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Datum

Lesedauer

11–16 Minuten


OnlineBilanzBlogVerein Jahresabschluss Muster

Verein Jahresabschluss Muster 2026 – Vorlage & Ablauf

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Der Jahresabschluss eines Vereins ist weit mehr als eine formale Pflicht: Er bildet die Grundlage für Vertrauen, Gemeinnützigkeit und Vorstandsentlastung. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie den Jahresabschluss für Ihren eingetragenen Verein strukturiert erstellen, welche Bestandteile erforderlich sind und wie die Vorstandsentlastung korrekt dokumentiert wird. Eine praktische Checkliste für den Jahresabschluss Ihres Vereins hilft Vorständen, alle notwendigen Schritte systematisch abzuarbeiten. Einen detaillierten Überblick über Aufbau und Pflichtbestandteile des Jahresabschlusses erhalten Sie in unserem separaten Muster. Bei größeren Vereinen kann zusätzlich eine Abschlussprüfung des Jahresabschlusses erforderlich sein.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Ein Verein ist in der Regel nicht buchführungspflichtig nach HGB. Der Jahresabschluss besteht typischerweise aus Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, Vermögensübersicht, Kassenbericht und Kassenprüferbericht. Für die praktische Umsetzung kann ein Muster Jahresabschluss mit Vorlage als Orientierungshilfe dienen. Die Vorstandsentlastung erfolgt durch Beschluss der Mitgliederversammlung nach Vorlage und Prüfung der Unterlagen. Hierfür kann ein Feststellungsbeschluss Jahresabschluss Muster verwendet werden, das alle erforderlichen Pflichtangaben enthält.

Was ist ein Jahresabschluss im Verein?

Ein eingetragener Verein (e.V.) ist nach deutschem Recht eine juristische Person des Privatrechts. Anders als eine GmbH oder AG ist ein Verein jedoch in der Regel kein Kaufmann im Sinne des Handelsgesetzbuches (HGB) und daher nicht zur doppelten Buchführung verpflichtet.

Dennoch muss jeder Verein seine finanzielle Situation transparent dokumentieren. Die Verpflichtung ergibt sich aus der Vereinssatzung, aus § 27 Abs. 3 BGB (Auskunftspflicht gegenüber Mitgliedern) sowie aus steuerrechtlichen Vorgaben, insbesondere bei gemeinnützigen Vereinen nach §§ 51 ff. AO.

Der Jahresabschluss eines Vereins ist somit keine handelsrechtliche, sondern eine satzungs- und steuerrechtliche Pflicht. Er dient der Information der Mitglieder, der Absicherung des Vorstands und dem Nachweis gegenüber dem Finanzamt.

Hinweis

Vereine mit wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb oder freiwilliger Eintragung im Handelsregister können ausnahmsweise buchführungspflichtig sein. In diesem Fall gelten die handelsrechtlichen Vorschriften analog zur GmbH.

Unterschiede zwischen Verein und Kapitalgesellschaft

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Jahresabschluss unterscheiden sich grundlegend zwischen Vereinen und Kapitalgesellschaften. Während für eine GmbH nach § 242 HGB die Pflicht zur Bilanzierung besteht, ist dies für Vereine nur in Ausnahmefällen erforderlich.

Merkmal Verein (e.V.) GmbH / AG
Buchführungspflicht nach HGB In der Regel nein Ja – immer
Pflicht zur Bilanz Nur bei wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb Ja – nach § 242 HGB
Jahresabschlusspflicht Satzungsrechtlich Handelsrechtlich nach § 264 HGB
Offenlegung Keine Ja – beim Unternehmensregister
Prüfungspflicht Kassenprüfer (intern) Abhängig von Größenklasse nach § 267 HGB
Steuerliche Pflichten Abhängig von Gemeinnützigkeit Immer

Für Kapitalgesellschaften gelten die strengen Vorschriften der §§ 264 ff. HGB zur Aufstellung, Feststellung und Offenlegung. Vereine hingegen unterliegen primär ihrer Satzung und den steuerrechtlichen Dokumentationspflichten.

„Viele Vereinsvorstände unterschätzen die Bedeutung einer sauberen Rechnungslegung. Selbst wenn keine HGB-Pflicht besteht, schafft ein strukturierter Jahresabschluss Transparenz und schützt den Vorstand vor Haftungsrisiken.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Bestandteile des Vereinsjahresabschlusses

Ein vollständiger Jahresabschluss eines Vereins besteht aus mehreren Komponenten, die je nach Satzung und steuerlicher Situation variieren können. Die folgenden Bestandteile sind in der Praxis üblich und empfehlenswert:

Bestandteil Inhalt Pflicht?
Einnahmen-Ausgaben-Rechnung Alle Einnahmen und Ausgaben des Geschäftsjahres Ja – für alle Vereine
Vermögensübersicht Aktiva und Passiva zum Bilanzstichtag Empfohlen, oft satzungsrechtlich
Kassenbericht Nachweis des Bargeldbestands Bei Bargeldbewegungen
Rücklagennachweis Stand und Veränderung aller Rücklagen Für gemeinnützige Vereine wichtig
Kassenprüfbericht Prüfungsergebnis und Empfehlung Ja – Grundlage für Entlastung
Vorstandsbericht Rückblick und Ausblick Oft satzungsrechtlich vorgeschrieben

Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (EAR)

Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ist das Herzstück der Vereinsbuchführung. Sie erfasst alle Geldbewegungen des Geschäftsjahres nach dem Zu- und Abflussprinzip. Eine saubere Gliederung nach Sachkonten (z.B. Mitgliedsbeiträge, Spenden, Mieten, Personalkosten) ist essenziell.

Vermögensübersicht

Die Vermögensübersicht stellt das Vereinsvermögen zum Jahresende dar. Sie gliedert sich in Aktiva (Bankguthaben, Anlagevermögen, Forderungen) und Passiva (Rücklagen, Verbindlichkeiten, freies Vereinsvermögen).

Kassenprüfbericht

Die Kassenprüfer werden von der Mitgliederversammlung gewählt und prüfen die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung. Ihr Bericht ist Voraussetzung für die Entlastung des Vorstands und sollte Prüfungsdatum, Prüfungsumfang, Feststellungen und Empfehlung enthalten.

Achtung

Kassenprüfer dürfen nicht gleichzeitig dem Vorstand angehören. Die Prüfung muss unabhängig erfolgen, um die Entlastung rechtlich abzusichern.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Erstellung

Die Erstellung des Jahresabschlusses folgt einem strukturierten Prozess, der bereits während des Geschäftsjahres beginnt und mit der Entlastung durch die Mitgliederversammlung endet.

  • Buchführung des abgelaufenen Jahres vollständig abschließen
  • Alle Belege (Kontoauszüge, Quittungen, Rechnungen) sammeln und ordnen
  • Einnahmen-Ausgaben-Rechnung erstellen und gliedern
  • Vermögensübersicht zum Bilanzstichtag aufstellen
  • Kassenbericht erstellen und Bargeldbestand dokumentieren
  • Rücklagennachweis führen (insbesondere bei Gemeinnützigkeit)
  • Kassenprüfung durchführen lassen
  • Vorstandsbericht verfassen
  • Unterlagen der Mitgliederversammlung vorlegen
  • Beschluss über Entlastung und Genehmigung dokumentieren

Schritt 1: Buchführung abschließen

Zunächst müssen alle Geschäftsvorfälle des abgelaufenen Jahres erfasst sein. Kontieren Sie sämtliche Einnahmen und Ausgaben nach einem einheitlichen Kontenrahmen. Achten Sie darauf, dass alle Belege vollständig und geordnet vorliegen.

Schritt 2: Einnahmen-Ausgaben-Rechnung erstellen

Fassen Sie alle Einnahmen und Ausgaben in einer strukturierten Übersicht zusammen. Gliedern Sie nach Kategorien wie Mitgliedsbeiträge, Spenden, Zuschüsse, Personalkosten, Mieten, Verwaltungskosten. Der Überschuss oder Fehlbetrag ergibt sich aus der Differenz.

Schritt 3: Vermögensübersicht aufstellen

Ermitteln Sie das Vereinsvermögen zum Bilanzstichtag. Listen Sie alle Vermögenswerte (Bankguthaben, Kasse, Anlagevermögen, Forderungen) und Schulden (Verbindlichkeiten, Rückstellungen) auf. Die Differenz entspricht dem Reinvermögen des Vereins.

Schritt 4: Kassenprüfung durchführen

Die Kassenprüfer prüfen die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung, die Belegvollständigkeit und die korrekte Mittelverwendung. Das Ergebnis wird in einem Prüfbericht festgehalten, der der Mitgliederversammlung vorgelegt wird.

Hinweis

Die Kassenprüfung sollte zeitnah nach Jahresende erfolgen, spätestens jedoch vor der Mitgliederversammlung, auf der die Entlastung beschlossen werden soll.

Vorstandsentlastung richtig durchführen

Die Entlastung des Vorstands ist ein zentraler Bestandteil der Mitgliederversammlung. Sie erfolgt nach Vorlage und Erläuterung des Jahresabschlusses sowie nach Anhörung des Kassenprüfberichts. Mit der Entlastung bestätigt die Mitgliederversammlung, dass der Vorstand seine Pflichten ordnungsgemäß erfüllt hat.

Die Entlastung ist grundsätzlich konstitutiv: Sie schafft eine Vermutung ordnungsgemäßer Geschäftsführung und erschwert spätere Haftungsansprüche gegen den Vorstand, sofern keine Täuschung oder grobe Pflichtverletzung vorliegt.

Ablauf der Entlastung in der Mitgliederversammlung

  1. Vorstand stellt Jahresabschluss vor und erläutert wesentliche Positionen
  2. Kassenprüfer tragen Prüfbericht vor und geben Empfehlung ab
  3. Mitglieder haben Gelegenheit zu Fragen und Diskussion
  4. Abstimmung über Entlastung des Vorstands (in der Regel einzeln für jedes Vorstandsmitglied)
  5. Protokollierung des Beschlusses mit Abstimmungsergebnis

Achtung

Vorstandsmitglieder dürfen bei der Abstimmung über ihre eigene Entlastung nicht mitstimmen. Dies ergibt sich aus dem allgemeinen Grundsatz der Befangenheit.

Dokumentation der Entlastung

Die Entlastung muss im Protokoll der Mitgliederversammlung dokumentiert werden. Das Protokoll sollte folgende Angaben enthalten: Datum der Versammlung, anwesende Mitglieder, Vorstellung des Jahresabschlusses, Vortrag des Kassenprüfberichts, Abstimmungsergebnis (Ja-Stimmen, Nein-Stimmen, Enthaltungen) und den Beschlusstext.

„Eine ordnungsgemäß dokumentierte Entlastung ist der beste Schutz für ehrenamtliche Vorstände. Ohne korrekte Protokollierung kann die Entlastungswirkung später angezweifelt werden.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Gemeinnützigkeit und Rücklagenbildung

Gemeinnützige Vereine unterliegen besonderen Anforderungen nach der Abgabenordnung (AO). Sie müssen ihre Mittel zeitnah für satzungsgemäße Zwecke verwenden (§ 55 Abs. 1 Nr. 5 AO). Die Bildung von Rücklagen ist nur in gesetzlich definierten Grenzen zulässig.

Zulässige Rücklagen nach § 62 AO

Gemeinnützige Vereine dürfen folgende Rücklagen bilden: freie Rücklage (bis zu einem Drittel des Überschusses aus Vermögensverwaltung und steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben), Zweckrücklagen (für konkrete satzungsgemäße Projekte) und Wiederbeschaffungsrücklagen (für Ersatzbeschaffung von Anlagevermögen).

Rücklage Höchstgrenze Verwendungszweck
Freie Rücklage Max. 1/3 des Überschusses pro Jahr Keine Zweckbindung
Projektrücklage Unbegrenzt Konkret benanntes Projekt
Wiederbeschaffungsrücklage Nach tatsächlichem Bedarf Ersatz von Wirtschaftsgütern

Die Rücklagenbildung muss im Jahresabschluss nachvollziehbar dokumentiert werden. Insbesondere Zweckrücklagen erfordern einen Beschluss des Vorstands oder der Mitgliederversammlung mit genauer Zweckbestimmung und Zeitrahmen.

Achtung

Überschreitet ein gemeinnütziger Verein die zulässigen Rücklagen dauerhaft, riskiert er den Verlust der Gemeinnützigkeit und damit die Steuerbefreiung.

Mittelverwendungsrechnung

Gemeinnützige Vereine müssen dem Finanzamt nachweisen, dass sie ihre Mittel zeitnah und ausschließlich für satzungsgemäße Zwecke verwenden. Die Mittelverwendungsrechnung ergänzt die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung und gliedert nach ideellem Bereich, Vermögensverwaltung, Zweckbetrieb und wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb.

Steuerliche Pflichten und Fristen

Auch Vereine unterliegen steuerlichen Pflichten. Die Art und der Umfang hängen davon ab, ob der Verein als gemeinnützig anerkannt ist und ob er wirtschaftliche Geschäftsbetriebe unterhält.

Gemeinnützige Vereine

Gemeinnützige Vereine sind von der Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer befreit, soweit sie ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke verfolgen. Sie müssen jedoch alle drei Jahre einen Gemeinnützigkeitsnachweis erbringen (Anlage zur Körperschaftsteuererklärung).

Erzielt ein gemeinnütziger Verein Einnahmen aus wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb über 45.000 Euro jährlich, wird dieser steuerpflichtig. In diesem Fall muss eine separate Gewinnermittlung für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb erfolgen.

Nicht gemeinnützige Vereine

Nicht gemeinnützige Vereine unterliegen grundsätzlich der Körperschaftsteuerpflicht. Sie müssen jährlich eine Körperschaftsteuererklärung abgeben. Gewerbesteuerpflicht besteht nur bei einem Gewerbebetrieb.

Umsatzsteuer

Vereine sind umsatzsteuerpflichtig, wenn sie nachhaltig Leistungen gegen Entgelt erbringen. Kleinunternehmer mit Umsätzen unter 22.000 Euro (bis 2019) bzw. 25.000 Euro (ab 2025) können von der Umsatzsteuer befreit werden. Gemeinnützige Vereine profitieren von Steuerbefreiungen nach § 4 UStG für bestimmte Zweckbetriebe.

Hinweis

Die Abgabefrist für die Körperschaftsteuererklärung endet grundsätzlich am 31. Juli des Folgejahres. Bei Steuerberatung verlängert sich die Frist bis zum letzten Februartag des übernächsten Jahres.

45.000 €

Freigrenze wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb

25.000 €

Kleinunternehmergrenze Umsatzsteuer

3 Jahre

Turnus Gemeinnützigkeitsnachweis

Muster und Vorlagen für den Jahresabschluss

Ein strukturiertes Muster hilft Vereinsvorständen, den Jahresabschluss vollständig und übersichtlich zu erstellen. Die folgenden Vorlagen können als Grundlage dienen und an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden.

Muster: Einnahmen-Ausgaben-Rechnung

Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sollte übersichtlich nach Sachkonten gegliedert sein. Eine bewährte Struktur sieht wie folgt aus:

Position Betrag (EUR) Vorjahr (EUR)
Einnahmen
Mitgliedsbeiträge 12.500,00 11.800,00
Spenden 8.300,00 7.200,00
Zuschüsse 5.000,00 5.000,00
Veranstaltungserlöse 3.200,00 2.900,00
Summe Einnahmen 29.000,00 26.900,00
Ausgaben
Raummiete 6.000,00 6.000,00
Versicherungen 1.200,00 1.150,00
Büromaterial 800,00 750,00
Veranstaltungskosten 2.500,00 2.300,00
Sonstige Kosten 1.500,00 1.400,00
Summe Ausgaben 12.000,00 11.600,00
Überschuss 17.000,00 15.300,00

Muster: Vermögensübersicht

Die Vermögensübersicht zeigt die Vermögenslage zum Bilanzstichtag (in der Regel 31. Dezember):

Aktiva

  • Bankkonto: 25.000 EUR
  • Kasse: 500 EUR
  • Inventar: 5.000 EUR
  • Forderungen: 1.200 EUR
  • Summe: 31.700 EUR

Passiva

  • Freie Rücklage: 10.000 EUR
  • Projektrücklage: 8.000 EUR
  • Verbindlichkeiten: 2.000 EUR
  • Freies Vermögen: 11.700 EUR
  • Summe: 31.700 EUR

Muster: Kassenprüfbericht

Der Kassenprüfbericht sollte mindestens folgende Angaben enthalten: Prüfungsdatum, Namen der Kassenprüfer, Prüfungsumfang (z.B. stichprobenartig oder vollständig), Feststellungen (z.B. Ordnungsmäßigkeit der Belege, Übereinstimmung mit Kontoauszügen), eventuelle Beanstandungen und die Empfehlung zur Entlastung des Vorstands.

Hinweis

Vorlagen für Jahresabschluss, Kassenprüfbericht und Entlastungsbeschluss können Sie bei vielen Landesverbänden oder der Finanzverwaltung erhalten. Passen Sie diese an Ihre Satzung an.

Checkliste: Vollständigkeit des Jahresabschlusses

  • Einnahmen-Ausgaben-Rechnung vollständig und gegliedert
  • Vermögensübersicht mit Aktiva und Passiva
  • Kassenbericht mit Bargeldnachweis
  • Rücklagennachweis (bei gemeinnützigen Vereinen)
  • Kassenprüfbericht mit Empfehlung
  • Vorstandsbericht (falls satzungsrechtlich vorgeschrieben)
  • Beschlussprotokoll der Mitgliederversammlung
  • Alle Belege geordnet und archiviert

„Ein gut strukturierter Jahresabschluss spart nicht nur Zeit, sondern schafft auch Vertrauen bei Mitgliedern und Finanzamt. Investieren Sie in eine saubere Dokumentation – es zahlt sich aus.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Häufig gestellte Fragen

Muss jeder Verein einen Jahresabschluss erstellen?

Ja, jeder Verein muss seine Einnahmen und Ausgaben dokumentieren und der Mitgliederversammlung einen Rechenschaftsbericht vorlegen. Die genaue Form ergibt sich aus der Satzung. Handelsrechtlich buchführungspflichtig sind Vereine nur ausnahmsweise, z.B. bei wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb oder freiwilliger Eintragung im Handelsregister.

Was ist der Unterschied zwischen Jahresabschluss und Bilanz beim Verein?

Eine Bilanz nach HGB (§ 242 HGB) mit Gewinn- und Verlustrechnung ist nur für buchführungspflichtige Vereine erforderlich. Die meisten Vereine erstellen stattdessen eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung und eine Vermögensübersicht. Diese sind weniger formal, müssen aber ebenso vollständig und nachvollziehbar sein.

Wer muss den Jahresabschluss eines Vereins prüfen?

Die Kassenprüfer, die von der Mitgliederversammlung gewählt werden, prüfen die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung. Sie dürfen nicht dem Vorstand angehören. Eine externe Wirtschaftsprüfung ist bei Vereinen in der Regel nicht erforderlich, kann aber satzungsrechtlich vorgeschrieben sein.

Welche Rücklagen darf ein gemeinnütziger Verein bilden?

Nach § 62 AO dürfen gemeinnützige Vereine eine freie Rücklage (max. 1/3 des Überschusses), Projektrücklagen (für konkrete satzungsgemäße Vorhaben) und Wiederbeschaffungsrücklagen (für Ersatz von Wirtschaftsgütern) bilden. Die Rücklagenbildung muss im Jahresabschluss dokumentiert und begründet werden.

Wie wird die Vorstandsentlastung im Verein durchgeführt?

Die Vorstandsentlastung erfolgt durch Beschluss der Mitgliederversammlung nach Vorlage des Jahresabschlusses und des Kassenprüfberichts. Die Mitglieder stimmen ab, ob der Vorstand seine Pflichten ordnungsgemäß erfüllt hat. Vorstandsmitglieder dürfen bei der Abstimmung über ihre eigene Entlastung nicht mitstimmen. Der Beschluss muss im Protokoll dokumentiert werden.

Welche steuerlichen Pflichten hat ein gemeinnütziger Verein?

Gemeinnützige Vereine sind grundsätzlich von Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer befreit. Sie müssen jedoch alle drei Jahre einen Gemeinnützigkeitsnachweis beim Finanzamt erbringen. Erzielt der Verein Einnahmen aus wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb über 45.000 Euro jährlich, wird dieser Bereich steuerpflichtig. Umsatzsteuerpflicht besteht bei nachhaltigen entgeltlichen Leistungen, wobei Kleinunternehmerregelung und Steuerbefreiungen für Zweckbetriebe greifen können.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: Handelsgesetzbuch (HGB), Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), Abgabenordnung (AO), Unternehmensregister. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
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Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
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Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

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Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

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Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

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Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

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Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

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Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

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Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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KI-Assistenz