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OnlineBilanzBlogGrundlagen Jahresabschluss

Grundlagen Jahresabschluss 2026 – GoB, § 252 HGB, Bewertungsgrundsätze – Alles Wichtige

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Grundlagen des Jahresabschlusses bauen auf den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) und den Bewertungsgrundsätzen des HGB auf. Wer diese Prinzipien versteht, begreift, warum bestimmte Buchungen und Bewertungen Pflicht sind — und warum Abweichungen im Anhang zu erläutern sind. Dieser Leitfaden zeigt die zentralen Grundprinzipien für die Erstellung eines rechtssicheren Jahresabschlusses 2026.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit die Abgabe des Jahresabschlusses reibungslos und fristgerecht erfolgt.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Der Jahresabschluss nach HGB basiert auf den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) und den zehn Bewertungsgrundsätzen des § 252 HGB. Zentrale Prinzipien sind Bilanzidentität, Einzelbewertung, Vorsicht, Periodenabgrenzung und Going Concern. Diese Grundlagen gelten für alle Kapitalgesellschaften und bilden das Fundament für rechtssichere Bilanzierung.

Was sind Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung?

Die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) sind teils kodifizierte, teils ungeschriebene Regeln, die sicherstellen, dass Buchführung und Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln.

Sie entstammen der kaufmännischen Praxis, der Rechtsprechung und sind teilweise im HGB normiert. Alle Kaufleute sind nach § 238 HGB verpflichtet, Bücher zu führen, die einem sachverständigen Dritten in angemessener Zeit einen Überblick über Geschäftsvorfälle und Lage ermöglichen.

Hinweis

Die GoB gelten für alle Kaufleute, unabhängig von Rechtsform oder Größe. Für Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) werden sie durch zusätzliche Vorschriften in §§ 264 ff. HGB konkretisiert.

Funktionen der GoB

  • Dokumentationsfunktion: Lückenlose Aufzeichnung aller Geschäftsvorfälle
  • Informationsfunktion: Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes
  • Ausschüttungsbemessungsfunktion: Grundlage für Gewinnverteilung
  • Steuerbemessungsfunktion: Basis für steuerliche Gewinnermittlung (Maßgeblichkeitsprinzip)

Gesetzliche Grundlagen im HGB

Das HGB enthält ein systematisches Regelwerk für Buchführung und Jahresabschluss. Die wichtigsten Vorschriften finden sich im Dritten Buch des HGB.

Paragraph Regelungsgegenstand
§ 238 HGB Buchführungspflicht für Kaufleute
§ 239 HGB Führung der Handelsbücher
§ 240 HGB Inventar
§ 242 HGB Pflicht zur Aufstellung von Bilanz
§ 243 HGB Aufstellungsgrundsatz, Unterzeichnung
§ 246 HGB Vollständigkeitsgebot
§ 247 HGB Inhalt der Bilanz
§ 252 HGB Allgemeine Bewertungsgrundsätze
§ 253 HGB Zugangs- und Folgebewertung
§ 264 HGB Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses (Kapitalgesellschaften)

Für Kapitalgesellschaften gelten darüber hinaus ergänzende Vorschriften der §§ 264–289f HGB sowie spezielle Gliederungsschemata nach § 266 HGB (Bilanz) und § 275 HGB (GuV).

Die 10 Bewertungsgrundsätze nach § 252 HGB

§ 252 Abs. 1 HGB kodifiziert zehn zentrale Bewertungsgrundsätze, die bei der Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden zu beachten sind. Sie gelten für alle bilanzierenden Unternehmen und dürfen nur in begründeten Ausnahmefällen durchbrochen werden.

1. Bilanzidentität

Die Wertansätze in der Eröffnungsbilanz müssen mit denen der Schlussbilanz des Vorjahres übereinstimmen (§ 252 Abs. 1 Nr. 1 HGB).

2. Going Concern

Bei der Bewertung ist von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen (Nr. 2).

3. Einzelbewertung

Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln zu bewerten (Nr. 3).

Achtung

Abweichungen von den Bewertungsgrundsätzen sind nur in begründeten Ausnahmefällen zulässig und müssen im Anhang nach § 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB angegeben und begründet werden.

Bilanzidentität und Bilanzzusammenhang

Der Grundsatz der Bilanzidentität (§ 252 Abs. 1 Nr. 1 HGB) verlangt, dass die Wertansätze der Eröffnungsbilanz mit denen der Schlussbilanz des Vorjahres übereinstimmen. Dies gewährleistet die Bilanzkontinuität und verhindert willkürliche Wertsprünge zwischen den Geschäftsjahren.

Praktische Umsetzung

  • Jeder Bilanzposten zum 31.12.2025 muss identisch als Eröffnungswert zum 01.01.2026 übernommen werden
  • Dies gilt für alle Vermögensgegenstände, Eigenkapitalpositionen und Schulden
  • Nachträgliche Änderungen der Vorjahresbilanz erfordern eine Bilanzberichtigung nach § 4 Abs. 2 EStG
  • Änderungen aufgrund geänderter Rechtsauffassung können als Bilanzänderung zulässig sein

Hinweis

Der Bilanzzusammenhang erstreckt sich auf die gesamte Lebensdauer der Gesellschaft: Von der Eröffnungsbilanz bei Gründung bis zur Schlussbilanz bei Liquidation müssen alle Bilanzen nahtlos ineinandergreifen.

Ausnahmen vom Grundsatz der Bilanzidentität

Zulässige Durchbrechungen der Bilanzidentität sind nur in eng begrenzten Fällen möglich, etwa bei Rechtsformwechsel, Verschmelzung oder gesetzlichen Neuregelungen mit Rückwirkung. Solche Anpassungen sind stets im Anhang zu erläutern.

Grundsatz der Einzelbewertung

Nach § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB sind Vermögensgegenstände und Schulden am Abschlussstichtag einzeln zu bewerten. Jeder Vermögensgegenstand ist also isoliert zu betrachten und mit seinem individuellen Wert anzusetzen.

Dieser Grundsatz verhindert die Kompensation von stillen Reserven und stillen Lasten und stellt sicher, dass jeder Bilanzposten seinen eigenen, objektiv nachvollziehbaren Wert erhält.

Durchbrechungen des Einzelbewertungsgrundsatzes

Das Gesetz lässt in bestimmten Fällen Ausnahmen zu, wenn die Einzelbewertung wirtschaftlich nicht sinnvoll oder praktikabel ist:

Bewertungsvereinfachung Rechtsgrundlage Anwendungsbereich
Festwert § 240 Abs. 3 HGB Sachanlagen mit regelmäßigem Ersatz (z.B. Werkzeuge, Behälter)
Gruppenbewertung § 240 Abs. 4 HGB Gleichartige Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens
Durchschnittsbewertung § 240 Abs. 4 HGB Vorräte, bei denen Einzelzuordnung unwirtschaftlich
Verbrauchsfolgeverfahren § 256 HGB Lifo, Fifo bei Vorratsbewertung

„In der Praxis wird die Gruppenbewertung häufig bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen angewandt. Wichtig ist, dass die gewählte Methode stetig beibehalten und im Anhang dokumentiert wird.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Vorsichtsprinzip und Imparitätsprinzip

Das Vorsichtsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) ist einer der tragenden Grundsätze der HGB-Bilanzierung. Es verlangt, dass alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt werden — selbst wenn sie erst zwischen Bilanzstichtag und Bilanzaufstellung bekannt werden.

Imparitätsprinzip als Ausprägung

Das Imparitätsprinzip konkretisiert das Vorsichtsprinzip durch eine asymmetrische Behandlung von Gewinnen und Verlusten:

Realisationsprinzip

Gewinne dürfen erst dann ausgewiesen werden, wenn sie durch Umsatzakt realisiert sind (Lieferung, Leistungserbringung). Erwartete Gewinne werden nicht antizipiert.

Verlustantizipation

Verluste und Risiken müssen bereits berücksichtigt werden, sobald sie vorhersehbar sind — unabhängig davon, ob sie bereits realisiert wurden (drohende Verluste aus schwebenden Geschäften).

Praktische Anwendungen

  • Drohverlustrückstellung: Bei schwebenden Geschäften mit negativem Erfüllungssaldo nach § 249 Abs. 1 HGB
  • Außerplanmäßige Abschreibungen: Bei dauerhafter Wertminderung nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB
  • Einzelwertberichtigungen: Bei zweifelhaften Forderungen
  • Pauschalwertberichtigungen: Für allgemeines Ausfallrisiko im Forderungsbestand

Achtung

Übervorsichtige Bewertung ist nicht zulässig: Das Vorsichtsprinzip darf nicht zur Bildung stiller Reserven missbraucht werden. Der Jahresabschluss muss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermitteln (§ 264 Abs. 2 HGB).

Periodenabgrenzung und Stichtagsprinzip

Der Grundsatz der Periodenabgrenzung (§ 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB) verlangt, dass Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss zu erfassen sind.

Dies ist eine zentrale Ausprägung des Prinzips der Periodenabgrenzung (accrual principle) und stellt sicher, dass der Jahresabschluss die wirtschaftliche Leistung der Periode abbildet — nicht nur die Zahlungsströme.

Instrumente der Periodenabgrenzung

Instrument Rechtsgrundlage Zweck
Aktive Rechnungsabgrenzung § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor Stichtag, Aufwand nach Stichtag
Passive Rechnungsabgrenzung § 250 Abs. 2 HGB Einnahmen vor Stichtag, Ertrag nach Stichtag
Rückstellungen § 249 HGB Ungewisse Verbindlichkeiten, drohende Verluste
Sonstige Forderungen/Verbindlichkeiten § 266 HGB Leistungserbringung ohne Zahlungsfluss

Stichtagsprinzip

Das Stichtagsprinzip ergänzt die Periodenabgrenzung: Nur Vermögensgegenstände und Schulden, die am Bilanzstichtag (31.12.2025) tatsächlich bestehen, dürfen bilanziert werden. Künftige Ereignisse werden nur berücksichtigt, wenn sie rechtlich oder wirtschaftlich bereits am Stichtag verursacht waren.

Hinweis

Wertaufhellende Tatsachen, die zwischen Bilanzstichtag (31.12.2025) und Bilanzaufstellung bekannt werden, müssen berücksichtigt werden, wenn sie Verhältnisse betreffen, die bereits am Stichtag bestanden. Wertbegründende Tatsachen nach dem Stichtag bleiben hingegen unberücksichtigt.

Bewertungsstetigkeit und Methodenwahl

Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB) verpflichtet Unternehmen, die im Vorjahr angewandten Bewertungsmethoden beizubehalten. Dies dient der zeitlichen Vergleichbarkeit der Jahresabschlüsse.

Bewertungsstetigkeit bedeutet, dass einmal gewählte Ansatz- und Bewertungsmethoden nicht willkürlich gewechselt werden dürfen. Sie gewährleistet, dass Jahresabschlüsse mehrerer Perioden miteinander vergleichbar bleiben.

Bereiche der Bewertungsstetigkeit

  • Abschreibungsmethoden: Linear, degressiv, leistungsbezogen (§ 253 Abs. 3 HGB)
  • Verbrauchsfolgeverfahren: Lifo, Fifo, Durchschnittsmethode (§ 256 HGB)
  • Herstellungskosten: Einbeziehung oder Nichteinbeziehung von Wahlbestandteilen
  • Rückstellungsbewertung: Ansatz von Kostensteigerungen, Diskontierungszinssätze

Zulässige Methodenwechsel

Ein Methodenwechsel ist nur bei Vorliegen sachlicher Gründe zulässig. Bloße Ergebnisoptimierung rechtfertigt keinen Wechsel.

  • Änderung der tatsächlichen Verhältnisse (z.B. neue Produktionsverfahren)
  • Gesetzesänderungen oder neue höchstrichterliche Rechtsprechung
  • Verbesserung der Aussagekraft des Jahresabschlusses
  • Anpassung an international übliche Bewertungsmethoden

Achtung

Jeder Methodenwechsel ist im Anhang nach § 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB anzugeben, zu begründen und in seinen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage darzustellen.

„Bei Methodenwechseln prüfen wir immer: Ist der Wechsel sachlich gerechtfertigt? Kann er plausibel begründet werden? Sind die Auswirkungen im Anhang ausreichend erläutert? Nur dann ist er handelsrechtlich zulässig.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Going Concern-Prinzip

Das Going Concern-Prinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) fordert, bei der Bewertung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Diese Prämisse ist fundamental für die gesamte Bewertung: Sie rechtfertigt den Ansatz von Vermögensgegenständen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten statt zu Liquidationswerten und erlaubt die zeitliche Verteilung von Aufwendungen (Abschreibungen, Rückstellungen).

Wann liegt keine Unternehmensfortführung vor?

  • Insolvenzantrag: Überschuldung nach § 19 InsO, Zahlungsunfähigkeit nach § 17 InsO
  • Beschlossene Liquidation: Gesellschafterbeschluss zur Auflösung der Gesellschaft
  • Rechtliche Hindernisse: Entzug der Gewerbeerlaubnis, Widerruf behördlicher Genehmigungen
  • Tatsächliche Unmöglichkeit: Wegfall des Geschäftsmodells, fehlende Finanzierung ohne Aussicht auf Sanierung

Folgen bei fehlender Going Concern-Prämisse

Wenn die Unternehmensfortführung nicht mehr angenommen werden kann, ist eine Liquidationsbilanz aufzustellen. Darin werden Vermögensgegenstände zu Veräußerungswerten und Schulden zu Erfüllungsbeträgen (inkl. vorzeitiger Ablösung) angesetzt.

Achtung

Der Geschäftsführer einer GmbH ist verpflichtet, bei Zweifeln an der Unternehmensfortführung einen Überschuldungsstatus nach § 19 InsO zu erstellen. Bei Überschuldung oder drohender Zahlungsunfähigkeit besteht eine Insolvenzantragspflicht nach § 15a InsO. Diese Prüfung erfolgt üblicherweise im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses der GmbH, bei dem die wirtschaftliche Lage des Unternehmens systematisch bewertet wird.

Hinweis

Im Lagebericht ist nach § 289 Abs. 1 HGB auf Risiken einzugehen, die die Unternehmensfortführung gefährden können (Bestandsgefährdungen). Bei bestehenden Unsicherheiten ist dies auch im Anhang nach § 285 Nr. 32 HGB anzugeben.

Dokumentation und Anhangangaben

Die Einhaltung der Bewertungsgrundsätze ist nicht nur rechtliche Pflicht, sondern muss auch im Anhang nach §§ 284, 285 HGB dokumentiert werden. Der Anhang ist integraler Bestandteil des Jahresabschlusses.

Pflichtangaben zu Bewertungsgrundsätzen

Pflichtangabe Rechtsgrundlage Inhalt
Angewandte Bewertungsmethoden § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB Darstellung der bei der Bewertung angewandten Methoden
Abweichungen § 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB Abweichungen von Bewertungsmethoden mit Begründung und Auswirkungen
Anlagevermögen § 284 Abs. 3 HGB Entwicklung und Bewertung der einzelnen Posten
Abschreibungen § 285 Nr. 8 HGB Gesamtbetrag der Abschreibungen getrennt nach Anlage- und Umlaufvermögen
Rückstellungen § 285 Nr. 12 HGB Erläuterung der Entwicklung der einzelnen Rückstellungsposten

Größenabhängige Erleichterungen

Nach § 288 HGB können kleine Kapitalgesellschaften i.S.d. § 267 Abs. 1 HGB den Anhang in wesentlichen Teilen verkürzen. Bestimmte Kernangaben wie Bewertungsmethoden und Abweichungen bleiben aber auch für kleine Gesellschaften verpflichtend.

§ 252 HGB

10 Bewertungsgrundsätze

§§ 284-285 HGB

Anhangangaben

31.12.2025

Bilanzstichtag 2026

Hinweis

Seit dem DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung des Jahresabschlusses ausschließlich beim Unternehmensregister — nicht mehr beim Bundesanzeiger. Die Frist beträgt 12 Monate nach Bilanzstichtag (§ 325 HGB).

Häufig gestellte Fragen

Was sind die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB)?

Die GoB sind teils kodifizierte, teils ungeschriebene Regeln, die sicherstellen, dass Buchführung und Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermitteln. Sie umfassen Prinzipien wie Klarheit, Vollständigkeit, Wahrheit, Vorsicht und Einzelbewertung. Die wichtigsten sind in § 252 HGB normiert. Sie gelten für alle Kaufleute und werden für Kapitalgesellschaften durch §§ 264 ff. HGB konkretisiert.

Was besagt das Vorsichtsprinzip nach § 252 HGB?

Das Vorsichtsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) verlangt, dass alle vorhersehbaren Risiken und Verluste berücksichtigt werden müssen. Es wird konkretisiert durch das Imparitätsprinzip: Gewinne dürfen erst nach Realisierung ausgewiesen werden, während Verluste bereits bei Bekanntwerden zu erfassen sind. Dies führt zu Instrumenten wie Drohverlustrückstellungen und außerplanmäßigen Abschreibungen bei dauerhafter Wertminderung.

Wann darf von den Bewertungsgrundsätzen abgewichen werden?

Abweichungen von den Bewertungsgrundsätzen des § 252 HGB sind nur in begründeten Ausnahmefällen zulässig (§ 252 Abs. 2 HGB). Jede Abweichung muss im Anhang nach § 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB angegeben, begründet und in ihren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt werden. Willkürliche Abweichungen sind unzulässig und können zur Nichtigkeit des Jahresabschlusses führen.

Was bedeutet das Going Concern-Prinzip in der Praxis?

Das Going Concern-Prinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) bedeutet, dass bei der Bewertung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen wird. Dies rechtfertigt den Ansatz zu Anschaffungs-/Herstellungskosten statt Liquidationswerten. Bei Insolvenz, beschlossener Liquidation oder fehlender Finanzierung ist eine Liquidationsbilanz zu erstellen. Zweifel an der Fortführung sind im Lagebericht und Anhang anzugeben.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 252 HGB – Allgemeine Bewertungsgrundsätze, § 264 HGB – Pflicht zur Aufstellung, § 284 HGB – Erläuterung der Bilanz und GuV, Unternehmensregister – Offenlegung. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
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  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
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Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

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Sind die Preise verbindlich?

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Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

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Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

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Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

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Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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KI-Assistenz