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Vorräte84.300 €
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Bank & Kasse96.650 €
Summe Aktiva604.320 €
Passiva Mittelherkunft · "Wem gehört es?"
A. Eigenkapital
Stammkapital25.000 €
Gewinnrücklagen156.200 €
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Datum

Lesedauer

11–16 Minuten


OnlineBilanzBlogEinfacher Jahresabschluss Leitfaden

Einfacher Jahresabschluss 2026

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Der Jahresabschluss gilt bei vielen Geschäftsführern als komplexe Pflichtaufgabe. Mit der richtigen Struktur und klaren Prozessen lässt sich der einfache Jahresabschluss jedoch effizient und rechtssicher erstellen. Wichtig ist dabei zu wissen, wer darf Jahresabschluss erstellen und welche fachlichen Voraussetzungen erforderlich sind. Besonderheiten gelten für Mischformen wie die Aufstellung Jahresabschluss GmbH & Co. KG, bei der sowohl handels- als auch steuerrechtliche Vorgaben zu beachten sind. Dieser Leitfaden zeigt, welche Bestandteile nach § 242 HGB erforderlich sind und wie Sie typische Fehler vermeiden.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Ein einfacher Jahresabschluss nach § 242 HGB besteht aus Bilanz und GuV. Kleine Kapitalgesellschaften nach § 267 HGB können Erleichterungen nutzen. Die Offenlegungsfrist nach § 325 HGB beträgt 12 Monate nach Bilanzstichtag, die Feststellung erfolgt nach § 42a GmbHG innerhalb von 11 Monaten (kleine GmbH) bzw. 8 Monaten (mittelgroße/große GmbH).

Grundlagen und rechtliche Basis des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss ist nach § 242 HGB die systematische Zusammenstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens zum Abschlussstichtag. Für Kapitalgesellschaften wie GmbH, UG und AG gelten erweiterte Pflichten nach §§ 264 ff. HGB.

Ein einfacher Jahresabschluss bezeichnet die grundlegende Form, die aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung besteht. Je nach Größenklasse nach § 267 HGB kommen weitere Bestandteile hinzu. Die Erstellung muss den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) entsprechen.

Hinweis

Für alle Kapitalgesellschaften besteht nach § 325 HGB eine Offenlegungspflicht. Die Unterlagen müssen beim Unternehmensregister eingereicht werden. Seit dem DiRUG (Digitalisierungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz) vom 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister.

12 Monate

Offenlegungsfrist nach § 325 HGB

11 Monate

Feststellungsfrist kleine GmbH

500-25.000 €

Ordnungsgeld nach § 335 HGB

Bestandteile des Jahresabschlusses nach HGB

Der Umfang des Jahresabschlusses richtet sich nach der Unternehmensgröße. Während Einzelkaufleute nach § 242 HGB nur Bilanz und GuV erstellen müssen, gelten für Kapitalgesellschaften nach § 264 HGB erweiterte Anforderungen.

Mindestbestandteile für alle Kapitalgesellschaften

  • Bilanz nach § 266 HGB mit vorgeschriebenem Gliederungsschema
  • Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB (Gesamtkosten- oder Umsatzkostenverfahren)
  • Anhang nach § 284 HGB mit Erläuterungen und Zusatzangaben

Zusätzliche Bestandteile je nach Größe

  • Lagebericht: Pflicht für mittelgroße und große Kapitalgesellschaften nach § 289 HGB
  • Kapitalflussrechnung: Pflicht für kapitalmarktorientierte Unternehmen nach § 264 Abs. 1 HGB
  • Eigenkapitalspiegel: Freiwillig oder bei bestimmten Rechtsformen erforderlich

„Viele Geschäftsführer übersehen, dass bereits die Nichtvorlage des Anhangs zur Unvollständigkeit des Jahresabschlusses führt. Auch kleine Kapitalgesellschaften sind nach § 264 Abs. 1 HGB zur Erstellung eines Anhangs verpflichtet – hier gelten jedoch Erleichterungen nach § 288 HGB.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Größenklassen nach § 267 HGB und Erleichterungen

Die Größenklassifizierung nach § 267 HGB bestimmt, welche Erleichterungen bei Erstellung und Offenlegung möglich sind. Entscheidend sind drei Kriterien: Bilanzsumme, Umsatzerlöse und Mitarbeiterzahl. Zwei der drei Schwellenwerte müssen an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen über- oder unterschritten werden.

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Mitarbeiter
Klein (§ 267 Abs. 1 HGB) ≤ 6 Mio. € ≤ 12 Mio. € ≤ 50
Mittelgroß (§ 267 Abs. 2 HGB) ≤ 20 Mio. € ≤ 40 Mio. € ≤ 250
Groß (§ 267 Abs. 3 HGB) > 20 Mio. € > 40 Mio. € > 250

Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften

  • Verkürzte Bilanz nach § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB (nur Buchstaben und römische Ziffern)
  • Verkürzter Anhang nach § 288 HGB mit reduzierten Angabepflichten
  • Keine Lageberichtspflicht nach § 264 Abs. 1 Satz 4 HGB
  • Erleichterte Offenlegung nach § 326 HGB möglich

Achtung

Die Kleinstkapitalgesellschaft nach § 267a HGB (Bilanzsumme ≤ 350.000 €, Umsatz ≤ 700.000 €, ≤ 10 Mitarbeiter) kann weitere Vereinfachungen nutzen. Dennoch besteht auch hier die Offenlegungspflicht nach § 325 HGB.

Die Bilanz nach § 266 HGB strukturiert erstellen

Die Bilanz stellt die Vermögens- und Kapitalstruktur des Unternehmens zum Stichtag dar. Nach § 266 HGB ist eine feste Gliederung vorgeschrieben, die eine Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen ermöglicht.

Aktivseite: Vermögensstruktur

A. Anlagevermögen

  • I. Immaterielle Vermögensgegenstände (Software, Lizenzen)
  • II. Sachanlagen (Grundstücke, Maschinen, Betriebsausstattung)
  • III. Finanzanlagen (Beteiligungen, Wertpapiere)

B. Umlaufvermögen

  • I. Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe)
  • II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
  • III. Wertpapiere
  • IV. Kassenbestand, Bankguthaben

Passivseite: Kapitalstruktur

A. Eigenkapital

  • I. Gezeichnetes Kapital (Stammkapital bei GmbH)
  • II. Kapitalrücklage
  • III. Gewinnrücklagen
  • IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag
  • V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

B. Rückstellungen und Verbindlichkeiten

  • Rückstellungen für Pensionen, Steuern, sonstige Verpflichtungen
  • Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
  • Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
  • Sonstige Verbindlichkeiten

Hinweis

Die Bilanzsumme (Summe Aktiva = Summe Passiva) muss zwingend ausgeglichen sein. Diese Bilanzidentität ergibt sich aus der doppelten Buchführung und ist Grundlage der kaufmännischen Rechnungslegung.

Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB

Die GuV stellt die Ertragslage des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr dar. Nach § 275 HGB können Kapitalgesellschaften zwischen dem Gesamtkostenverfahren (GKV) und dem Umsatzkostenverfahren (UKV) wählen.

Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB

Das GKV erfasst alle Aufwendungen nach Kostenarten und eignet sich besonders für produzierende Unternehmen. Es zeigt die Gesamtleistung des Unternehmens einschließlich Bestandsveränderungen.

  1. Umsatzerlöse
  2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
  3. Andere aktivierte Eigenleistungen
  4. Sonstige betriebliche Erträge
  5. Materialaufwand
  6. Personalaufwand
  7. Abschreibungen
  8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
  9. Finanzergebnis
  10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
  11. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag

Umsatzkostenverfahren nach § 275 Abs. 3 HGB

Das UKV gliedert die Aufwendungen nach betrieblichen Funktionen und wird häufig im Handel eingesetzt. Es zeigt den direkten Zusammenhang zwischen Umsätzen und den zugehörigen Kosten.

Hinweis

Die Wahl zwischen GKV und UKV muss nach § 265 Abs. 1 HGB stetig beibehalten werden (Stetigkeitsgrundsatz). Ein Wechsel ist nur in begründeten Ausnahmefällen zulässig und muss im Anhang erläutert werden.

„In der Praxis nutzen über 80% der deutschen Kapitalgesellschaften das Gesamtkostenverfahren, da es die Struktur der Finanzbuchhaltung direkt abbildet. Das Umsatzkostenverfahren erfordert eine zusätzliche Kostenrechnung und ist daher aufwändiger.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Schritt-für-Schritt Ablauf der Jahresabschlusserstellung

Die systematische Erstellung des Jahresabschlusses folgt einem strukturierten Prozess. Eine sorgfältige Vorbereitung reduziert Fehler und beschleunigt die Fertigstellung erheblich.

  • Vorbereitende Abschlussbuchungen durchführen (Abgrenzungen, Rückstellungen)
  • Inventur durchführen und Bestandsdifferenzen buchen
  • Anlagenspiegel erstellen und Abschreibungen berechnen nach § 253 HGB
  • Forderungen bewerten und Wertberichtigungen bilden
  • Rückstellungen nach § 249 HGB prüfen und bewerten
  • Verbindlichkeiten abstimmen und vollständig erfassen
  • Sachbilanz erstellen und mit Finanzbuchhaltung abstimmen
  • Handelsbilanz gemäß HGB-Gliederung aufstellen
  • GuV nach gewähltem Verfahren erstellen
  • Anhang nach § 284 bzw. § 288 HGB erstellen
  • Lagebericht erstellen (falls erforderlich)
  • Vollständigkeitsprüfung durchführen
  • Feststellung durch Gesellschafterversammlung nach § 42a GmbHG
  • Offenlegung im Unternehmensregister nach § 325 HGB

Kritische Bewertungsfragen klären

  • Niederstwertprinzip: Sind alle Vermögensgegenstände nach § 253 Abs. 3-4 HGB auf den niedrigeren Wert abgeschrieben?
  • Rückstellungen: Sind alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten berücksichtigt?
  • Abgrenzungen: Wurden alle Aufwendungen und Erträge periodengerecht nach § 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB abgegrenzt?
  • Latente Steuern: Sind bei mittelgroßen/großen Gesellschaften latente Steuern nach § 274 HGB zu bilanzieren?

Fristen und Termine für das Geschäftsjahr 2025/2026

Für Kapitalgesellschaften mit dem Bilanzstichtag 31.12.2025 gelten im Jahr 2026 konkrete gesetzliche Fristen. Die Nichteinhaltung kann zu Ordnungsgeldern nach § 335 HGB führen.

Frist Rechtsgrundlage Kleine GmbH Mittelgroße/Große GmbH
Feststellung Jahresabschluss § 42a GmbHG Bis 30.11.2026 (11 Monate) Bis 31.08.2026 (8 Monate)
Offenlegung Unternehmensregister § 325 HGB Bis 31.12.2026 (12 Monate) Bis 31.12.2026 (12 Monate)
Steuererklärung (mit Fristverlängerung) § 149 AO Bis 31.07.2027 Bis 31.07.2027

Achtung

Das Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB wird vom Bundesamt für Justiz (BfJ) durchgeführt. Bei verspäteter oder unterlassener Offenlegung drohen Ordnungsgelder zwischen 500 und 25.000 Euro. Das Ordnungsgeld kann wiederholt festgesetzt werden.

Praktische Fristenplanung für 2026

Meilenstein Empfohlener Termin Aktivität
Januar-Februar 2026 Bis 28.02.2026 Inventur durchführen, vorbereitende Buchungen
März-April 2026 Bis 30.04.2026 Entwurf Jahresabschluss erstellen
Mai-Juni 2026 Bis 30.06.2026 Prüfung, Anpassungen, Vorbereitung Gesellschafterversammlung
Juli-August 2026 Bis 31.08.2026 Feststellung durch Gesellschafter (mittelgroß/groß)
September-November 2026 Bis 30.11.2026 Feststellung durch Gesellschafter (klein), falls noch nicht erfolgt
Dezember 2026 Bis 31.12.2026 Offenlegung im Unternehmensregister

Hinweis

Die Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG ist eine Sollvorschrift – bei Überschreitung entstehen jedoch Risiken hinsichtlich der Organhaftung. Die Offenlegungsfrist nach § 325 HGB ist hingegen zwingend und bei Verstoß ordnungsgeldbewehrt.

Typische Fehler vermeiden: Checkliste für Praktiker

Viele Jahresabschlussfehler entstehen durch Unkenntnis der handelsrechtlichen Vorschriften oder unvollständige Vorbereitung. Die folgenden Fehlerquellen sollten Sie systematisch prüfen.

Bewertungsfehler nach HGB

  • Anschaffungskosten falsch ermittelt: Nach § 255 Abs. 1 HGB gehören Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten zu den aktivierungspflichtigen Kosten
  • Abschreibungsmethode nicht stetig: Der Stetigkeitsgrundsatz nach § 265 Abs. 1 HGB verlangt beibehaltene Abschreibungsmethoden
  • Niederstwertprinzip nicht beachtet: Außerplanmäßige Abschreibungen bei dauerhafter Wertminderung nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB sind Pflicht
  • Rückstellungen zu niedrig bemessen: Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags anzusetzen

Formale und strukturelle Fehler

Gliederung

  • Abweichung vom Schema § 266 HGB
  • Fehlende Vorjahreszahlen
  • Unzulässige Saldierung

Anhang

  • Pflichtangaben nach § 284 HGB fehlen
  • Bilanzierungs-/Bewertungsmethoden nicht erläutert
  • Haftungsverhältnisse nicht angegeben

Offenlegung

  • Falsche Größenklasse angenommen
  • Unvollständige Unterlagen
  • Frist nach § 325 HGB versäumt

„Der häufigste Fehler in meiner Beratungspraxis: Gesellschafter-Geschäftsführer buchen private Kfz-Nutzung nicht korrekt. Die 1%-Regelung führt zu steuerpflichtigem Arbeitslohn, der in der GuV als Personalaufwand zu erfassen ist. Wird dies vergessen, stimmen Handelsbilanz und Steuerbilanz nicht überein.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Prüfcheckliste vor Fertigstellung

  • Bilanz ausgeglichen (Aktiva = Passiva)?
  • Vorjahreszahlen korrekt übernommen und vergleichbar?
  • Gliederung entspricht § 266 bzw. § 275 HGB?
  • Alle Pflichtangaben im Anhang enthalten?
  • Unterschriften der Geschäftsführer auf allen Dokumenten?
  • Feststellungsbeschluss der Gesellschafter protokolliert?
  • Elektronisches Format für Offenlegung korrekt (XBRL/ESEF bei Pflicht)?
  • Größenklassifizierung nach § 267 HGB korrekt ermittelt?

Offenlegung im Unternehmensregister nach § 325 HGB

Seit dem DiRUG (Digitalisierungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz) vom 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung des Jahresabschlusses ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister. Eine Veröffentlichung im Bundesanzeiger ist nicht mehr erforderlich.

Offenlegungspflichtige Unterlagen

Größenklasse Bilanz GuV Anhang Lagebericht
Kleinstgesellschaft § 267a Verkürzt möglich Kann entfallen Verkürzt Nein
Kleine GmbH § 267 Abs. 1 Verkürzt möglich Vollständig Verkürzt Nein
Mittelgroße GmbH § 267 Abs. 2 Vollständig Vollständig Vollständig Ja
Große GmbH § 267 Abs. 3 Vollständig Vollständig Vollständig Ja

Ablauf der elektronischen Offenlegung

  1. Registrierung im Unternehmensregister (www.unternehmensregister.de) mit ELSTER-Zertifikat oder De-Mail
  2. Jahresabschluss in strukturierter Form vorbereiten (PDF für kleine Gesellschaften, XBRL/ESEF bei Pflicht)
  3. Upload der Dokumente über das Einreichungsportal
  4. Prüfung der formalen Vollständigkeit durch das Unternehmensregister
  5. Bestätigung der Veröffentlichung und Bekanntmachung im elektronischen Bundesanzeiger

Achtung

Kapitalmarktorientierte Unternehmen müssen den Jahresabschluss seit 2020 im ESEF-Format (European Single Electronic Format) einreichen. Dieses Format basiert auf XBRL und stellt maschinenlesbare Daten bereit. Für nicht-kapitalmarktorientierte Gesellschaften genügt weiterhin die PDF-Einreichung.

Hinweis

Nach § 326 HGB können kleine Kapitalgesellschaften von Offenlegungserleichterungen Gebrauch machen. Die Bilanz darf verkürzt werden, die Offenlegung der GuV kann entfallen, wenn die entsprechenden Angaben in den Anhang aufgenommen werden.

Kosten und Gebühren

  • Veröffentlichungsgebühr Unternehmensregister: ca. 37-47 Euro (abhängig von Umfang und Format)
  • Bekanntmachungsgebühr elektronischer Bundesanzeiger: automatisch inkludiert
  • Bei verspäteter Einreichung: Ordnungsgeld nach § 335 HGB zwischen 500 und 25.000 Euro

Digitale Erstellung des Jahresabschlusses

Moderne Software-Lösungen ermöglichen es auch Geschäftsführern ohne umfassende Buchhaltungskenntnisse, den Jahresabschluss eigenständig zu erstellen. Die Digitalisierung reduziert den Zeitaufwand und minimiert Fehlerquellen.

Vorteile digitaler Jahresabschluss-Tools

Automatisierung und Effizienz

  • Automatische Übernahme der Buchhaltungsdaten aus DATEV oder anderen Systemen
  • Vorausgefüllte HGB-Gliederungsschemata nach § 266 und § 275
  • Automatische Plausibilitätsprüfungen und Fehlerhinweise
  • Berechnungen von Kennzahlen und Vorjahresvergleichen

Rechtssicherheit und Compliance

  • Aktuelle HGB-Vorschriften sind hinterlegt
  • Größenklassifizierung nach § 267 HGB wird automatisch ermittelt
  • Vollständigkeitsprüfung für Anhang-Pflichtangaben
  • Export in offenlegungsfähigen Formaten (PDF, XBRL)

OnlineBilanz: Spezialisierte Lösung für Kapitalgesellschaften

OnlineBilanz.de ist eine webbasierte Software, die Geschäftsführer bei der eigenständigen Erstellung von Jahresabschlüssen für GmbH, UG und AG unterstützt. Die Plattform bietet eine umfassende Anleitung zur Erstellung des Jahresabschlusses und richtet sich speziell an Geschäftsführer, die ohne Steuerberater ihren Jahresabschluss erstellen und offenlegen möchten.

  • Geführte Erstellung: Schritt-für-Schritt-Assistent führt durch alle Bestandteile
  • HGB-Konformität: Alle Formulare entsprechen den gesetzlichen Vorgaben nach §§ 264 ff. HGB
  • Integrierte Offenlegung: Direkter Export und Upload zum Unternehmensregister
  • Feststellungsprotokoll: Automatische Erstellung des Gesellschafterbeschlusses nach § 42a GmbHG
  • Support: Fachliche Unterstützung durch Bilanzierungsspezialisten

„Die meisten unserer Kunden benötigen 3-5 Stunden für die Erstellung ihres ersten Jahresabschlusses mit OnlineBilanz. Im Folgejahr reduziert sich der Aufwand auf 1-2 Stunden, da Vorjahreswerte und Strukturen übernommen werden. Die Zeitersparnis gegenüber manueller Erstellung beträgt durchschnittlich 70%.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Wann ist ein Steuerberater dennoch sinnvoll?

  • Komplexe Bewertungsfragen bei Beteiligungen oder immateriellen Vermögensgegenständen
  • Umwandlungen, Verschmelzungen oder andere Sonderfälle nach UmwG
  • Erstmalige Bilanzierung nach Wechsel von EÜR zu Bilanzierung
  • Prüfungspflichtige Gesellschaften nach § 316 HGB
  • Steueroptimierung bei größeren Gewinnausschüttungen oder Thesaurierung

Hinweis

Die eigenständige Erstellung des Jahresabschlusses mit Software-Tools ist für standardisierte Geschäftsmodelle ohne besondere Bilanzierungssachverhalte gut geeignet. Bei komplexen Strukturen oder besonderen Geschäftsvorfällen sollte jedoch steuerliche oder bilanzielle Beratung hinzugezogen werden.

Häufig gestellte Fragen

Welche Bestandteile muss ein einfacher Jahresabschluss nach HGB enthalten?

Ein Jahresabschluss für Kapitalgesellschaften besteht nach § 264 Abs. 1 HGB mindestens aus Bilanz (§ 266 HGB), Gewinn- und Verlustrechnung (§ 275 HGB) und Anhang (§ 284 HGB). Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften müssen zusätzlich einen Lagebericht nach § 289 HGB erstellen. Kleine Kapitalgesellschaften können Erleichterungen nach §§ 288, 326 HGB nutzen.

Wie lange habe ich Zeit für die Offenlegung des Jahresabschlusses 2025?

Für den Jahresabschluss mit Bilanzstichtag 31.12.2025 gilt eine Offenlegungsfrist von 12 Monaten nach § 325 HGB. Die Offenlegung im Unternehmensregister muss daher bis spätestens 31.12.2026 erfolgen. Zuvor muss der Jahresabschluss festgestellt werden: bei kleinen GmbH innerhalb von 11 Monaten (bis 30.11.2026), bei mittelgroßen/großen GmbH innerhalb von 8 Monaten (bis 31.08.2026) nach § 42a GmbHG.

Was kostet die Offenlegung im Unternehmensregister und welche Sanktionen drohen bei Versäumnis?

Die Veröffentlichungsgebühr im Unternehmensregister beträgt je nach Umfang ca. 37-47 Euro. Bei verspäteter oder unterlassener Offenlegung verhängt das Bundesamt für Justiz nach § 335 HGB Ordnungsgelder zwischen 500 und 25.000 Euro. Das Ordnungsgeld kann wiederholt festgesetzt werden, bis der Offenlegungspflicht nachgekommen wird.

Kann ich als Geschäftsführer den Jahresabschluss selbst erstellen oder brauche ich zwingend einen Steuerberater?

Sie können den Jahresabschluss grundsätzlich selbst erstellen – es besteht keine gesetzliche Pflicht zur Beauftragung eines Steuerberaters. Moderne Software-Tools wie OnlineBilanz führen durch den Prozess und stellen HGB-Konformität sicher. Bei komplexen Bewertungsfragen, Umstrukturierungen oder prüfungspflichtigen Gesellschaften nach § 316 HGB ist jedoch fachliche Beratung empfehlenswert. Für standardisierte Geschäftsmodelle ist die eigenständige Erstellung mit digitalen Tools effizient und rechtssicher möglich.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: Impressum, Datenschutz. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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