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Stammkapital25.000 €
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Datum

Lesedauer

9–14 Minuten


OnlineBilanzBlogBewertungsgrundsätze Jahresabschluss

Bewertungsgrundsätze Jahresabschluss 2026: Leitfaden für GmbH

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Bewertungsgrundsätze im Jahresabschluss bestimmen, mit welchem Wert Vermögensgegenstände und Schulden in der Bilanz angesetzt werden. Sie sind gesetzlich in den §§ 252 ff. HGB verankert und bilden zusammen mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) die Grundlagen Jahresabschluss für alle bilanzierenden Unternehmen. Um Fehler bei der Bewertung zu vermeiden, die zu falschen Steuerberechnungen, Ordnungsgeldern und rechtlichen Problemen führen können, empfiehlt sich eine systematische Vorgehensweise mit einer Jahresabschluss-Checkliste.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Bewertungsgrundsätze sind gesetzliche Regeln aus §§ 252 ff. HGB, die festlegen, wie Vermögen und Schulden in der Bilanz bewertet werden. Die wichtigsten sind Vorsichtsprinzip, Realisationsprinzip, Imparitätsprinzip, Stetigkeitsprinzip, Einzelbewertungsprinzip und Fortführungsprinzip. Sie sorgen für vergleichbare, vorsichtige Jahresabschlüsse und schützen Gläubiger.

Was sind Bewertungsgrundsätze im Jahresabschluss?

Bewertungsgrundsätze sind gesetzlich festgelegte Regeln, die bestimmen, mit welchem Wert Vermögensgegenstände, Schulden und Eigenkapital in der Bilanz angesetzt werden. Sie sind in den §§ 252 ff. HGB verankert und für alle Kapitalgesellschaften verbindlich.

Diese Grundsätze sorgen dafür, dass Jahresabschlüsse vergleichbar, nachvollziehbar und vorsichtig erstellt werden. Sie schützen Gläubiger, Gesellschafter und das Finanzamt vor einer zu optimistischen oder verzerrten Darstellung der wirtschaftlichen Lage.

Hinweis

Die Bewertungsgrundsätze gelten für alle bilanzierenden Unternehmen nach HGB. Sie sind unabhängig von der Größenklasse (§ 267 HGB) anzuwenden und müssen im Anhang erläutert werden (§ 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB).

Die Grundsätze bilden das Fundament für alle weiteren Bewertungsregeln. Sie greifen ineinander und schaffen ein System vorsichtiger Bilanzierung, das vor Überbewertung schützt und stille Reserven ermöglicht.

Warum sind Bewertungsgrundsätze so wichtig?

Bewertungsgrundsätze haben direkte Auswirkungen auf den ausgewiesenen Gewinn und damit auf die Steuerlast Ihres Unternehmens. Eine korrekte Anwendung ist entscheidend für die Rechtssicherheit des Jahresabschluss 2026.

§§ 252-256

HGB regeln Bewertung

500-25.000 €

Ordnungsgeld nach § 335 HGB

12 Monate

Offenlegungsfrist § 325 HGB

Fehler bei der Bewertung können zu falschen Steuerberechnungen führen. Das Finanzamt kann Betriebsprüfungen durchführen und Nachforderungen stellen. Zudem drohen Ordnungsgelder bei fehlerhafter Offenlegung beim Unternehmensregister.

Auch für Bankgespräche und Investitionsentscheidungen sind korrekt bewertete Jahresabschlüsse entscheidend. Banken prüfen die Bonität anhand der Bilanzkennzahlen, die direkt von der Bewertung abhängen.

„Die korrekte Anwendung der Bewertungsgrundsätze ist keine Wahlmöglichkeit, sondern gesetzliche Pflicht. Wer hier Fehler macht, riskiert nicht nur Ordnungsgelder, sondern auch das Vertrauen von Banken und Geschäftspartnern.”

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Die 6 wichtigsten Bewertungsgrundsätze im Überblick

Das HGB legt in § 252 Abs. 1 die allgemeinen Bewertungsgrundsätze fest. Jeder Grundsatz hat eine klare Funktion und wirkt sich unterschiedlich auf die Bilanz aus.

Bewertungsgrundsatz Rechtsgrundlage Kernaussage
Vorsichtsprinzip § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB Vermögen nicht zu hoch, Schulden nicht zu niedrig ansetzen
Realisationsprinzip § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB Gewinne erst bei Realisierung ausweisen
Imparitätsprinzip § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB Verluste sofort, Gewinne erst bei Realisierung
Stetigkeitsprinzip § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB Bewertungsmethoden beibehalten
Einzelbewertungsprinzip § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB Jeder Vermögensgegenstand einzeln bewerten
Fortführungsprinzip § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB Bewertung unter Going-Concern-Annahme

Diese Grundsätze greifen ineinander und bilden ein geschlossenes System. Das Vorsichtsprinzip ist dabei das übergeordnete Prinzip, aus dem sich Realisations- und Imparitätsprinzip ableiten.

Achtung

Von den Bewertungsgrundsätzen darf nur in begründeten Ausnahmefällen abgewichen werden (§ 252 Abs. 2 HGB). Jede Abweichung muss im Anhang angegeben und begründet werden.

Vorsichtsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB

Das Vorsichtsprinzip ist der wichtigste Bewertungsgrundsatz im HGB. Es besagt, dass bei der Bewertung vorsichtig vorzugehen ist. Vermögensgegenstände dürfen nicht zu hoch, Schulden nicht zu niedrig angesetzt werden.

Das Prinzip schützt Gläubiger vor einer zu optimistischen Darstellung der Vermögenslage. Es führt zu einer konservativen Bilanzierung und erlaubt die Bildung stiller Reserven.

Praktische Auswirkungen

  • Anschaffungskosten als Wertobergrenze (§ 253 Abs. 1 HGB)
  • Planmäßige Abschreibungen bei Abnutzung
  • Außerplanmäßige Abschreibungen bei Wertminderung
  • Zuschreibungsverbot bei Wertsteigerung (mit Ausnahmen)

Beispiel Fuhrpark

  • Firmenwagen Anschaffung: 40.000 €
  • Aktueller Marktwert: 45.000 €
  • Buchwert nach Abschreibung: 32.000 €
  • Bilanzansatz: 32.000 € (keine Zuschreibung über AK)

Das Vorsichtsprinzip wird durch das Realisations- und Imparitätsprinzip konkretisiert. Es gilt für alle Vermögensgegenstände und Schulden und ist nicht abdingbar.

Realisationsprinzip: Gewinne erst bei Realisierung

Das Realisationsprinzip ist ein Unterfall des Vorsichtsprinzips. Es besagt, dass Gewinne erst dann ausgewiesen werden dürfen, wenn sie realisiert sind. Realisiert ist ein Gewinn in der Regel bei Lieferung oder Leistung.

Nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB müssen Gewinne nur berücksichtigt werden, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind. Dies verhindert einen zu frühen Gewinnausweis und schützt vor überhöhten Steuervorauszahlungen.

Hinweis

Wichtig: Bei langfristigen Fertigungsaufträgen kann nach § 252 Abs. 1 Nr. 4a HGB die Gewinnrealisierung nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC) erfolgen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Praxisbeispiele zum Realisationsprinzip

  • Warenlieferung am 28.12.2025: Umsatz wird im Jahresabschluss 2025 erfasst
  • Anzahlung für Lieferung 2026: Kein Umsatz in 2025, sondern Verbindlichkeit
  • Wertsteigerung Grundstück: Keine Gewinnerfassung, solange nicht verkauft
  • Auftrag unterschrieben, aber nicht geliefert: Kein Umsatzausweis

Das Realisationsprinzip gilt nur für Gewinne, nicht für Verluste. Hier greift das Imparitätsprinzip mit einer asymmetrischen Behandlung.

Imparitätsprinzip: Verluste sofort erfassen

Das Imparitätsprinzip ist die Kehrseite des Realisationsprinzips. Es verlangt eine asymmetrische Behandlung von Gewinnen und Verlusten: Verluste müssen sofort berücksichtigt werden, auch wenn sie noch nicht realisiert sind.

Nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste zu berücksichtigen, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind. Dies gilt selbst dann, wenn sie erst nach dem Stichtag bekannt werden.

Sofortige Verlusterfassung bei

  • Drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften
  • Wertminderungen von Vermögensgegenständen
  • Erkennbaren Forderungsausfällen
  • Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten

Beispiel drohender Verlust

  • Liefervertrag: Einkaufspreis 50.000 €
  • Vereinbarter Verkaufspreis: 45.000 €
  • Drohender Verlust: 5.000 €
  • Pflicht: Rückstellung für drohende Verluste bilden

Das Imparitätsprinzip führt zu außerplanmäßigen Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 HGB bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Bei Anlagevermögen ist die Abschreibung bei dauerhafter Wertminderung verpflichtend.

Achtung

Achtung: Bei Umlaufvermögen sind außerplanmäßige Abschreibungen auch bei vorübergehender Wertminderung verpflichtend (§ 253 Abs. 4 HGB). Dies ist strenger als beim Anlagevermögen.

Stetigkeitsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB

Das Stetigkeitsprinzip verlangt, dass die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden beibehalten werden. Dies gilt sowohl für Ansatz- als auch für Bewertungsmethoden.

Der Grundsatz dient der Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen über mehrere Jahre. Er verhindert willkürliche Methodenwechsel zur Gewinnsteuerung und schafft Transparenz für Bilanzleser.

Formelle und materielle Stetigkeit

Formelle Stetigkeit

  • Beibehaltung der Gliederung von Bilanz und GuV
  • Gleiche Ausweispraxis der Posten
  • Einheitliche Darstellung über Jahre
  • Vergleichbarkeit der Abschlüsse

Materielle Stetigkeit

  • Beibehaltung der Bewertungsmethoden
  • Gleiche Abschreibungsmethoden
  • Einheitliche Rückstellungsbewertung
  • Konstante Bewertungsansätze

Von der Bewertungsstetigkeit darf nach § 252 Abs. 2 HGB nur in begründeten Ausnahmefällen abgewichen werden. Jede Abweichung ist im Anhang anzugeben und zu begründen (§ 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB).

Hinweis

Zulässige Gründe für Methodenwechsel sind beispielsweise Änderungen der Rechtslage, neue Erkenntnisse der Bewertungslehre oder wesentliche Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse. Der Wechsel darf nicht willkürlich erfolgen.

Einzelbewertungsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB

Das Einzelbewertungsprinzip verlangt, dass jeder Vermögensgegenstand und jede Schuld einzeln zu bewerten ist. Eine Saldierung von Gewinnen und Verlusten oder von Vermögen und Schulden ist grundsätzlich verboten.

Nach § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB sind Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag einzeln zu bewerten. Dies gilt auch dann, wenn gleichartige Gegenstände vorhanden sind.

Ausnahmen vom Einzelbewertungsprinzip

  • Festwertverfahren nach § 240 Abs. 3 HGB für Sachanlagen mit regelmäßigem Ersatz
  • Gruppenbewertung nach § 240 Abs. 4 HGB bei gleichartigen Vermögensgegenständen
  • Verbrauchsfolgeverfahren (Lifo, Fifo) nach § 256 HGB für Vorräte
  • Durchschnittsbewertung nach § 240 Abs. 4 HGB bei gleichartigen Gegenständen

Das Einzelbewertungsprinzip verhindert, dass Wertverluste durch Wertgewinne anderer Positionen ausgeglichen werden. Es zwingt zur genauen Prüfung jeder einzelnen Position.

„Das Einzelbewertungsprinzip ist in der Praxis besonders bei Forderungen wichtig. Jede Forderung muss einzeln auf Werthaltigkeit geprüft werden. Pauschalwertberichtigungen sind nur ergänzend zulässig.”

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Fortführungsprinzip (Going Concern)

Das Fortführungsprinzip (Going-Concern-Prinzip) nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB verlangt, dass bei der Bewertung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen wird. Dies ist die Grundlage für alle anderen Bewertungsgrundsätze.

Die Bewertung erfolgt nicht zu Liquidationswerten, sondern zu Fortführungswerten. Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie planmäßige Abschreibungen basieren auf der Annahme, dass das Unternehmen weitergeführt wird.

Bewertung bei Fortführung

  • Anschaffungs- und Herstellungskosten als Basis
  • Planmäßige Abschreibung über Nutzungsdauer
  • Langfristige Vermögensgegenstände behalten Wert
  • Keine Berücksichtigung von Notverkaufspreisen

Bewertung bei Liquidation

  • Veräußerungswerte (meist niedriger)
  • Sofortige Wertberichtigungen
  • Rückstellungen für Abwicklungskosten
  • Forderungen mit höherem Ausfallrisiko

Achtung

Wenn Tatsachen vorliegen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, darf nicht nach dem Fortführungsprinzip bewertet werden. In diesem Fall müssen Liquidationswerte angesetzt werden. Die Geschäftsführung muss dies sorgfältig prüfen.

Die Prüfung der Fortführungsprognose ist Pflicht der Geschäftsführung nach § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB. Bestehen Zweifel an der Fortführung, muss dies im Anhang angegeben werden.

Umsetzung der Bewertungsgrundsätze in der Praxis

Die korrekte Anwendung der Bewertungsgrundsätze erfordert fundierte Kenntnisse des HGB und eine systematische Vorgehensweise. Besonders bei komplexen Sachverhalten sollten Sie professionelle Unterstützung nutzen.

  • Fortführungsprognose erstellen und dokumentieren
  • Alle Vermögensgegenstände einzeln auf Wertminderung prüfen
  • Außerplanmäßige Abschreibungen bei Wertminderung vornehmen
  • Drohverlustrückstellungen für schwebende Geschäfte bilden
  • Forderungen einzeln auf Bonität prüfen
  • Bewertungsmethoden mit Vorjahr abgleichen
  • Abweichungen von Vorjahren im Anhang begründen
  • Bewertungswahlrechte dokumentieren

Typische Fehler bei der Bewertung

  • Zuschreibung über Anschaffungskosten: Wertsteigerungen dürfen nicht über die ursprünglichen AK hinaus erfasst werden
  • Fehlende Drohverlustrückstellungen: Verlustaufträge müssen sofort berücksichtigt werden
  • Unzureichende Einzelbewertung: Jede Forderung muss einzeln geprüft werden
  • Methodenwechsel ohne Begründung: Änderungen müssen im Anhang dokumentiert werden
  • Nicht dokumentierte Wahlrechte: Bewertungsentscheidungen müssen nachvollziehbar sein

Hinweis

Mit OnlineBilanz erstellen Sie Ihren Jahresabschluss 2026 rechtssicher und automatisch nach allen Bewertungsgrundsätzen. Die Software führt Sie Schritt für Schritt durch die Bewertung und weist auf kritische Positionen hin.

Nach Fertigstellung muss der Jahresabschluss 2026 innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag 31.12.2025 beim Unternehmensregister offengelegt werden (§ 325 HGB). Versäumen Sie diese Frist, drohen Ordnungsgelder nach § 335 HGB.

Größenabhängige Fristen 2026

Größenklasse Feststellungsfrist Offenlegungsfrist Rechtsgrundlage
Kleinstgesellschaft 11 Monate 12 Monate § 42a GmbHG, § 325 HGB
Kleine GmbH 11 Monate 12 Monate § 42a GmbHG, § 325 HGB
Mittelgroße GmbH 8 Monate 12 Monate § 42a GmbHG, § 325 HGB
Große GmbH 8 Monate 12 Monate § 42a GmbHG, § 325 HGB

Häufig gestellte Fragen

Welche Bewertungsgrundsätze gelten im Jahresabschluss 2026?

Im Jahresabschluss 2026 gelten die Bewertungsgrundsätze aus § 252 HGB: Vorsichtsprinzip, Realisationsprinzip, Imparitätsprinzip, Stetigkeitsprinzip, Einzelbewertungsprinzip und Fortführungsprinzip. Diese Grundsätze sind für alle Kapitalgesellschaften verbindlich und bestimmen, wie Vermögensgegenstände und Schulden zu bewerten sind.

Was ist der Unterschied zwischen Realisations- und Imparitätsprinzip?

Das Realisationsprinzip besagt, dass Gewinne erst bei Realisierung (Lieferung/Leistung) ausgewiesen werden dürfen. Das Imparitätsprinzip verlangt dagegen, dass Verluste sofort zu erfassen sind, auch wenn sie noch nicht realisiert sind. Diese asymmetrische Behandlung schützt Gläubiger vor zu optimistischen Bilanzen.

Wann darf von den Bewertungsgrundsätzen abgewichen werden?

Nach § 252 Abs. 2 HGB darf nur in begründeten Ausnahmefällen von den Bewertungsgrundsätzen abgewichen werden. Jede Abweichung muss im Anhang angegeben und begründet werden (§ 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB). Zulässige Gründe sind beispielsweise Rechtsänderungen oder wesentliche Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse.

Was passiert bei Verstößen gegen Bewertungsgrundsätze?

Verstöße gegen Bewertungsgrundsätze können zu fehlerhaften Jahresabschlüssen führen. Dies kann Ordnungsgelder nach § 335 HGB (500-25.000 Euro), Steuernachforderungen und Haftungsrisiken für die Geschäftsführung zur Folge haben. Zudem droht Ablehnung der Offenlegung beim Unternehmensregister.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 252 HGB – Allgemeine Bewertungsgrundsätze, § 253 HGB – Zugangs- und Folgebewertung, § 325 HGB – Offenlegung, Unternehmensregister – Offenlegung Jahresabschluss. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Entbindungs­vollmacht digital

Zwei‑Klick‑Unterschrift per SignRequest. Erlaubt uns, mit Ihrem alten Steuerberater zu sprechen.

2 MinutenRechtssicher nach § 203 StGB
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Wir kontaktieren Ihren alten Steuerberater

Persönlich, professionell, kollegial. Sie müssen kein Wort mehr mit ihm wechseln.

5 – 10 WerktageVertraulich & kollegial
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Datenübernahme per DATEV‑Datenträger

Alle Buchungen, Salden & Jahresabschlüsse der letzten 10 Jahre — 1 : 1 in unser System.

Automatisch§ 146 AO archivierungspflichtig
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Ihr Steuerberater meldet sich mit einem Plan

Onboarding‑Call, Fristencheck, offene Beratungspunkte. Ab Tag 1 produktiv.

Binnen 1 WerktagErstberatung im Festpreis
Wählen Sie Ihre aktuelle Software
lexoffice
sevDesk
Addison
BMD
B'Butler
+ andere Software

So funktioniert die Migration DATEV → OnlineBilanz

Alle gängigen Buchhaltungsprogramme können einen DATEV‑kompatiblen Export erzeugen (Buchungssätze, Salden, Stammdaten im DATEV‑Format). Sie erstellen die Datei in Ihrer Software, laden sie in unser Portal hoch — wir importieren den Rest.

    Ihr Aufwand: ca. 5 Minuten. Export erzeugen, Datei in unser Portal ziehen — fertig.

    Unser Mandantenportal Im Festpreis bereits enthalten.

    Kein separater Vertrag, keine Lizenzgebühren, keine Einrichtungskosten. Belege hochladen, Bank verbinden — der Rest läuft im Hintergrund.

    0 €Zusatzkosten
    Server DE DSGVO GoBD‑konform
    Belege per Foto oder E‑MailEinfach abfotografieren oder weiterleiten — wir erfassen automatisch.
    Bank‑Auto‑Import (PSD2)Alle Umsätze werden täglich automatisch eingelesen.
    Direkter Chat mit Ihrem SteuerberaterKeine Wartezeiten am Telefon, keine E‑Mail‑Ping‑Pong.
    Fristen‑DashboardUSt‑VA, Jahresabschluss, Lohnsteuer — alles auf einen Blick.
    Verhaltensökonomie · Warum Unternehmer bleiben

    Drei Denkfehler,
    die Sie jedes Jahr Tausende Euro kosten.

    Sie wissen längst, dass Ihr Steuerberater zu teuer, zu langsam oder zu wenig erreichbar ist. Trotzdem bleiben Sie. Die Verhaltens­forschung kennt die Gründe — und sie sind kein Zufall.

    01 · Der Gewohnheits­reflex
    68 %Bleiben beim Altentrotz Unzufriedenheit

    Status‑quo‑Bias

    „Er kennt unsere Zahlen seit Jahren.“ — Genau dieses Argument sorgt dafür, dass 68 % der Unternehmer bei ihrem Steuerberater bleiben, obwohl sie unzufrieden sind. Der Status quo fühlt sich sicher an — er ist es aber nicht. Er kostet Sie nur nicht auffallend Geld.

    Samuelson & ZeckhauserJournal of Risk and Uncertainty, 1988
    02 · Die Wechsel­angst
    2,25×Verlust wiegt schwererals gleich hoher Gewinn

    Verlustaversion

    Der Gedanke „Was, wenn etwas schiefgeht?“ wiegt in Ihrem Kopf 2,25‑mal so schwer wie die reale Ersparnis durch einen günstigeren, besseren Steuerberater. Deshalb übernehmen wir das Risiko: Entbindung, Datenübernahme, Kollegen­gespräch — alles im Festpreis.

    Kahneman & TverskyProspect Theory · Nobelpreis, 1979
    03 · Die Loyalitäts­falle
    12 J.Durchschnittliche Bindungan den alten Steuerberater

    Sunk‑Cost‑Fallacy

    „So lange dabei — jetzt lohnt sich der Wechsel nicht mehr.“ Falsch. Die 12 Jahre, die Sie bereits zu viel gezahlt haben, kommen nicht zurück. Aber jedes weitere Jahr kostet Sie erneut. Vergangene Investitionen sind kein rationaler Grund weiterzuzahlen.

    Arkes & BlumerOrganizational Behavior & Human Decision Processes, 1985
    Die rationale Entscheidung

    Wir haben alle drei Hürden für Sie abgebaut.

    0 € Wechselgebühr — kein Verlust.   2 Minuten digitale Entbindungs­vollmacht — kein Aufwand.   Transparenter Festpreis — keine Unsicherheit. Alles, was Sie noch entscheiden müssen: jetzt statt nächstes Jahr.

    Trustpilot
    4,8 / 5,0 · 87+ Bewertungen
    Jetzt wechseln
    Kontakt & häufige Fragen

    Ihre Fragen.
    Unsere Antworten.

    Wie melde ich mich an?

    Alles online — in vier Schritten:

    • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
    • Angebot bestätigen
    • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
    • Sofort mit dem Upload starten

    Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

    Wie schnell kann ich loslegen?

    Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

    Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

    Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

    Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

    Welche Daten muss ich bereitstellen?

    In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

    Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

    Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

    Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

    Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

    Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

    Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

    Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

    Wie lange dauert der Jahresabschluss?

    Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

    • Standard — ca. 4 Wochen
    • Schnell — ca. 2 Wochen
    • Blitz — ca. 1 Woche

    Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

    Wer prüft den Abschluss fachlich?

    Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

    Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

    Was kostet der Jahresabschluss?

    Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

    Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

    Sind die Preise verbindlich?

    Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

    Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

    Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

    Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

    Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

    Gibt es ein Dauermandat?

    Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

    Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

    Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

    Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

    Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

    Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

    Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

    Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

    Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

    Habe ich einen festen Ansprechpartner?

    Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

    Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

    Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

    Wie sicher sind meine Daten?

    Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

    Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

    Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

    Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

    Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

    Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

    Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

    Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

    Wie lange werden meine Daten gespeichert?

    Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

    GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
    DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
    Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
    Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
    Ben
    Ben
    KI-Steuerberater