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Summe Aktiva604.320 €
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A. Eigenkapital
Stammkapital25.000 €
Gewinnrücklagen156.200 €
Jahresüberschuss184.320 €
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Datum

Lesedauer

11–17 Minuten


OnlineBilanzBlogAbrechnung Gastronomie

Abrechnung Gastronomie 2026: Buchhaltung täglich, monatlich, jährlich

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Abrechnung in der Gastronomie erfordert täglich präzise Kassenführung, monatliche Lohn- und Steuerabrechnung sowie einen ordnungsgemäßen Jahresabschluss. Das Finanzamt prüft Gastronomiebetriebe besonders intensiv, da täglich hohe Bareinnahmen anfallen. Eine digitale Buchhaltung für die Gastronomie hilft dabei, alle Vorgaben GoBD-konform zu erfüllen. Für 2026 gelten zudem neue Anforderungen an digitale Buchhaltung durch E-Rechnungspflicht und erweiterte GoBD-Vorgaben. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Abrechnungspflichten für Restaurants, Cafés und Hotels gelten und wie Sie diese rechtssicher erfüllen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

In der Gastronomie fallen täglich Kassenabrechnung und Belegerfassung an, monatlich Lohnabrechnung und Umsatzsteuervoranmeldung sowie jährlich der Jahresabschluss. Fehlerhafte Abrechnungen führen zu Betriebsprüfungen. Eine strukturierte Buchhaltung für die Gastronomie ist gesetzlich vorgeschrieben und schützt vor Ordnungsgeldern nach § 335 HGB.

Was umfasst die Abrechnung in der Gastronomie?

Die Abrechnung in der Gastronomie umfasst alle Abrechnungsprozesse, die regelmäßig im Betrieb durchgeführt werden müssen. Dabei wird zwischen täglichen, monatlichen und jährlichen Aufgaben unterschieden.

Diese drei Ebenen bilden ein zusammenhängendes System: Wer die tägliche Abrechnung sorgfältig erledigt, reduziert den Aufwand am Monatsende. Eine konsequente monatliche Abrechnung schafft wiederum die Grundlage für einen reibungslosen Jahresabschluss.

Täglich

Kassenabrechnung, Belegerfassung, Bargeldabgleich, TSE-Protokollierung

Monatlich

Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Buchführung, Kontenabstimmung

Jährlich

Jahresabschluss, Steuererklärung, Inventur, Offenlegung beim Unternehmensregister

Hinweis

Das Finanzamt prüft Gastronomiebetriebe besonders intensiv, da täglich hohe Bareinnahmen anfallen. Lückenlose und nachvollziehbare Dokumentation ist deshalb unverzichtbar.

Tägliche Abrechnung in der Gastronomie

Die tägliche Abrechnung bildet die Basis aller weiteren Buchhaltungsaufgaben. Sie muss vollständig, korrekt und nachvollziehbar sein, um den Anforderungen der Finanzverwaltung zu genügen.

Kassenabrechnung am Ende des Geschäftstags

Am Ende jedes Geschäftstags müssen alle Bareinnahmen vollständig erfasst werden. Anschließend gleichen Sie das Kassensoll – den rechnerischen Bargeldbestand im Kassenbuch – mit dem tatsächlich vorhandenen Kassenbestand ab.

Beide Werte müssen übereinstimmen. Weichen sie voneinander ab, ist die Ursache sofort zu ermitteln und zu dokumentieren. Nicht erklärte Kassendifferenzen fallen bei Betriebsprüfungen sofort auf und führen zu Hinzuschätzungen.

  • Kassenbestand zählen und dokumentieren
  • Z-Bon aus Registrierkasse drucken
  • Kassensoll mit Kassenist vergleichen
  • Differenzen protokollieren und begründen
  • Tageslosung im Kassenbuch eintragen
  • Bargeld sicher verwahren oder zur Bank bringen

Belegerfassung und digitale Archivierung

Alle Belege des Tages – Lieferantenrechnungen, Quittungen, Kassenbelege – müssen sofort gesammelt und geordnet werden. Moderne digitale Lösungen ermöglichen es, Belege direkt per Smartphone zu fotografieren und digital zu speichern.

Seit 2020 gilt nach § 146a AO die Belegausgabepflicht. Für jeden Verkauf muss ein Kassenbon ausgegeben werden, unabhängig davon, ob der Kunde diesen verlangt oder nicht.

Achtung

Verstöße gegen die Belegausgabepflicht können mit Bußgeldern bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Die Pflicht gilt für alle elektronischen Kassensysteme.

Monatliche Abrechnung in der Gastronomie

Am Ende jedes Monats fallen weitere Abrechnungsaufgaben an, die auf der täglichen Abrechnung aufbauen. Diese monatlichen Pflichten sind gesetzlich vorgeschrieben und dürfen nicht aufgeschoben werden.

Umsatzsteuervoranmeldung

Die Umsatzsteuervoranmeldung muss nach § 18 UStG monatlich oder vierteljährlich elektronisch an das Finanzamt übermittelt werden. In der Gastronomie gilt für Speisen der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent, für Getränke der Regelsteuersatz von 19 Prozent.

Die Frist zur Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung endet am 10. des Folgemonats. Bei Zahllast muss die Umsatzsteuer bis zu diesem Termin an das Finanzamt überwiesen werden.

Laufende Buchführung und Kontenabstimmung

Alle Geschäftsvorfälle des Monats müssen zeitnah verbucht werden. Dazu gehören Einnahmen, Ausgaben, Lohnkosten, Bankbewegungen und Kreditkartenumsätze. Mindestens einmal monatlich sollten alle Konten abgestimmt werden.

Eine regelmäßige Abstimmung der Bank- und Kassenkonten verhindert, dass sich Fehler summieren und erst am Jahresende auffallen. Die laufende Buchhaltung ist außerdem Voraussetzung für ein aussagekräftiges Controlling.

Bankkonten abstimmen

Kontoauszüge vollständig verbuchen, offene Posten klären, Soll-Ist-Vergleich durchführen

Kasse abstimmen

Tageslosungen summieren, Privatentnahmen buchen, Kassendifferenzen dokumentieren

Jährliche Abrechnung: Jahresabschluss und Steuererklärungen

Die jährliche Abrechnung umfasst die Erstellung des Jahresabschlusses sowie die Übermittlung der Steuererklärungen. Für Kapitalgesellschaften (GmbH, UG) gelten besondere Pflichten nach HGB.

Jahresabschluss nach § 242 HGB

Kapitalgesellschaften in der Gastronomie müssen nach § 242 HGB einen Jahresabschluss bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erstellen. Für kleine Kapitalgesellschaften gelten Erleichterungen nach § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB.

Der Jahresabschluss muss innerhalb bestimmter Fristen festgestellt und beim Unternehmensregister offengelegt werden. Verstöße führen zu Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB mit Bußgeldern zwischen 500 und 25.000 Euro.

11 Monate

Feststellungsfrist kleine GmbH

12 Monate

Offenlegungsfrist § 325 HGB

31.12.2025

Bilanzstichtag 2026

Inventur und Wareneinsatzermittlung

Zum Bilanzstichtag muss eine vollständige Inventur durchgeführt werden. In der Gastronomie betrifft dies vor allem Lebensmittel, Getränke, Verbrauchsmaterialien und Anlagevermögen.

Die Inventur dient der Ermittlung des Wareneinsatzes und der Bewertung des Vorratsvermögens. Die Wareneinsatzquote ist eine wichtige Kennzahl für die Rentabilität eines Gastronomiebetriebs.

Hinweis

Die Wareneinsatzquote sollte in der Gastronomie zwischen 25 und 35 Prozent liegen. Liegt sie deutlich höher, deutet dies auf Schwund, Diebstahl oder kalkulatorische Probleme hin.

Besonderheiten der Kassenführung in der Gastronomie

Die Kassenführung in der Gastronomie unterliegt strengen gesetzlichen Anforderungen. Seit 2020 gilt für elektronische Kassensysteme die Pflicht zur technischen Sicherheitseinrichtung (TSE).

Technische Sicherheitseinrichtung (TSE)

Nach § 146a AO müssen elektronische Kassensysteme seit dem 1. Januar 2020 mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung ausgestattet sein. Die TSE protokolliert alle Kassenvorgänge manipulationssicher.

Jeder Kassenvorgang erhält eine eindeutige Transaktionsnummer und wird mit einem Zeitstempel versehen. Diese Daten müssen 10 Jahre lang aufbewahrt werden und bei Betriebsprüfungen digital zur Verfügung gestellt werden.

  • Zertifizierte TSE installieren und aktivieren
  • Kassenjournal täglich sichern
  • DSFinV-K-Export für Betriebsprüfungen bereithalten
  • Ordnungsgemäße Belegausgabe sicherstellen
  • Kassennachschau-Bereitschaft gewährleisten

Kassennachschau nach § 146b AO

Seit 2018 kann das Finanzamt unangemeldet eine Kassennachschau durchführen. Dabei prüfen Betriebsprüfer vor Ort die Kassensysteme und verlangen Zugriff auf alle digitalen Aufzeichnungen.

Gastronomiebetriebe müssen auf eine Kassennachschau vorbereitet sein. Dazu gehört die vollständige und ordnungsgemäße Dokumentation aller Kassenvorgänge sowie die jederzeitige Verfügbarkeit aller digitalen Daten.

Achtung

Bei einer Kassennachschau muss der Betrieb sofort Zugriff auf alle Kassendaten gewähren. Fehlen Belege oder sind Aufzeichnungen unvollständig, kann das Finanzamt Umsätze hinzuschätzen.

Lohnabrechnung in der Gastronomie

Die Lohnabrechnung in der Gastronomie ist besonders komplex, da häufig Minijobber, Teilzeitkräfte, Aushilfen und Saisonkräfte beschäftigt werden. Hinzu kommen Besonderheiten wie Trinkgeldregelungen und Sonn- und Feiertagszuschläge.

Beschäftigungsformen und Sozialversicherung

In der Gastronomie sind verschiedene Beschäftigungsformen üblich: geringfügige Beschäftigung bis 538 Euro monatlich (Stand 2026), Teilzeitbeschäftigung und Vollzeitbeschäftigung. Für jede Form gelten unterschiedliche sozialversicherungsrechtliche Regelungen.

Minijobber müssen bei der Minijob-Zentrale gemeldet werden. Die Abgaben betragen pauschal etwa 30 Prozent des Lohns. Für sozialversicherungspflichtige Beschäftigte fallen zusätzlich Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung an.

Beschäftigungsform Monatslohn Sozialversicherung Meldepflicht
Minijob bis 538 Euro Pauschal ca. 30% Minijob-Zentrale
Midijob 538,01 – 2.000 Euro Reduzierte SV-Beiträge Krankenkasse
Vollzeit ab 2.000 Euro Volle SV-Beiträge Krankenkasse

Trinkgeldregelung

Trinkgelder, die Gäste direkt an das Personal zahlen, sind nach § 3 Nr. 51 EStG steuer- und sozialversicherungsfrei. Sie müssen nicht auf der Lohnabrechnung erscheinen.

Anders verhält es sich, wenn der Arbeitgeber das Trinkgeld einsammelt und später verteilt. In diesem Fall kann es sich um steuerpflichtigen Arbeitslohn handeln. Die Abgrenzung ist in der Praxis oft schwierig.

„Bei der Trinkgeldversteuerung kommt es auf die tatsächliche Handhabung an. Wird das Trinkgeld direkt vom Gast ans Personal gegeben, bleibt es steuerfrei. Sammelt der Arbeitgeber es ein, wird es kompliziert.”

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Umsatzsteuer in der Gastronomie

In der Gastronomie gelten besondere umsatzsteuerliche Regelungen. Die korrekte Anwendung der Steuersätze ist essentiell, um Fehler bei der Umsatzsteuervoranmeldung zu vermeiden.

Steuersätze für Speisen und Getränke

Nach § 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG gilt für die Abgabe von Speisen zum Verzehr vor Ort der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent. Für Getränke gilt grundsätzlich der Regelsteuersatz von 19 Prozent.

Ausnahmen bilden Getränke, die als Lebensmittel im Sinne des Lebensmittelrechts gelten, etwa Milch oder bestimmte Fruchtsäfte. Auch hier kann der ermäßigte Steuersatz greifen.

7% Umsatzsteuer

Speisen zum Verzehr vor Ort, Lieferungen außer Haus, Milch, Wasser ohne Kohlensäure

19% Umsatzsteuer

Alkoholische Getränke, Softdrinks, Mineralwasser, Kaffee, Tee, Säfte mit Zusätzen

Außer-Haus-Verkauf und Lieferung

Beim Außer-Haus-Verkauf gilt für Speisen ebenfalls der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent. Für Getränke bleibt es bei 19 Prozent. Diese Regelung gilt auch für Lieferdienste.

Moderne Kassensysteme sollten automatisch zwischen Verzehr vor Ort und Außer-Haus-Verkauf unterscheiden können. In der Praxis ist die korrekte Zuordnung oft schwierig und fehleranfällig.

Hinweis

Bei gemischten Bestellungen (z.B. Burger mit Getränk) müssen die unterschiedlichen Steuersätze korrekt ausgewiesen werden. Das Kassensystem muss diese Aufteilung automatisch vornehmen können.

Wareneinsatz und Kalkulation

Der Wareneinsatz ist eine der wichtigsten Kennzahlen in der Gastronomie. Er zeigt, wie viel Prozent des Umsatzes für Lebensmittel und Getränke aufgewendet werden.

Berechnung des Wareneinsatzes

Der Wareneinsatz wird nach folgender Formel berechnet: Anfangsbestand + Wareneinkäufe – Endbestand = Wareneinsatz. Die Wareneinsatzquote ergibt sich aus: (Wareneinsatz / Umsatz) × 100.

Eine hohe Wareneinsatzquote deutet auf Probleme hin: zu teure Einkaufspreise, zu niedrige Verkaufspreise, hoher Schwund oder Diebstahl. Branchenüblich sind Werte zwischen 25 und 35 Prozent.

25-35%

Optimale Wareneinsatzquote

> 40%

Kritische Wareneinsatzquote

Monatlich

Empfohlene Kontrolle

Kalkulation und Preisgestaltung

Eine professionelle Kalkulation ist in der Gastronomie unverzichtbar. Sie berücksichtigt Wareneinsatz, Personalkosten, Gemeinkosten und Gewinnmarge.

Als Faustregel gilt: Der Verkaufspreis sollte mindestens das Dreifache der Wareneinsatzkosten betragen. Bei Getränken sind höhere Aufschläge üblich, bei frischen Lebensmitteln können die Margen geringer ausfallen.

  • Rezepturen exakt dokumentieren und kalkulieren
  • Einkaufspreise regelmäßig prüfen und vergleichen
  • Portionsgrößen standardisieren
  • Wareneinsatzquote monatlich kontrollieren
  • Schwund und Verderb minimieren
  • Preise bei Kostensteigerungen anpassen

Jahresabschluss für Gastronomie-Kapitalgesellschaften

Gastronomiebetriebe in der Rechtsform einer GmbH oder UG (haftungsbeschränkt) sind nach § 242 HGB verpflichtet, einen Jahresabschluss zu erstellen. Dieser besteht mindestens aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung.

Größenklassen nach § 267 HGB

Die Größenklasse bestimmt den Umfang der Offenlegungspflichten. Kleine Kapitalgesellschaften dürfen nach § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB eine verkürzte Bilanz erstellen und müssen nach § 326 Abs. 1 HGB keine Gewinn- und Verlustrechnung offenlegen.

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Mitarbeiter
Klein ≤ 7,5 Mio. € ≤ 15 Mio. € ≤ 50
Mittelgroß ≤ 24 Mio. € ≤ 50 Mio. € ≤ 250
Groß > 24 Mio. € > 50 Mio. € > 250

Die meisten Gastronomiebetriebe fallen in die Kategorie der kleinen Kapitalgesellschaften. Sie müssen zwei der drei Schwellenwerte an zwei aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen überschreiten, um in die nächsthöhere Größenklasse zu wechseln.

Fristen für Feststellung und Offenlegung

Nach § 42a GmbHG muss der Jahresabschluss kleiner GmbHs innerhalb von 11 Monaten nach Bilanzstichtag festgestellt werden. Für den Bilanzstichtag 31.12.2025 endet die Frist somit am 30.11.2026.

Die Offenlegung beim Unternehmensregister muss nach § 325 HGB innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag erfolgen – spätestens also bis zum 31.12.2026. Seit dem DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister.

Achtung

Wird die Offenlegungsfrist versäumt, leitet das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein. Das Ordnungsgeld beträgt mindestens 500 Euro, maximal 25.000 Euro.

„Viele Gastronomiebetriebe versäumen die Offenlegungsfristen, weil sie die Abläufe nicht kennen. Dabei lässt sich die Offenlegung digital in wenigen Minuten erledigen – und spart hohe Ordnungsgelder.”

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Häufige Fehler in der Gastronomie-Buchhaltung

In der Praxis treten bei Gastronomiebetrieben immer wieder typische Fehler auf, die bei Betriebsprüfungen zu Nachzahlungen und Bußgeldern führen.

Fehlerhafte Kassenführung

Der häufigste Fehler ist eine unvollständige oder fehlerhafte Kassenführung. Nicht dokumentierte Kassendifferenzen, fehlende Tagesabschlüsse oder nachträgliche Korrekturen ohne Begründung führen regelmäßig zu Hinzuschätzungen.

Auch die fehlende oder fehlerhafte Implementierung der TSE ist ein häufiges Problem. Betriebe, die noch immer ohne zertifizierte Sicherheitseinrichtung arbeiten, riskieren hohe Bußgelder.

Falsche Umsatzsteuer-Zuordnung

Die Anwendung falscher Steuersätze ist ein weiterer häufiger Fehler. Werden Getränke fälschlicherweise mit 7 Prozent statt 19 Prozent versteuert, führt dies zu Umsatzsteuernachzahlungen plus Zinsen.

Auch bei gemischten Umsätzen (z.B. Catering, Events) ist die Zuordnung oft unklar. Hier sollte im Zweifel ein Steuerberater hinzugezogen werden.

Versäumte Offenlegungsfristen

Viele Gastronomiebetriebe in der Rechtsform der GmbH oder UG versäumen die Offenlegung des Jahresabschlusses beim Unternehmensregister. Dies führt automatisch zu einem Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB.

Die Offenlegung ist keine freiwillige Maßnahme, sondern eine zwingende gesetzliche Pflicht. Sie muss spätestens 12 Monate nach Bilanzstichtag erfolgen.

  • Tägliche Kassenabrechnung konsequent durchführen
  • TSE ordnungsgemäß installieren und warten
  • Umsatzsteuersätze korrekt im Kassensystem hinterlegen
  • Lohnabrechnungen fristgerecht erstellen und melden
  • Jahresabschluss rechtzeitig festellen lassen
  • Offenlegungsfrist beim Unternehmensregister einhalten

Häufig gestellte Fragen

Welche Kassenaufzeichnungen sind in der Gastronomie Pflicht?

In der Gastronomie müssen alle Bareinnahmen täglich vollständig erfasst und im Kassenbuch dokumentiert werden. Seit 2020 gilt für elektronische Kassensysteme die Pflicht zur technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) nach § 146a AO. Jeder Verkauf muss einen Kassenbon auslösen (Belegausgabepflicht). Am Ende des Tages ist ein Z-Bon zu drucken und das Kassensoll mit dem Kassenist abzugleichen. Kassendifferenzen müssen sofort dokumentiert und begründet werden.

Welche Umsatzsteuersätze gelten in der Gastronomie 2026?

Für Speisen zum Verzehr vor Ort sowie für Außer-Haus-Verkauf gilt nach § 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent. Für Getränke gilt grundsätzlich der Regelsteuersatz von 19 Prozent, mit Ausnahme von Milch und bestimmten Grundnahrungsmitteln. Moderne Kassensysteme müssen diese unterschiedlichen Steuersätze automatisch korrekt ausweisen können.

Wann muss ein Gastronomiebetrieb den Jahresabschluss offenlegen?

GmbHs und UGs in der Gastronomie müssen nach § 325 HGB den Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag beim Unternehmensregister offenlegen. Für den Bilanzstichtag 31.12.2025 endet die Frist am 31.12.2026. Kleine Kapitalgesellschaften müssen den Jahresabschluss nach § 42a GmbHG innerhalb von 11 Monaten feststellen. Verstöße führen zu Ordnungsgeldern nach § 335 HGB zwischen 500 und 25.000 Euro.

Wie wird der Wareneinsatz in der Gastronomie berechnet?

Der Wareneinsatz errechnet sich aus: Anfangsbestand + Wareneinkäufe – Endbestand = Wareneinsatz. Die Wareneinsatzquote ergibt sich aus (Wareneinsatz / Umsatz) × 100. In der Gastronomie sollte die Wareneinsatzquote zwischen 25 und 35 Prozent liegen. Höhere Werte deuten auf zu teure Einkaufspreise, zu niedrige Verkaufspreise, Schwund oder Diebstahl hin. Eine monatliche Kontrolle dieser Kennzahl ist empfehlenswert.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: Jahresabschluss erstellen, OnlineBilanz Startseite. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Standardpreis
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Bilanz mit Gewinn‑ und Verlustrechnung
254,00 €
127,00 €
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181,50 €
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Gewerbesteuererklärung
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Umsatzsteuererklärung
181,50 €
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Offenlegung beim Bundesanzeiger
100,00 €
15,34 €
Gesamtpreisinkl. 19 % MwSt.
1.069,21 €
499,95 €

Warum so günstig? Wir arbeiten hochgradig effizient: Routinearbeit übernimmt bei uns eine geprüfte KI, kontrolliert und freigegeben durch unsere Steuerberater. Die gesparte Zeit investieren wir in das, was wirklich zählt — persönliche Beratung, kostenlose Rückfragen und einen dauerhaften Preisvorteil, den wir direkt an Sie weitergeben.

Geld‑zurück‑Garantie. Wir sind von unserer Arbeit überzeugt — deshalb bieten wir ein unbegrenztes Widerrufsrecht. Solange wir die Bilanz noch nicht eingereicht haben, können Sie jederzeit widerrufen — ohne Angabe von Gründen und mit 100 % Rückerstattung. Keine Bindung, keine Kündigungsfrist.

Und Ihre Software?

Was Sie kennen, bleibt.
Was Sie brauchen, bekommen Sie.

Tag 0Heute
Tag 1 – 3Kontaktaufnahme
Tag 5 – 10Datenübernahme
Tag 11Sie starten
01

Entbindungs­vollmacht digital

Zwei‑Klick‑Unterschrift per SignRequest. Erlaubt uns, mit Ihrem alten Steuerberater zu sprechen.

2 MinutenRechtssicher nach § 203 StGB
02

Wir kontaktieren Ihren alten Steuerberater

Persönlich, professionell, kollegial. Sie müssen kein Wort mehr mit ihm wechseln.

5 – 10 WerktageVertraulich & kollegial
03

Datenübernahme per DATEV‑Datenträger

Alle Buchungen, Salden & Jahresabschlüsse der letzten 10 Jahre — 1 : 1 in unser System.

Automatisch§ 146 AO archivierungspflichtig
04

Ihr Steuerberater meldet sich mit einem Plan

Onboarding‑Call, Fristencheck, offene Beratungspunkte. Ab Tag 1 produktiv.

Binnen 1 WerktagErstberatung im Festpreis
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So funktioniert die Migration DATEV → OnlineBilanz

Alle gängigen Buchhaltungsprogramme können einen DATEV‑kompatiblen Export erzeugen (Buchungssätze, Salden, Stammdaten im DATEV‑Format). Sie erstellen die Datei in Ihrer Software, laden sie in unser Portal hoch — wir importieren den Rest.

    Ihr Aufwand: ca. 5 Minuten. Export erzeugen, Datei in unser Portal ziehen — fertig.

    Unser Mandantenportal Im Festpreis bereits enthalten.

    Kein separater Vertrag, keine Lizenzgebühren, keine Einrichtungskosten. Belege hochladen, Bank verbinden — der Rest läuft im Hintergrund.

    0 €Zusatzkosten
    Server DE DSGVO GoBD‑konform
    Belege per Foto oder E‑MailEinfach abfotografieren oder weiterleiten — wir erfassen automatisch.
    Bank‑Auto‑Import (PSD2)Alle Umsätze werden täglich automatisch eingelesen.
    Direkter Chat mit Ihrem SteuerberaterKeine Wartezeiten am Telefon, keine E‑Mail‑Ping‑Pong.
    Fristen‑DashboardUSt‑VA, Jahresabschluss, Lohnsteuer — alles auf einen Blick.
    Verhaltensökonomie · Warum Unternehmer bleiben

    Drei Denkfehler,
    die Sie jedes Jahr Tausende Euro kosten.

    Sie wissen längst, dass Ihr Steuerberater zu teuer, zu langsam oder zu wenig erreichbar ist. Trotzdem bleiben Sie. Die Verhaltens­forschung kennt die Gründe — und sie sind kein Zufall.

    01 · Der Gewohnheits­reflex
    68 %Bleiben beim Altentrotz Unzufriedenheit

    Status‑quo‑Bias

    „Er kennt unsere Zahlen seit Jahren.“ — Genau dieses Argument sorgt dafür, dass 68 % der Unternehmer bei ihrem Steuerberater bleiben, obwohl sie unzufrieden sind. Der Status quo fühlt sich sicher an — er ist es aber nicht. Er kostet Sie nur nicht auffallend Geld.

    Samuelson & ZeckhauserJournal of Risk and Uncertainty, 1988
    02 · Die Wechsel­angst
    2,25×Verlust wiegt schwererals gleich hoher Gewinn

    Verlustaversion

    Der Gedanke „Was, wenn etwas schiefgeht?“ wiegt in Ihrem Kopf 2,25‑mal so schwer wie die reale Ersparnis durch einen günstigeren, besseren Steuerberater. Deshalb übernehmen wir das Risiko: Entbindung, Datenübernahme, Kollegen­gespräch — alles im Festpreis.

    Kahneman & TverskyProspect Theory · Nobelpreis, 1979
    03 · Die Loyalitäts­falle
    12 J.Durchschnittliche Bindungan den alten Steuerberater

    Sunk‑Cost‑Fallacy

    „So lange dabei — jetzt lohnt sich der Wechsel nicht mehr.“ Falsch. Die 12 Jahre, die Sie bereits zu viel gezahlt haben, kommen nicht zurück. Aber jedes weitere Jahr kostet Sie erneut. Vergangene Investitionen sind kein rationaler Grund weiterzuzahlen.

    Arkes & BlumerOrganizational Behavior & Human Decision Processes, 1985
    Die rationale Entscheidung

    Wir haben alle drei Hürden für Sie abgebaut.

    0 € Wechselgebühr — kein Verlust.   2 Minuten digitale Entbindungs­vollmacht — kein Aufwand.   Transparenter Festpreis — keine Unsicherheit. Alles, was Sie noch entscheiden müssen: jetzt statt nächstes Jahr.

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    4,8 / 5,0 · 87+ Bewertungen
    Jetzt wechseln
    Kontakt & häufige Fragen

    Ihre Fragen.
    Unsere Antworten.

    Wie melde ich mich an?

    Alles online — in vier Schritten:

    • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
    • Angebot bestätigen
    • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
    • Sofort mit dem Upload starten

    Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

    Wie schnell kann ich loslegen?

    Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

    Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

    Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

    Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

    Welche Daten muss ich bereitstellen?

    In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

    Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

    Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

    Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

    Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

    Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

    Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

    Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

    Wie lange dauert der Jahresabschluss?

    Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

    • Standard — ca. 4 Wochen
    • Schnell — ca. 2 Wochen
    • Blitz — ca. 1 Woche

    Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

    Wer prüft den Abschluss fachlich?

    Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

    Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

    Was kostet der Jahresabschluss?

    Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

    Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

    Sind die Preise verbindlich?

    Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

    Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

    Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

    Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

    Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

    Gibt es ein Dauermandat?

    Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

    Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

    Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

    Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

    Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

    Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

    Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

    Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

    Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

    Habe ich einen festen Ansprechpartner?

    Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

    Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

    Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

    Wie sicher sind meine Daten?

    Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

    Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

    Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

    Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

    Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

    Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

    Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

    Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

    Wie lange werden meine Daten gespeichert?

    Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

    GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
    DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
    Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
    Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
    Ben
    Ben
    KI-Steuerberater