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Festpreis eingehalten · Bestätigung per E-Mail

Datum

Lesedauer

11–16 Minuten


OnlineBilanzBlogBuchhaltung Jahresabschluss Checkliste

Buchhaltung Jahresabschluss Checkliste 2026

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Am Ende jedes Geschäftsjahres verdichten sich die Aufgaben: Buchhaltung abschließen, Jahresabschluss erstellen, fristgerecht offenlegen. Wer dabei strukturiert vorgeht und nichts vergisst, vermeidet Fehler, Verzögerungen und Ordnungsgelder. Unsere Jahresabschluss-Checkliste 2026 zeigt Ihnen alle notwendigen Schritte – rechtssicher, nachvollziehbar und direkt umsetzbar für Ihre GmbH. Passende Vorlagen für die Buchhaltung erleichtern Ihnen die praktische Umsetzung.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit alle Abschlussbuchungen zum Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen werden.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Buchhaltung und Jahresabschluss bilden eine Einheit: Die laufende Buchführung muss vollständig und korrekt sein, damit der Jahresabschluss erstellt werden kann. Nach Abschluss der Buchhaltung erfolgen Inventur, Bilanzierung nach § 266 HGB, GuV nach § 275 HGB, Anhang nach § 284 HGB und Offenlegung beim Unternehmensregister gemäß § 325 HGB innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag. Eine Checkliste Jahresabschluss Buchhaltung hilft dabei, alle erforderlichen Schritte systematisch abzuarbeiten und keine Fristen zu versäumen.

Warum Buchhaltung und Jahresabschluss zusammenhängen

Buchhaltung und Jahresabschluss bilden eine untrennbare Einheit im Rechnungswesen jeder Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss ist das formalisierte Ergebnis der laufenden Buchführung und fasst alle Geschäftsvorfälle des Geschäftsjahres strukturiert zusammen.

Die laufende Buchhaltung erfasst alle Geschäftsvorfälle chronologisch und systematisch gemäß § 238 HGB. Am Ende des Geschäftsjahres werden diese Daten durch Inventur, Bewertung und Abschlussbuchungen in die formalen Bestandteile des Jahresabschlusses überführt: Bilanz nach § 266 HGB und Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB.

Eine fehlerhafte oder unvollständige Buchhaltung führt zwangsläufig zu einem mangelhaften Jahresabschluss. Die Qualität der laufenden Buchführung bestimmt damit direkt die Rechtssicherheit, Prüfbarkeit und fristgerechte Offenlegung des Jahresabschlusses.

Hinweis

Eine sorgfältig geführte Buchhaltung während des gesamten Geschäftsjahres reduziert den Aufwand zum Jahresabschluss erheblich und minimiert das Risiko von Fehlern, Nachfragen des Finanzamts und Ordnungsgeldern nach § 335 HGB.

Rechtliche Grundlagen für GmbH, UG und AG

Alle Kapitalgesellschaften in Deutschland unterliegen den Buchführungs- und Bilanzierungspflichten des Handelsgesetzbuchs. Die zentralen Normen regeln sowohl die laufende Buchhaltung als auch die Erstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses.

Zentrale Rechtsnormen

  • § 238 HGB: Buchführungspflicht für alle Kaufleute und Kapitalgesellschaften
  • § 242 HGB: Pflicht zur Aufstellung von Inventar und Jahresabschluss
  • § 243 HGB: Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB)
  • § 264 HGB: Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses für Kapitalgesellschaften
  • § 266 HGB: Gliederung der Bilanz
  • § 275 HGB: Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung
  • § 284 HGB: Angaben im Anhang
  • § 325 HGB: Offenlegung beim Unternehmensregister (12 Monate Frist)
  • § 335 HGB: Ordnungsgeldverfahren bei verspäteter oder fehlender Offenlegung (500 bis 25.000 Euro)

Gesellschaftsrechtliche Fristen

Neben den handelsrechtlichen Vorschriften gelten für GmbHs und UGs spezifische Feststellungsfristen nach § 42a GmbHG. Kleine Kapitalgesellschaften müssen den Jahresabschluss innerhalb von 11 Monaten nach Bilanzstichtag feststellen, mittelgroße und große Gesellschaften innerhalb von 8 Monaten.

Achtung

Seit dem Digitalisierungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz (DiRUG) vom 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister – nicht mehr beim Bundesanzeiger. Die Frist beträgt unverändert 12 Monate nach Bilanzstichtag gemäß § 325 HGB.

Schritt 1: Laufende Buchhaltung pflegen

Die Grundlage für einen korrekten Jahresabschluss ist eine vollständige, zeitnahe und systematische Buchführung während des gesamten Geschäftsjahres. Wer die Buchhaltung laufend pflegt, vermeidet Jahresendstress und reduziert das Fehlerrisiko erheblich.

  • Alle Geschäftsvorfälle laufend und vollständig buchen (Eingangs- und Ausgangsrechnungen, Bankbewegungen, Kasse)
  • Belege systematisch sammeln, sortieren und digital archivieren (GoBD-konform)
  • Offene Posten regelmäßig überwachen und abstimmen (Forderungen, Verbindlichkeiten)
  • Lohnbuchhaltung monatlich durchführen und Sozialabgaben korrekt verbuchen
  • Anlagevermögen laufend erfassen: Zugänge, Abgänge, Abschreibungen nach § 253 HGB
  • Umsatzsteuervoranmeldungen fristgerecht einreichen (monatlich oder vierteljährlich)
  • Konten regelmäßig abstimmen (Bankkonto, Kasse, Kreditoren, Debitoren)

„Eine lückenhafte Buchhaltung gefährdet nicht nur den Jahresabschluss, sondern erhöht auch die Steuerberaterkosten massiv. Wer laufend bucht, spart Zeit, Geld und Nerven zum Jahresende.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Die Einhaltung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) nach § 243 HGB ist dabei nicht optional, sondern gesetzliche Pflicht. Dazu gehören Klarheit, Vollständigkeit, Richtigkeit, zeitgerechte Buchung und Nachprüfbarkeit.

Schritt 2: Jahresabschluss vorbereiten

Nach Ablauf des Geschäftsjahres (in der Regel 31.12.2025 für das Geschäftsjahr 2025) beginnt die Vorbereitung des Jahresabschlusses. Diese Phase umfasst alle notwendigen Prüfungen, Abstimmungen und Vorarbeiten, bevor die eigentliche Bilanzierung erfolgt.

Vorbereitende Abschlussbuchungen

  • Kontenabstimmung: Alle Konten mit Belegen, Bankauszügen und Verträgen abgleichen
  • Rechnungsabgrenzungsposten nach § 250 HGB bilden (aktive und passive Abgrenzungen)
  • Rückstellungen nach § 249 HGB bewerten und buchen (z. B. Urlaubsrückstellungen, ausstehende Rechnungen)
  • Forderungen auf Werthaltigkeit prüfen und ggf. Einzelwertberichtigungen vornehmen
  • Verbindlichkeiten vollständig erfassen und abstimmen
  • Vorräte erfassen und bewerten (Vorbereitung der Inventur)

Dokumentation und Belege

Alle relevanten Unterlagen müssen vollständig vorliegen und geordnet sein: Kontoauszüge, Rechnungen, Verträge, Inventarlisten, Lohnunterlagen, Steuerbescheide, Darlehensverträge. Die Aufbewahrungspflicht beträgt 10 Jahre für Buchungsbelege und Jahresabschlüsse gemäß § 257 HGB.

Hinweis

Eine systematische Vorbereitung erleichtert nicht nur die eigene Arbeit, sondern auch die Prüfung durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Finanzamt. Vollständige Unterlagen vermeiden Rückfragen und Verzögerungen.

Schritt 3: Inventur und Bewertung der Abschlusspositionen

Die Inventur ist gemäß § 240 HGB die körperliche oder buchhalterische Bestandsaufnahme aller Vermögensgegenstände und Schulden zum Bilanzstichtag. Sie bildet die Grundlage für die Bewertung in der Bilanz.

Durchführung der Inventur

  • Anlagevermögen: Vollständigkeitsprüfung, Zugänge und Abgänge erfassen, Abschreibungen nach § 253 HGB berechnen
  • Umlaufvermögen: Warenbestände zählen, bewerten (Anschaffungskosten oder niedrigerer Marktwert nach § 253 Abs. 4 HGB)
  • Forderungen: Bestandsprüfung, Bewertung nach Ausfallrisiko, Einzelwertberichtigungen
  • Kasse und Bank: Kassenbestand zählen, Kontoauszüge abstimmen
  • Verbindlichkeiten: Vollständigkeit prüfen, offene Rechnungen erfassen
  • Rückstellungen: Bewertung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gemäß § 253 Abs. 1 HGB

Bewertungsgrundsätze nach HGB

Anschaffungskosten

Grundlage der Bewertung nach § 253 Abs. 1 HGB: Kaufpreis plus Nebenkosten, planmäßige Abschreibung über Nutzungsdauer

Niederstwertprinzip

Beim Umlaufvermögen strenges Niederstwertprinzip nach § 253 Abs. 4 HGB: niedrigerer Marktwert ist anzusetzen

Die Inventur kann als Stichtagsinventur am Bilanzstichtag, als zeitnahe Inventur (innerhalb von 10 Tagen vor oder nach dem Stichtag) oder als permanente Inventur durchgeführt werden, sofern die Voraussetzungen nach § 241 HGB erfüllt sind.

Schritt 4: Bilanz und GuV erstellen

Nach Abschluss der Inventur und Bewertung werden die beiden Hauptbestandteile des Jahresabschlusses erstellt: die Bilanz nach § 266 HGB und die Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB.

Bilanz nach § 266 HGB

Die Bilanz stellt das Vermögen (Aktiva) und die Schulden sowie das Eigenkapital (Passiva) zum Bilanzstichtag gegenüber. Kapitalgesellschaften müssen die gesetzliche Gliederung nach § 266 HGB einhalten.

Aktivseite

  • A. Anlagevermögen (immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen, Finanzanlagen)
  • B. Umlaufvermögen (Vorräte, Forderungen, Wertpapiere, Kasse/Bank)
  • C. Rechnungsabgrenzungsposten
  • D. Aktive latente Steuern (optional)
  • E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung

Passivseite

  • A. Eigenkapital (Gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Jahresüberschuss/-fehlbetrag)
  • B. Rückstellungen
  • C. Verbindlichkeiten
  • D. Rechnungsabgrenzungsposten
  • E. Passive latente Steuern (optional)

Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB

Die GuV stellt die Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres gegenüber und weist das Jahresergebnis aus. Kapitalgesellschaften können zwischen Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) und Umsatzkostenverfahren (§ 275 Abs. 3 HGB) wählen.

  • Umsatzerlöse: Erlöse aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
  • Material- und Personalaufwand: Kosten für Waren, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Löhne und Gehälter
  • Abschreibungen: Planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 HGB
  • Sonstige Aufwendungen und Erträge: z. B. Zinsen, Steuern, außerordentliche Posten
  • Steuern vom Einkommen und Ertrag: Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer
  • Jahresüberschuss/-fehlbetrag: Ergebnis nach Steuern

„Viele GmbHs unterschätzen die Bedeutung der korrekten Gliederung nach § 266 und § 275 HGB. Eine fehlerhafte Struktur kann zur Zurückweisung beim Unternehmensregister führen und verzögert die Offenlegung.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Schritt 5: Anhang und Lagebericht erstellen

Neben Bilanz und GuV gehört der Anhang nach § 284 HGB zum Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses für Kapitalgesellschaften. Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften müssen zusätzlich einen Lagebericht nach § 289 HGB erstellen.

Anhang nach § 284 HGB

Der Anhang erläutert und ergänzt die Bilanz und GuV. Er enthält Pflichtangaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Erläuterungen zu einzelnen Posten und weitere gesetzlich vorgeschriebene Informationen.

  • Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB)
  • Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB)
  • Erläuterungen zu Bilanzposten (z. B. Restlaufzeiten von Forderungen und Verbindlichkeiten)
  • Erläuterungen zur GuV (z. B. außerordentliche Aufwendungen und Erträge)
  • Angaben zur Anzahl der Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB)
  • Angaben zu Haftungsverhältnissen (§ 285 Nr. 3 HGB)
  • Gesamthonorar des Abschlussprüfers, falls vorhanden (§ 285 Nr. 17 HGB)

Lagebericht nach § 289 HGB

Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften nach § 267 HGB müssen einen Lagebericht erstellen. Dieser enthält eine Darstellung des Geschäftsverlaufs, der Lage der Gesellschaft, der Risiken und Chancen sowie eine Prognose der zukünftigen Entwicklung.

Hinweis

Kleine Kapitalgesellschaften sind nach § 264 Abs. 1 Satz 4 HGB von der Pflicht zur Erstellung eines Lageberichts befreit. Sie müssen nur Bilanz, GuV und Anhang erstellen.

Die Größenklasse Ihrer Gesellschaft bestimmt sich nach § 267 HGB anhand von Bilanzsumme, Umsatzerlösen und durchschnittlicher Mitarbeiterzahl. Diese Kriterien müssen an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen über- bzw. unterschritten werden.

Schritt 6: Feststellung und Offenlegung

Nach Erstellung des Jahresabschlusses muss dieser von den zuständigen Gesellschaftsorganen festgestellt und anschließend beim Unternehmensregister offengelegt werden. Beide Schritte unterliegen gesetzlichen Fristen.

Feststellung des Jahresabschlusses

Bei der GmbH und UG stellen die Gesellschafter in der Gesellschafterversammlung den Jahresabschluss fest (§ 42a Abs. 2 GmbHG, § 46 Nr. 1 GmbHG). Die Feststellungsfristen sind größenabhängig.

Größenklasse Feststellungsfrist Rechtsgrundlage
Kleine Kapitalgesellschaft 11 Monate nach Bilanzstichtag § 42a Abs. 2 Satz 1 GmbHG
Mittelgroße Kapitalgesellschaft 8 Monate nach Bilanzstichtag § 42a Abs. 2 Satz 2 GmbHG
Große Kapitalgesellschaft 8 Monate nach Bilanzstichtag § 42a Abs. 2 Satz 2 GmbHG

Bei Bilanzstichtag 31.12.2025 muss eine kleine GmbH den Jahresabschluss bis spätestens 30.11.2026 feststellen, eine mittelgroße oder große GmbH bis spätestens 31.08.2026.

Offenlegung beim Unternehmensregister

Nach § 325 HGB müssen Kapitalgesellschaften den festgestellten Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag beim Unternehmensregister einreichen. Seit dem DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch beim Unternehmensregister.

Achtung

Bei verspäteter oder fehlender Offenlegung droht ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB. Das Bundesamt für Justiz verhängt Ordnungsgelder zwischen 500 und 25.000 Euro. Die Offenlegung erfolgt nur noch beim Unternehmensregister – nicht mehr beim Bundesanzeiger.

  • Kleine Kapitalgesellschaften: Verkürzte Bilanz, verkürzte GuV, Anhang (§ 326 HGB)
  • Kleinstkapitalgesellschaften: Nur Bilanz erforderlich (§ 326 Abs. 1 HGB)
  • Mittelgroße Kapitalgesellschaften: Vollständige Bilanz, GuV, Anhang, Lagebericht (§ 325 Abs. 1 HGB)
  • Große Kapitalgesellschaften: Wie mittelgroß plus ggf. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Häufige Fehler bei Buchhaltung und Jahresabschluss

Trotz klarer gesetzlicher Vorgaben führen wiederkehrende Fehler regelmäßig zu Problemen bei der Erstellung, Feststellung oder Offenlegung des Jahresabschlusses. Diese Fehler lassen sich durch strukturierte Vorbereitung vermeiden.

Typische Fehlerquellen

Unvollständige Buchhaltung

Fehlende Belege, nicht gebuchte Geschäftsvorfälle oder nachträgliche Buchungen führen zu fehlerhaften Abschlüssen und Rückfragen

Falsche Bewertung

Verstöße gegen § 253 HGB bei Abschreibungen, Rückstellungen oder Forderungsbewertung verfälschen das Jahresergebnis

Fehlerhafte Gliederung

Abweichungen von § 266 HGB (Bilanz) oder § 275 HGB (GuV) führen zur Zurückweisung beim Unternehmensregister

Vermeidung durch Systematik

  • Laufende Buchhaltung monatlich abschließen und prüfen
  • Checklisten für Jahresabschlussarbeiten verwenden
  • Größenklasse jährlich nach § 267 HGB überprüfen
  • Fristen für Feststellung und Offenlegung im Kalender eintragen
  • Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer frühzeitig einbinden
  • Software mit HGB-konformen Gliederungsschemata nutzen
  • Vor Offenlegung Vollständigkeit und Plausibilität prüfen

„Die meisten Fehler entstehen nicht aus Unwissenheit, sondern aus Zeitdruck und fehlender Systematik. Wer Buchhaltung und Jahresabschluss als fortlaufenden Prozess versteht und nicht als Jahresendstress, vermeidet nahezu alle typischen Probleme.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Fristen-Übersicht für das Geschäftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025)

Für eine GmbH mit dem Bilanzstichtag 31.12.2025 gelten im Jahr 2026 folgende verbindliche Fristen. Die Einhaltung dieser Termine ist gesetzlich vorgeschrieben und wird bei Versäumnis sanktioniert.

Frist Rechtsgrundlage Konsequenz bei Versäumnis
Feststellung bis 30.11.2026 (kleine GmbH) § 42a Abs. 2 Satz 1 GmbHG Verzögerung der Offenlegung, Ordnungsgeld möglich
Feststellung bis 31.08.2026 (mittel/große GmbH) § 42a Abs. 2 Satz 2 GmbHG Verzögerung der Offenlegung, Ordnungsgeld möglich
Offenlegung bis 31.12.2026 § 325 Abs. 1 HGB Ordnungsgeld 500–25.000 € nach § 335 HGB
Aufbewahrung Jahresabschluss 10 Jahre § 257 Abs. 1 Nr. 4 HGB Bußgeld nach § 283b StGB möglich

Die Offenlegungsfrist von 12 Monaten nach § 325 HGB gilt unabhängig von der Größenklasse für alle Kapitalgesellschaften. Eine verspätete Einreichung beim Unternehmensregister führt automatisch zu einem Ordnungsgeldverfahren durch das Bundesamt für Justiz.

12

Monate Offenlegungsfrist

11

Monate Feststellung (klein)

8

Monate Feststellung (mittel/groß)

25.000 €

Max. Ordnungsgeld

Hinweis

Planen Sie ausreichend Vorlaufzeit ein: Die Erstellung des Jahresabschlusses benötigt je nach Komplexität und Qualität der Buchhaltung zwischen 4 und 12 Wochen. Beginnen Sie spätestens im Februar 2026 mit den Jahresabschlussarbeiten für 2025.

Häufig gestellte Fragen

Welche Fristen gelten 2026 für die Offenlegung des Jahresabschlusses einer GmbH?

Nach § 325 HGB müssen alle Kapitalgesellschaften den Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag beim Unternehmensregister offenlegen. Bei Bilanzstichtag 31.12.2025 ist die Frist der 31.12.2026. Zusätzlich muss der Jahresabschluss vorher festgestellt werden: kleine GmbHs haben 11 Monate Zeit (bis 30.11.2026), mittelgroße und große GmbHs 8 Monate (bis 31.08.2026) gemäß § 42a GmbHG.

Was passiert, wenn die Offenlegungsfrist nicht eingehalten wird?

Bei verspäteter oder fehlender Offenlegung leitet das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein. Das Ordnungsgeld beträgt zwischen 500 und 25.000 Euro. Die Offenlegung bleibt auch nach Zahlung des Ordnungsgelds verpflichtend. Seit DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister.

Welche Bestandteile gehören zum Jahresabschluss einer GmbH?

Der Jahresabschluss einer Kapitalgesellschaft besteht nach § 264 Abs. 1 HGB aus Bilanz (§ 266 HGB), Gewinn- und Verlustrechnung (§ 275 HGB) und Anhang (§ 284 HGB). Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften müssen zusätzlich einen Lagebericht nach § 289 HGB erstellen. Kleinstkapitalgesellschaften können unter bestimmten Voraussetzungen auf GuV und Anhang verzichten.

Wie hängen laufende Buchhaltung und Jahresabschluss zusammen?

Der Jahresabschluss ist das formalisierte Ergebnis der laufenden Buchführung. Er fasst alle Geschäftsvorfälle des Geschäftsjahres zusammen, die zuvor gemäß § 238 HGB chronologisch und systematisch gebucht wurden. Eine fehlerhafte oder unvollständige Buchhaltung führt zwangsläufig zu einem mangelhaften Jahresabschluss. Die Qualität der laufenden Buchführung bestimmt damit direkt die Rechtssicherheit und Prüfbarkeit des Jahresabschlusses.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 325 HGB – Offenlegung, § 335 HGB – Ordnungsgeldverfahren, § 42a GmbHG – Feststellung, § 267 HGB – Größenklassen. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
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Ben
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