eintragung150 €
Veröffentlichung HR80 €
Gewerbeanmeldung40 €
Satzungsberatung durch Rechtsanwalt300 €
Stammkapital (operativ nutzbar)5.000 €
Gesamt Gründungsgebühren (ohne Stammkapital)1.150 €

Die individuelle Satzung erhöht die Kosten um ca. 400–700 €, ermöglicht aber Vinkulierung, individuelle Stimmrechte und spätere Investor-Runden.

9. UG-Gründung vs. GmbH-Gründung im Vergleich

Zum Vergleich: Wie teuer wäre stattdessen eine GmbH-Gründung?

KriteriumUG (haftungsbeschränkt)GmbH
Stammkapital minimum1 €25.000 € (Hälfte einzuzahlen = 12.500 €)
Musterprotokoll möglich?Ja (bis 3 Gesellschafter)Ja (bis 3 Gesellschafter)
Typische Notarkosten180–600 €500–900 € (höherer Gegenstandswert)
Handelsregister150 €150 €
Gesamte Gründungskosten (ohne Stammkapital)400–1.200 €700–1.400 €
Plus Stammkapital-Einsatz500–5.000 € empfohlen12.500 € zwingend
Insgesamt flüssig erforderlichca. 900–6.200 €ca. 13.200–13.900 €
Pflichtrücklage 25 %Ja (bis 25.000 € erreicht)Nein

Wann UG, wann GmbH?

UG sinnvoll bei: Gründer mit limitiertem Startkapital, unsicheres Geschäftsmodell, reine Dienstleistungs-UG ohne große Investitionen, Solo-Gründung. Direkt GmbH sinnvoll bei: Genügend Startkapital, größere Anfangsinvestitionen (Geräte, Lager), planbare Investor-Runden, seriöses Auftreten gegenüber B2B-Kunden. Viele UGs werden später zur GmbH umgewandelt — das kostet nochmals Notargebühren.

10. Folgekosten ab Jahr 1

Die einmaligen Gründungskosten sind nur der Anfang. Ab Jahr 1 fallen laufende Kosten an, die oft größer sind als die Gründungskosten selbst:

  • Jahresabschluss + Steuererklärungen: 1.400–4.500 € bei klassischem StB, 499,95 € bei OnlineBilanz-Festpreis
  • Laufende Buchhaltung: 60–300 €/Monat beim StB oder eigenständig mit Tool (20–50 €/Monat)
  • Bundesanzeiger-Offenlegung: 100–300 €/Jahr, oft im Festpreis inkl.
  • IHK-Mitgliedschaft: 70–250 €/Jahr (nach Befreiungsphase)
  • Geschäftskonto: 0–360 €/Jahr, je nach Bank
  • Körperschaftsteuer: 15 % + Soli auf Gewinn, Gewerbesteuer: 7–15 % je nach Hebesatz

„Die meisten Gründer fokussieren sich auf die Gründungskosten und übersehen, dass die laufenden Jahresabschluss-Kosten oft 2–3x so hoch sind wie die Gründungskosten — und zwar jedes Jahr. Wer die UG mit 470 € gründet, zahlt im Jahr 1 schnell nochmal 2.000 € für den Steuerberater. Über 5 Jahre betrachtet summiert sich das erheblich. Einen detaillierten Überblick über die Kosten für die Steuererklärung durch verschiedene Anbieter bietet zusätzliche Transparenz. Festpreis-Anbieter machen hier den größten Unterschied.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz

Weiterführende Artikel

  • Kosten Steuerberater UG: Was der laufende Jahresabschluss pro Jahr kostet.
  • UG-Bilanz selbst erstellen: Möglichkeiten und Grenzen.
  • Jahresabschluss UG: Alle Pflichtbestandteile im Detail.
  • UG auflösen: Wenn die Geschäftstätigkeit endet, was kostet die Auflösung?
  • UG-Bilanz ohne Steuerberater: Was rechtlich möglich ist.

11. 5 Spartipps für die UG-Gründung

  • Musterprotokoll nutzen — spart 250–500 € Notarkosten. Nur bei individuellen Anforderungen auf individuelle Satzung wechseln.
  • Online-Gründung prüfen — seit 2022 möglich, oft schneller. Kosten gleich, aber Termin-Verfügbarkeit besser.
  • Kostenloses Geschäftskonto — Kontist, Finom, Holvi oder Qonto statt klassischer Bank (spart 120–360 €/Jahr).
  • Festpreis-Steuerberater ab Jahr 1 wählen — OnlineBilanz 499,95 € statt 1.500–4.500 € klassisch (spart 1.000–4.000 € pro Jahr).
  • Gründungszuschuss prüfen — bei Gründung aus ALG-I-Bezug bis zu 15 Monate Förderung möglich.

12. Häufige Fragen

Kann ich eine UG wirklich für 1 € gründen?

Rechtlich ja — das Stammkapital muss nach § 5a Abs. 1 GmbHG nur mindestens 1 € betragen. Praktisch ist das aber fast nie sinnvoll: Die Gründungsgebühren (Notar, Handelsregister) liegen bei mindestens 400 €. Das bedeutet: Die UG ist mit 1 € Stammkapital nach den ersten Rechnungen sofort überschuldet. Banken verweigern oft das Geschäftskonto. Empfehlung: Mindestens 500–1.000 € Stammkapital.

Was ist der Unterschied zwischen Musterprotokoll und individueller Satzung?

Das Musterprotokoll ist eine gesetzliche Standard-Satzung mit begrenzten Anpassungsmöglichkeiten — dafür sind die Notarkosten halbiert (§ 105 GNotKG). Erlaubt nur 1–3 Gesellschafter, einen Geschäftsführer, Bareinlagen, Kalenderjahr als Geschäftsjahr. Die individuelle Satzung kann frei gestaltet werden (Vinkulierung, Sonderstimmrechte, etc.), kostet aber 250–500 € mehr Notarkosten.

Wie lange dauert die UG-Gründung?

Bei Musterprotokoll und zügiger Bearbeitung: 2–4 Wochen vom Notartermin bis zur HR-Eintragung. Online-Gründung (seit 2022) oft schneller, teils in 1–2 Wochen möglich. Bei individueller Satzung mit Beratung: 4–8 Wochen. Vor der HR-Eintragung ist die UG als "UG in Gründung" voll handlungsfähig, nur die Haftungsbeschränkung greift noch nicht.

Darf ich Sachleistungen als Stammkapital einbringen?

Nein, nicht bei der UG. Nach § 5a Abs. 2 GmbHG sind Sacheinlagen bei der UG ausgeschlossen. Nur Bareinlagen sind erlaubt. Bei der GmbH sind Sacheinlagen dagegen möglich — das ist einer der Gründe, warum manche Gründer direkt die GmbH wählen, wenn sie z.B. Geräte oder Immobilien einbringen wollen.

Kann die UG später zur GmbH umgewandelt werden?

Ja, und das ist sogar der typische Pfad. Sobald Stammkapital + gesetzliche Rücklage 25.000 € erreichen, kann die UG zur GmbH umfirmieren. Das erfordert einen notariellen Beschluss (ca. 300–500 € Notarkosten), eine Satzungsänderung und eine neue HR-Eintragung. Die Umwandlung ist steuerneutral, die Gesellschaft besteht rechtlich weiter.

Brauche ich einen Steuerberater für die Gründung?

Für die Gründung selbst nicht zwingend — der Notar erledigt alles Formale. Ein Steuerberater ist aber ab Jahr 1 praktisch unverzichtbar: E-Bilanz-Signatur, Steuererklärungen, Bundesanzeiger-Offenlegung. Bei klassischen StBs 1.400–4.500 € pro Jahr, bei OnlineBilanz-Festpreis 499,95 € inkl. aller Leistungen. Tipp: Bei Gründung schon die StB-Entscheidung treffen — das spart später Umzugskosten.

Kann ich die Gründungskosten steuerlich absetzen?

Ja. Gründungskosten können bei der UG bis 300 € in der Satzung als von der UG getragen deklariert werden (im Musterprotokoll ist das auf 300 € pauschal festgelegt). Darüber hinausgehende Kosten trägt der Gründer persönlich. Diese können aber als vorweggenommene Anschaffungskosten der Gesellschafterbeteiligung geltend gemacht werden und mindern bei späterem Anteilsverkauf den Gewinn.

Was passiert, wenn die UG insolvent wird?

Die UG haftet grundsätzlich nur mit ihrem Vermögen (Haftungsbeschränkung). Das persönliche Vermögen der Gesellschafter ist geschützt. Ausnahmen: (1) Persönliche Bürgschaften (oft von Banken gefordert), (2) Geschäftsführer-Haftung bei Pflichtverletzung (§ 64 GmbHG — Insolvenzverschleppung), (3) Steuerhaftung des Geschäftsführers (§ 69 AO).

13. Fazit: UG-Gründung ab ca. 500 € realistisch möglich

Die Kosten einer UG-Gründung sind im Vergleich zur GmbH deutlich niedriger: ab ca. 400 € Notar- und HR-Kosten zuzüglich sinnvollem Stammkapital von mindestens 500–1.000 €. Die Gesamtinvestition liegt bei einer typischen Standard-UG mit Musterprotokoll bei ca. 900–1.500 € — verglichen mit 13.000+ € bei einer direkten GmbH-Gründung.

Wichtig zu verstehen: Die einmaligen Gründungskosten sind nur der Einstiegspreis. Ab Jahr 1 kommen die laufenden Kosten hinzu — Jahresabschluss, Steuererklärungen, Bundesanzeiger-Offenlegung, IHK, Geschäftskonto. Eine detaillierte Übersicht zu den UG Kosten jährlich zeigt: Bei klassischen Steuerberatern können diese jährlich 2.000–5.000 € ausmachen. OnlineBilanz bietet hier einen Festpreis von 499,95 € inkl. MwSt., der alle Pflichten abdeckt und die laufenden Kosten planbar macht.

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Hinweis: Die dargestellten Kostenwerte sind Richtwerte aus typischen UG-Gründungen in Deutschland. Einzelne Posten können je nach Notar, Amtsgericht und Gemeinde variieren. Für die rechtliche Gestaltung der Satzung empfiehlt sich ggf. anwaltliche Beratung, insbesondere bei Mehrpersonen-Gründungen. OnlineBilanz übernimmt die bilanzielle und steuerliche Begleitung ab Jahr 1. Rechtsgrundlagen: § 5a GmbHG, § 2 GmbHG, GNotKG. Für individuelle Beratung: Kontakt zu OnlineBilanz.

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Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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