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Kosten für Buchhaltung beim Steuerberater: Was die laufende Buchhaltung wirklich kostet
Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 12 Minuten
Kurzantwort
Die Kosten für Buchhaltung beim Steuerberater liegen bei durchschnittlich 80–400 € pro Monat für die laufende Finanzbuchhaltung — abhängig von Belegmenge, Rechtsform und Zusatzleistungen. Kommen Lohnbuchhaltung (20–50 € je Mitarbeiter/Monat) und Jahresabschluss (1.500–4.000 € jährlich) hinzu, erreicht die Gesamtbelastung einer GmbH schnell 3.000–8.000 € pro Jahr. Bei OnlineBilanz: Jahresabschluss im Festpreis von 499,95 € inkl. MwSt.
Die laufende Buchhaltung ist für jede Kapitalgesellschaft Pflicht — und der größte wiederkehrende Kostenblock bei der Zusammenarbeit mit einem Steuerberater. Doch die Honorare unterscheiden sich stark: Von 50 € monatlich beim Einzelunternehmer bis zu 800 € und mehr bei komplexen GmbH-Strukturen. Dieser Artikel zeigt transparent, wie sich die Kosten zusammensetzen, welche Abrechnungsmodelle es gibt und wo sich Einsparpotenzial versteckt.
Inhaltsverzeichnis
80–400 €
Durchschnittliche monatliche Kosten für die laufende Buchhaltung
§ 33 StBVV
Rechtsgrundlage der Vergütung für die laufende Buchführung
499,95 €
OnlineBilanz-Festpreis für den jährlichen GmbH-Abschluss
1. Was gehört zur laufenden Buchhaltung beim Steuerberater?
Die laufende Buchhaltung umfasst alle wiederkehrenden Aufgaben, die während des Geschäftsjahres anfallen — im Gegensatz zum einmaligen Jahresabschluss. Typische Leistungen:
Finanzbuchhaltung (FiBu)
Monatliche Erfassung aller Belege, Kontenabstimmung, OPOS-Verwaltung (offene Posten), betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA).
Umsatzsteuer-Voranmeldung
Monatliche oder quartalsweise Übermittlung an ELSTER, Prüfung von Vorsteuer, Zusammenfassende Meldung bei EU-Lieferungen.
Anlagenbuchhaltung
Verwaltung von Anlagevermögen, Berechnung der AfA (Abschreibung für Abnutzung), Aktualisierung des Anlagespiegels.
Laufende Beratung
Antworten auf Finanzamtsanfragen, telefonische Rückfragen, Beratung zu Abschreibungsoptionen und Gestaltung.
Wichtig: Das ist NICHT im monatlichen Preis enthalten
Der Jahresabschluss (Bilanz, GuV, Anhang, E-Bilanz), Steuererklärungen (Körperschaft-, Gewerbe-, Umsatzsteuer-Jahreserklärung) und die Bundesanzeiger-Offenlegung werden separat berechnet. Bei klassischen Kanzleien kommen hier noch einmal 1.500–4.000 € pro Jahr dazu.
2. Wie rechnet der Steuerberater ab? Die StBVV als Grundlage
Die laufende Buchhaltung wird nach § 33 StBVV abgerechnet. Die Gebühr richtet sich nach dem Gegenstandswert — das ist bei der Buchhaltung die Jahressumme der Umsätze oder Ausgaben, je nachdem welcher Wert höher ist.
Mindest-, Mittel- und Höchstgebühr
Innerhalb des gesetzlichen Rahmens kann der Steuerberater einen Gebuhrensatz zwischen 2/10 (Mindestgebühr) und 12/10 (Höchstgebühr) festlegen. In der Praxis arbeiten die meisten Kanzleien mit der Mittelgebühr von 7/10, die bei durchschnittlichem Aufwand als angemessen gilt.
Beispielhafte Monatsgebühr nach StBVV
| Jahresumsatz | Mindestgebühr (2/10) | Mittelgebühr (7/10) | Höchstgebühr (12/10) |
|---|---|---|---|
| 100.000 € | 25 €/Monat | 85 €/Monat | 145 €/Monat |
| 250.000 € | 40 €/Monat | 145 €/Monat | 250 €/Monat |
| 500.000 € | 55 €/Monat | 195 €/Monat | 335 €/Monat |
| 1.000.000 € | 75 €/Monat | 260 €/Monat | 450 €/Monat |
Hinzu kommen: Umsatzsteuer (19 %), Auslagenpauschale, Porto und mögliche Einzelleistungen wie Kassenbuchführung. Die tatsächliche Endrechnung liegt daher oft deutlich über den Tabellenwerten.
3. Monatliche Kosten nach Buchhaltungsumfang
In der Praxis richten sich die monatlichen Kosten für Buchhaltung beim Steuerberater nicht nur nach Umsatz, sondern vor allem nach Belegmenge und Komplexität:
Kleine Buchhaltung
50–120 € pro Monat
bis ca. 30 Belege/Monat — Solo-Unternehmer, Freiberufler, Kleinst-GmbHs
Mittlere Buchhaltung
150–300 € pro Monat
30–100 Belege/Monat — etablierte GmbH, UG mit aktivem Geschäft
Große Buchhaltung
300–800 € pro Monat
100+ Belege/Monat — GmbHs mit mehreren Geschäftsfeldern, Onlineshops, Handel
Preistreiber: Komplexität statt Belegmenge
Nicht die bloße Anzahl der Belege bestimmt den Preis, sondern deren Komplexität: EU-Warenlieferungen mit Reverse Charge, Reisekostenabrechnungen, mehrere Kostenstellen oder Projekte, viele Barzahlungen mit Kassenbuch. Ein Online-Shop mit 200 Amazon-Rechnungen kann günstiger sein als eine Beratungs-GmbH mit 30 komplexen Spesenbelegen.
4. Lohnbuchhaltung — separat abgerechnet
Sobald die UG oder GmbH Mitarbeiter beschäftigt, kommt die Lohnbuchhaltung als separater Kostenblock hinzu. Die Vergütung richtet sich nach § 34 StBVV.
| Leistung | Typische Kosten | Wann anwendbar |
|---|---|---|
| Erstanmeldung eines Mitarbeiters | 30–80 € einmalig | Bei jedem Neueinstellung |
| Laufende Lohnabrechnung | 20–50 € pro Mitarbeiter/Monat | Monatlich fortlaufend |
| Jahresmeldung / SV-Nachweise | 15–40 € pro Mitarbeiter | Einmal jährlich |
| Lohnsteueranmeldung | im Grundpreis enthalten | Monatlich/quartalsweise |
| Abmeldung eines Mitarbeiters | 30–60 € einmalig | Bei Kündigung/Ausscheiden |
Praxisbeispiel: 3 Mitarbeiter
Eine UG mit 3 Mitarbeitern zahlt zusätzlich zur Buchhaltung: ca. 60–150 € pro Monat für die laufende Lohnabrechnung — also 720–1.800 € pro Jahr nur für die Entgeltabrechnung.
5. Der Jahresabschluss kommt zusätzlich
Die laufende Buchhaltung ist die Basis — am Ende des Geschäftsjahres kommt die eigentliche Herausforderung: der Jahresabschluss. Hier trennen sich klassische Kanzleien und digitale Festpreisanbieter deutlich:
Klassische Steuerkanzlei
1.500–4.000 € jährlich für Bilanz, GuV, E-Bilanz, alle Steuererklärungen, Bundesanzeiger-Offenlegung — je nach Bilanzsumme und Komplexität
OnlineBilanz — Festpreis
499,95 € inkl. MwSt. für das gleiche Paket: Jahresabschluss, E-Bilanz, alle Steuererklärungen, Bundesanzeiger-Offenlegung — mit StB-Signatur
„Viele kleine GmbHs könnten jedes Jahr 2.000–3.000 € sparen, wenn sie den Jahresabschluss nicht bei ihrem Hausanwalt für Buchhaltung machen lassen, sondern bei einem spezialisierten Online-Anbieter — die laufende Buchhaltung kann weiter beim lokalen Steuerberater laufen. Dieses Splitting-Modell ist für viele Gründer die wirtschaftlich beste Lösung.”
— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz
6. Pauschale vs. StBVV-Abrechnung
Steuerberater dürfen auf zwei Arten abrechnen. Für Mandanten gelten unterschiedliche Vor- und Nachteile:
Abrechnung nach StBVV (klassisch)
Jede Einzelleistung wird nach Tabelle abgerechnet. Vorteil: rechtssicher, nachvollziehbar. Nachteil: schwankend, schwer kalkulierbar — und oft teurer als vermutet.
Pauschalvereinbarung
Fester Monatsbetrag für den definierten Leistungsumfang. Vorteil: Planbarkeit, kein Zuschlag bei Nachfragen. Nachteil: nicht für jeden Steuerberater möglich; Leistungsumfang muss klar fixiert werden.
Musterkalkulation: Pauschale vs. StBVV
Beispiel: Kleine GmbH mit 250.000 € Umsatz + 2 Mitarbeiter
StBVV-Abrechnung (klassisch):
Mittelgebühr FiBu: ~150 €/Monat
Lohn 2 Mitarbeiter: ~80 €/Monat
USt-Voranmeldung: ~25 €/Monat
Auslagenpauschale + USt: ~50 €/Monat
Gesamt: ca. 300–350 €/Monat → 3.600–4.200 €/Jahr (ohne Jahresabschluss)
Pauschale (monatlich): häufig 200–280 €/Monat fest = 2.400–3.360 €/Jahr — je nach Verhandlung und Leistungsumfang
7. Preisbeispiele nach Unternehmenstyp
Typ A: Die schlafende UG / Vermogens-GmbH
Keine operative Tätigkeit, nur Beteiligungen halten
Minimaler Buchhaltungsaufwand: 3–10 Belege im Jahr, keine Mitarbeiter.
Laufende Buchhaltung: 30–80 €/Monat → 360–960 €/Jahr
Jahresabschluss OnlineBilanz: 499,95 €
Gesamt pro Jahr: 860–1.500 €
Typ B: Solo-GmbH / Einzelunternehmer
50.000–150.000 € Umsatz, kein Personal
30–50 Belege/Monat, einfache Buchhaltung.
Laufende Buchhaltung: 120–200 €/Monat → 1.440–2.400 €/Jahr
Jahresabschluss OnlineBilanz: 499,95 €
Gesamt pro Jahr: 1.940–2.900 €
Typ C: Etablierte GmbH mit Mitarbeitern
300.000–800.000 € Umsatz, 2–5 Mitarbeiter
80–150 Belege/Monat, Lohnbuchhaltung, regelmäßige USt-Voranmeldungen.
Laufende Buchhaltung: 200–350 €/Monat → 2.400–4.200 €/Jahr
Lohnabrechnung (5 Mitarbeiter): ~100–200 €/Monat → 1.200–2.400 €/Jahr
Jahresabschluss OnlineBilanz: 499,95 €
Gesamt pro Jahr: 4.100–7.100 €
8. So senken Sie die Kosten für Buchhaltung beim Steuerberater
- Digitale Belegerfassung — Belege per App fotografieren oder per PDF-Upload schicken; spart dem Steuerberater Eingabezeit und reduziert das Honorar
- Vorkontierung selbst erledigen — Belege sortieren und vorab den richtigen Kostenkonten zuordnen; viele Kanzleien bieten dafür Rabatt
- Pauschale verhandeln — statt StBVV-Einzelabrechnung einen monatlichen Festbetrag vereinbaren; meist günstiger und planbarer
- Splitting-Modell — laufende Buchhaltung lokal, Jahresabschluss bei spezialisiertem Online-Anbieter; spart oft 1.500–3.000 € pro Jahr
- Laufende Buchhaltung selbst — mit moderner Software (lexoffice, sevdesk) selbst buchen; der Steuerberater prüft nur und erstellt den Abschluss
- Mehrere Angebote vergleichen — die Preisspannen zwischen Kanzleien sind erheblich; 2–3 Vergleichsangebote können 20–50 % Ersparnis bringen
Weiterführende Quellen
9. Häufige Fragen zu den Kosten der Buchhaltung beim Steuerberater
Wie viel kostet Buchhaltung pro Monat beim Steuerberater?
Je nach Umsatz, Belegmenge und Komplexität: 50–800 € pro Monat. Eine kleine UG liegt bei 80–200 €, eine mittlere GmbH bei 200–400 €. Lohnbuchhaltung kommt mit 20–50 € pro Mitarbeiter separat dazu.
Ist die Buchhaltung beim Steuerberater Pflicht für GmbHs?
Nein. Die doppelte Buchführung ist Pflicht — wer sie macht, ist nicht vorgeschrieben. Der Geschäftsführer kann selbst buchen, einen Buchhalter einstellen oder einen Steuerberater beauftragen. Für Rechtsicherheit und Berufshaftpflicht-Absicherung empfiehlt sich mindestens der Jahresabschluss beim Steuerberater.
Was ist günstiger: Pauschale oder StBVV-Abrechnung?
Pauschale sind meist günstiger und besser planbar — vorausgesetzt, der Leistungsumfang ist klar definiert. StBVV-Abrechnungen sind nachvollziehbar, aber bei hoher Beleg- oder Nachfragedichte schnell teurer. Fragen Sie konkret nach beiden Modellen und vergleichen Sie.
Kann ich Buchhaltung und Jahresabschluss bei verschiedenen Anbietern machen lassen?
Ja — das ist das sogenannte Splitting-Modell. Laufende Buchhaltung beim lokalen Steuerberater, Jahresabschluss bei einem spezialisierten Festpreisanbieter wie OnlineBilanz. Beide Seiten arbeiten mit DATEV-Daten, der Übergang ist problemlos. Spart oft erhebliche Kosten.
Sind die Kosten für Buchhaltung beim Steuerberater absetzbar?
Ja, vollständig. Die Kosten für Buchhaltung, Lohnabrechnung und alle Steuerberaterleistungen sind Betriebsausgaben und mindern den zu versteuernden Gewinn. Vorsteuer (19 % USt auf das Honorar) ist bei vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmen ebenfalls abzuziehen.
Wie finde ich den richtigen Steuerberater für meine Buchhaltung?
Wichtig: Branchenerfahrung (Onlineshop, Berater, Handel brauchen unterschiedliches Know-how), digitale Arbeitsweise (DATEV-Unternehmen online, Belegupload per App), transparente Preise und gute Erreichbarkeit. Fordern Sie mindestens zwei Angebote ein und fragen Sie konkret nach Pauschalmodellen.
10. Fazit: Faire Kosten für die Buchhaltung beim Steuerberater
Die monatlichen Kosten für Buchhaltung beim Steuerberater sind einer der größten wiederkehrenden Kostenblöcke in jeder GmbH oder UG. Wer die StBVV-Grundlagen kennt, Pauschalen verhandelt und digital arbeitet, kann erhebliche Summen sparen — ohne auf Qualität zu verzichten.
Für viele kleinere Unternehmen ist das Splitting-Modell die beste Wahl: laufende Buchhaltung lokal, Jahresabschluss zum Festpreis bei einem spezialisierten Online-Anbieter. OnlineBilanz liefert den kompletten Jahresabschluss einer GmbH mit allen Steuererklärungen für 499,95 € inkl. MwSt. — mit Steuerberater-Signatur, Berufshaftpflicht und DATEV-Schnittstelle.
Laufende Buchhaltung selbst oder lokal — Jahresabschluss zum Festpreis bei OnlineBilanz.
499,95 € inkl. MwSt. komplett: Bilanz, GuV, E-Bilanz, alle Steuererklärungen, Bundesanzeiger-Offenlegung.Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder betriebswirtschaftliche Beratung. Alle Preisangaben sind Orientierungswerte; tatsächliche Honorare können je nach Steuerberater, Region und Einzelfall abweichen. Gesetzliche Grundlagen: StBVV, § 238 HGB. Für individuelle Beratung: Kontakt zu OnlineBilanz.


