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Lesedauer

17–25 Minuten

OnlineBilanzBlogAbschlussbuchungen Jahresende

Abschlussbuchungen Jahresende 2026 – Leitfaden – Alles Wichtige

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Zum Jahresende müssen Unternehmen Abschlussbuchungen vornehmen, um die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz periodengerecht abzuschließen. Einen Überblick über alle Buchungen im Jahresabschluss SKR 04 – von Abschreibungen über Rückstellungen bis zu Rechnungsabgrenzungsposten – erhalten Sie in unserem detaillierten Leitfaden. OnlineBilanz unterstützt Sie mit erfahrenen Steuerberatern bei allen Schritten zum rechtssicheren Jahresabschluss 2026.

SG
Servet Gündogan

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Kurzantwort

Abschlussbuchungen am Jahresende dienen der periodengerechten Erfolgsermittlung und umfassen typischerweise Abschreibungen, Rückstellungen, Rechnungsabgrenzungsposten, Bestandsveränderungen sowie Forderungsbewertungen. Sie sind erforderlich, um die Bilanz und GuV nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (§ 238 ff. HGB) korrekt aufzustellen. Ohne diese Buchungen wäre der Jahresabschluss unvollständig und entspräche nicht den handels- und steuerrechtlichen Anforderungen.

Was sind Abschlussbuchungen und warum sind sie am Jahresende erforderlich?

Abschlussbuchungen sind alle Buchungen, die nach Ende des Geschäftsjahres – in der Regel zum 31. Dezember – erforderlich sind, um die laufende Buchhaltung in einen handelsrechtlich und steuerlich korrekten Jahresabschluss zu überführen. Sie dienen der periodengerechten Erfolgsermittlung und der Einhaltung der Rechnungslegungsgrundsätze nach § 243 HGB (Vollständigkeit, Richtigkeit, Klarheit und Übersichtlichkeit).

Während des laufenden Geschäftsjahres werden in der Finanzbuchhaltung primär Geschäftsvorfälle erfasst – Eingangsrechnungen, Ausgangsrechnungen, Zahlungen, Lohn- und Gehaltsbuchungen. Diese laufende Buchhaltung bildet jedoch noch nicht das periodengerechte Ergebnis ab. Abschlussbuchungen sorgen dafür, dass Aufwendungen und Erträge dem wirtschaftlichen Verursachungsjahr zugeordnet werden, auch wenn Zahlungsflüsse in ein anderes Jahr fallen.

Praxis-Hinweis

Die Abschlussbuchungen werden typischerweise im Januar oder Februar des Folgejahres vorgenommen, sobald alle Belege des abgelaufenen Jahres vollständig vorliegen. Für eine GmbH mit Bilanzstichtag 31.12.2025 bedeutet dies: Abschlussbuchungen erfolgen in Q1/2026, damit der Jahresabschluss innerhalb der gesetzlichen Fristen nach § 42a GmbHG festgestellt (acht Monate) und nach § 325 HGB offengelegt (zwölf Monate) werden kann.

Rechtliche Grundlagen der Abschlussbuchungen

  • § 242 HGB: Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses (Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung)
  • § 243 HGB: Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) – Vollständigkeit, Richtigkeit, zeitgerechte Buchung und Nachprüfbarkeit
  • § 246 HGB: Vollständigkeitsgebot – alle Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge müssen erfasst werden
  • § 252 HGB: Allgemeine Bewertungsgrundsätze, insbesondere das Realisationsprinzip und das Imparitätsprinzip

Welche typischen Abschlussbuchungen gibt es zum Jahresende?

Die Abschlussbuchungen lassen sich systematisch in mehrere Kategorien einteilen. Jede Kategorie verfolgt ein spezifisches bilanzielles oder steuerliches Ziel und ist durch konkrete handelsrechtliche Vorschriften geregelt.

Kategorie Zweck Rechtsgrundlage Beispiele
Abschreibungen Planmäßige Wertminderung des Anlagevermögens § 253 Abs. 3 HGB AfA auf Maschinen, Gebäude, Software
Rückstellungen Bilanzierung ungewisser Verbindlichkeiten § 249 HGB Urlaubsrückstellung, Prozesskostenrückstellung
Rechnungsabgrenzung Periodengerechte Zuordnung von Aufwendungen und Erträgen § 250 HGB Vorauszahlungen Versicherung, Miete
Bestandsveränderungen Erfassung von unfertigen und fertigen Erzeugnissen § 275 HGB Mehr-/Minderbestand Halbfabrikate
Forderungsbewertung Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen § 253 Abs. 4 HGB Zweifelhafte Forderungen, Delkredere
Körperschaftsteuerrückstellung Abgrenzung der laufenden Steuerschuld § 249 Abs. 1 HGB KSt, GewSt auf Jahresergebnis

Die konkrete Auswahl und der Umfang der Abschlussbuchungen hängen von der Branche, der Unternehmensgröße und der individuellen Geschäftstätigkeit ab. Eine produzierende GmbH wird beispielsweise umfangreiche Bestandsveränderungen buchen müssen, während eine Dienstleistungs-GmbH häufig mit Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Projekte arbeitet.

„In der Praxis zeigt sich, dass viele Buchführungsfehler am Jahresende auf unvollständige oder verspätete Erfassung von Rechnungsabgrenzungen und Rückstellungen zurückzuführen sind. Eine strukturierte Checkliste und rechtzeitige Abstimmung mit dem Steuerberater vermeiden teure Korrekturbuchungen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Wie werden Abschreibungen am Jahresende korrekt gebucht?

Abschreibungen erfassen die planmäßige Wertminderung von Anlagevermögen über die Nutzungsdauer gemäß § 253 Abs. 3 Satz 1 und 2 HGB. Sie verteilen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten zeitanteilig auf die Jahre der betriebsgewöhnlichen Nutzung und mindern so den Gewinn periodengerecht.

Lineare Abschreibung (Regelfall)

Die lineare Abschreibung verteilt die Anschaffungskosten gleichmäßig über die Nutzungsdauer. Für eine Maschine mit Anschaffungskosten von 100.000 Euro (netto) und einer Nutzungsdauer von 10 Jahren ergibt sich eine jährliche Abschreibung von 10.000 Euro.

Buchungssatz: Abschreibungen auf Sachanlagen (Aufwand) 10.000 Euro an Maschinen (Aktivkonto) 10.000 Euro

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)

Seit 2018 gilt: Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 Euro (netto) können im Jahr der Anschaffung sofort als Betriebsausgabe abgesetzt werden (§ 6 Abs. 2 EStG). Wirtschaftsgüter zwischen 250 Euro und 1.000 Euro (netto) können alternativ in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre abgeschrieben werden (§ 6 Abs. 2a EStG).

Achtung bei Anschaffungen im Laufe des Jahres

Bei Anschaffung während des Jahres ist die Abschreibung zeitanteilig (monatsgenau) vorzunehmen. Eine am 1. Juli 2025 angeschaffte Maschine (10.000 Euro/Jahr) wird im Geschäftsjahr 2025 nur mit 6/12 = 5.000 Euro abgeschrieben. Die volle Jahresabschreibung erfolgt ab 2026.

Außerplanmäßige Abschreibungen

Nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB ist bei voraussichtlich dauernder Wertminderung eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorzunehmen (Niederstwertprinzip). Beispiel: Eine IT-Anlage wird durch technologischen Wandel dauerhaft entwertet. Der Restbuchwert ist auf den am Bilanzstichtag erzielbaren Veräußerungspreis abzuschreiben.

  • Planmäßige Abschreibung: zeitliche Verteilung der Anschaffungskosten
  • Außerplanmäßige Abschreibung: dauerhafte Wertminderung unter planmäßigen Buchwert
  • Zuschreibungsgebot: Bei Wegfall der außerplanmäßigen Abschreibungsgründe ist nach § 253 Abs. 5 HGB eine Zuschreibung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorzunehmen

Welche Rückstellungen müssen am Jahresende gebildet werden?

Rückstellungen sind nach § 249 Abs. 1 HGB für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. Sie dienen der periodengerechten Erfolgsermittlung und der Einhaltung des Imparitätsprinzips: Verluste sind zu antizipieren, Gewinne erst bei Realisierung zu erfassen.

Pflicht-Rückstellungen nach § 249 Abs. 1 HGB

Rückstellungsart Rechtsgrundlage Beispiel Bewertung
Ungewisse Verbindlichkeiten § 249 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 HGB Urlaubsrückstellung, Jahresabschlusserstellung Erfüllungsbetrag (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB)
Drohverlustrückstellung § 249 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 HGB Verlustauftrag, ungünstiger Mietvertrag Negativer Erfüllungssaldo
Gewährleistungsrückstellung § 249 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 HGB Garantieverpflichtungen aus Produktverkäufen Schätzung auf Basis Erfahrungswerte
Prozesskostenrückstellung § 249 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 HGB Laufendes Gerichtsverfahren Anwaltsprognose inkl. Prozesskosten

Seit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG, 2010) ist das Ansatzwahlrecht für Aufwandsrückstellungen (z. B. für Instandhaltung) entfallen. Nur noch echte Verbindlichkeiten dürfen als Rückstellung passiviert werden.

Typische Rückstellungen in der GmbH-Praxis

  • Urlaubsrückstellung: Für am Bilanzstichtag noch nicht genommene Urlaubsansprüche der Arbeitnehmer, bewertet mit dem Bruttogehalt inkl. Arbeitgeberanteil Sozialversicherung
  • Jahresabschluss- und Prüfungskosten: Für die Erstellung des Jahresabschlusses 2025 durch den Steuerberater (wird erst 2026 abgerechnet)
  • Steuern: Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerrückstellung auf Basis des vorläufigen Jahresergebnisses 2025
  • Tantieme Geschäftsführer: Wenn im Anstellungsvertrag eine erfolgsabhängige Vergütung vereinbart ist und der Anspruch 2025 wirtschaftlich entstanden ist
  • Archivierungskosten: Kosten für die zehnjährige Aufbewahrung von Buchungsbelegen des Jahres 2025

„Die korrekte Bewertung von Rückstellungen erfordert sorgfältige Schätzung. Wir empfehlen, für wiederkehrende Rückstellungen wie Urlaubsansprüche oder Jahresabschlusskosten standardisierte Berechnungstabellen zu führen. Das spart Zeit und sorgt für Kontinuität in der Bewertung.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Buchungssatz Urlaubsrückstellung: Personalaufwand (oder: sonstiger betrieblicher Aufwand) an Rückstellung für Urlaubsverpflichtungen

Abzinsung bei Restlaufzeit über einem Jahr

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abzuzinsen. Die Bundesbank veröffentlicht die maßgeblichen Abzinsungssätze monatlich.

Was sind Rechnungsabgrenzungsposten und wie werden sie gebucht?

Rechnungsabgrenzungsposten (RAP) dienen nach § 250 HGB der periodengerechten Abgrenzung von Aufwendungen und Erträgen, die zeitlich über die Bilanzstichtage hinausreichen. Sie stellen sicher, dass Aufwendungen und Erträge dem Geschäftsjahr zugeordnet werden, zu dem sie wirtschaftlich gehören – unabhängig vom Zahlungszeitpunkt.

Aktive Rechnungsabgrenzung (ARAP) – § 250 Abs. 1 HGB

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet, wenn ein Aufwand vor dem Bilanzstichtag gezahlt wurde, aber wirtschaftlich ganz oder teilweise eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betrifft.

Beispiel: Eine Versicherungsprämie von 12.000 Euro wird am 1. Oktober 2025 für den Zeitraum 1. Oktober 2025 bis 30. September 2026 gezahlt. Am Bilanzstichtag 31.12.2025 betrifft der Anteil Oktober bis Dezember 2025 (3 Monate = 3.000 Euro) das Geschäftsjahr 2025, der Anteil Januar bis September 2026 (9 Monate = 9.000 Euro) das Geschäftsjahr 2026.

Buchung am 1. Oktober 2025: Versicherungsaufwand 12.000 Euro an Bank 12.000 Euro

Abschlussbuchung am 31. Dezember 2025: Aktive Rechnungsabgrenzung 9.000 Euro an Versicherungsaufwand 9.000 Euro

Resultat: In der GuV 2025 erscheinen nur 3.000 Euro Versicherungsaufwand. Die 9.000 Euro werden in der Bilanz aktiviert und im Folgejahr 2026 gewinnmindernd aufgelöst.

Passive Rechnungsabgrenzung (PRAP) – § 250 Abs. 2 HGB

Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet, wenn ein Ertrag vor dem Bilanzstichtag vereinnahmt wurde, aber wirtschaftlich ganz oder teilweise eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betrifft.

Beispiel: Ein Mieter zahlt am 20. Dezember 2025 die Miete für Januar 2026 in Höhe von 5.000 Euro. Die Zahlung ist im Geschäftsjahr 2025 eingegangen, die Leistung (Überlassung der Mietsache) erfolgt jedoch erst 2026.

Buchung am 20. Dezember 2025: Bank 5.000 Euro an Mietertrag 5.000 Euro

Abschlussbuchung am 31. Dezember 2025: Mietertrag 5.000 Euro an Passive Rechnungsabgrenzung 5.000 Euro

Resultat: Der Mietertrag wird aus der GuV 2025 eliminiert und in der Bilanz passiviert. Im Januar 2026 wird die PRAP gewinnerhöhend aufgelöst.

  • Alle mehrjährigen Verträge (Versicherungen, Lizenzen, Wartungsverträge, Mieten) auf Abgrenzungsbedarf prüfen
  • Zahlungszeitpunkt und wirtschaftliche Zugehörigkeit vergleichen
  • Zeitanteilige Aufteilung vornehmen (monatsgenau)
  • Aktive RAP für vorab gezahlte Aufwendungen, passive RAP für vorab vereinnahmte Erträge
  • Im Folgejahr: automatische Auflösung der RAP über Eröffnungsbilanz oder manuelle Umbuchung

Wie werden Bestandsveränderungen bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen erfasst?

Bestandsveränderungen betreffen produzierende und handelsnahe Unternehmen und dienen der periodengerechten Erfolgsermittlung. Sie erfassen die Mehr- oder Minderbestände an unfertigen Erzeugnissen, fertigen Erzeugnissen und Waren zwischen Jahresanfang und Jahresende. Die rechtliche Grundlage bildet § 275 Abs. 2 Nr. 2 und Abs. 3 Nr. 2 HGB.

Warum sind Bestandsveränderungen erforderlich?

In der laufenden Finanzbuchhaltung werden alle Material- und Fertigungsaufwendungen erfolgswirksam gebucht – unabhängig davon, ob die produzierten Güter im selben Jahr verkauft werden. Ohne Bestandsveränderung würde das Jahresergebnis verzerrt: Ein Unternehmen, das im Dezember intensiv produziert, aber erst im Januar verkauft, hätte hohe Aufwendungen in 2025, aber keinen entsprechenden Ertrag.

Die Bestandsveränderung korrigiert dies, indem sie die in den Beständen gebundenen Herstellungskosten aktiviert (Mehrbestand) oder die Auflösung von Vorjahresbeständen erfolgswirksam erfasst (Minderbestand).

Berechnung und Buchung

Beispiel: Ein Maschinenbau-Unternehmen hat am 1. Januar 2025 unfertige Erzeugnisse im Wert von 200.000 Euro (Inventurwert Vorjahr). Am 31. Dezember 2025 beträgt der Inventurwert der unfertigen Erzeugnisse 280.000 Euro.

Bestandsveränderung = Endbestand minus Anfangsbestand = 280.000 Euro – 200.000 Euro = +80.000 Euro (Mehrbestand)

Buchungssatz bei Mehrbestand: Unfertige Erzeugnisse (Aktivkonto) 80.000 Euro an Bestandsveränderungen unfertige Erzeugnisse (Ertragskonto) 80.000 Euro

In der GuV nach § 275 Abs. 2 HGB erscheint die Bestandsveränderung als Ertrag (Position 2), weil die im Jahr entstandenen Fertigungskosten teilweise in den Beständen gebunden sind und nicht als Aufwand wirken sollen.

Bei Minderbestand (Endbestand < Anfangsbestand) kehrt sich die Buchung um – die Bestandsveränderung wird als negativer Ertrag (bzw. als Aufwand) in der GuV ausgewiesen.

Bewertung zu Herstellungskosten

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind nach § 253 Abs. 1 HGB höchstens mit den Herstellungskosten anzusetzen. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens (§ 255 Abs. 2 HGB). Verwaltungsgemeinkosten dürfen aktiviert werden, sind aber nicht verpflichtend.

Bestandsveränderungen bei Handelswaren

Handelsunternehmen (keine Produktion) erfassen Bestandsveränderungen bei Waren. Die Systematik ist identisch: Mehrbestand erhöht das Ergebnis (aktivierte Anschaffungskosten), Minderbestand mindert es.

  • Anfangsbestand aus Vorjahresbilanz übernehmen
  • Endbestand durch körperliche Inventur am 31.12. (oder zeitnahe Stichtagsinventur) ermitteln
  • Differenz buchen: Mehrbestand = Aktivierung + Ertrag, Minderbestand = Auflösung + Aufwand
  • Bewertung: unfertige/fertige Erzeugnisse zu Herstellungskosten, Waren zu Anschaffungskosten (jeweils Niederstwertprinzip § 253 Abs. 4 HGB)

Wie werden Forderungen zum Jahresende bewertet und abgeschrieben?

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nach § 253 Abs. 1 HGB mit dem Nennwert (Rechnungsbetrag) anzusetzen. Zum Bilanzstichtag ist jedoch zu prüfen, ob der Nennwert realisierbar ist oder ob Ausfallrisiken bestehen. In diesem Fall sind Wertberichtigungen oder Abschreibungen vorzunehmen.

Einzelwertberichtigung (EWB)

Einzelwertberichtigungen werden für konkret identifizierte Forderungen gebildet, bei denen das Ausfallrisiko erkennbar ist – beispielsweise bei Insolvenz des Schuldners, gerichtlicher Auseinandersetzung oder wiederholter Zahlungsunfähigkeit.

Beispiel: Eine Forderung über 50.000 Euro ist seit sechs Monaten überfällig, der Kunde hat Insolvenz angemeldet. Die Insolvenzquote wird auf 20 % geschätzt. Die erwartete Ausfallquote beträgt daher 80 % = 40.000 Euro.

Buchungssatz: Abschreibungen auf Forderungen (Aufwand) 40.000 Euro an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40.000 Euro

Alternativ kann eine Wertberichtigung über ein Korrekturkonto erfolgen, sodass die ursprüngliche Forderung brutto in der Nebenbuchhaltung erhalten bleibt.

Pauschalwertberichtigung (PWB) / Delkredere

Für das allgemeine Ausfallrisiko des gesamten Forderungsbestands wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Sie basiert auf Erfahrungswerten vergangener Jahre (z. B. durchschnittlich 1–2 % Forderungsausfälle) und wird auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen angewendet.

Beispiel: Der Forderungsbestand beträgt 500.000 Euro. Davon sind 50.000 Euro bereits einzelwertberichtigt. Auf die verbleibenden 450.000 Euro wird eine Pauschalwertberichtigung von 1,5 % = 6.750 Euro gebildet.

Buchungssatz: Abschreibungen auf Forderungen 6.750 Euro an Pauschalwertberichtigung Forderungen (Korrekturkonto) 6.750 Euro

Praxis-Hinweis: Dokumentation des Ausfallrisikos

Die Einzelwertberichtigung muss nachvollziehbar dokumentiert sein: Mahnhistorie, Schriftwechsel, Insolvenzbekanntmachungen oder Rechtsanwaltseinschätzung. Das Finanzamt und der Abschlussprüfer prüfen die Angemessenheit der Bewertung. Die Pauschalwertberichtigung sollte auf Basis statistischer Auswertungen der letzten drei bis fünf Jahre ermittelt werden.

Endgültige Ausbuchung uneinbringlicher Forderungen

Ist eine Forderung endgültig uneinbringlich (z. B. Insolvenzverfahren abgeschlossen, kein Vermögen vorhanden), wird sie vollständig ausgebucht.

Buchungssatz: Forderungsverluste (oder: außerordentliche Aufwendungen) an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Wurde die Forderung zuvor wertberichtigt, ist zunächst die Wertberichtigung aufzulösen, bevor die Restforderung ausgebucht wird.

Welche sonstigen Abschlussbuchungen sind zum Jahresende erforderlich?

Neben den klassischen Abschlussbuchungen (Abschreibungen, Rückstellungen, RAP, Bestandsveränderungen, Forderungsbewertung) gibt es weitere, teils branchenspezifische oder situationsbedingte Abschlussbuchungen, die für einen vollständigen und GoB-konformen Jahresabschluss erforderlich sind.

Abgrenzung von Verbindlichkeiten (sonstige Verbindlichkeiten)

Leistungen, die im Geschäftsjahr 2025 erbracht wurden, deren Rechnung aber erst 2026 eingeht, sind periodengerecht abzugrenzen. Dies betrifft häufig Strom, Gas, Wasser, Telekommunikation, Beratungsleistungen oder Fremdarbeiten.

Beispiel: Der Stromverbrauch Dezember 2025 wird erst im Januar 2026 abgerechnet (geschätzt 3.500 Euro).

Buchungssatz am 31.12.2025: Energiekosten 3.500 Euro an Sonstige Verbindlichkeiten 3.500 Euro

Im Januar 2026 erfolgt die Auflösung und Umbuchung auf die tatsächliche Rechnung.

Privatentnahmen und Privateinlagen (bei Einzelunternehmen/Personengesellschaften)

In Personengesellschaften und Einzelunternehmen sind Privatentnahmen und -einlagen über das Kapitalkonto abzuschließen. In der GmbH entfällt dies, da Geschäftsführergehälter und Ausschüttungen eigenständig erfasst werden.

Bewertung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (RHB)

Vorräte (RHB-Stoffe) sind zum Bilanzstichtag körperlich zu inventarisieren und nach § 253 Abs. 4 HGB zu bewerten. Maßgeblich sind die Anschaffungskosten, bei gesunkenen Wiederbeschaffungspreisen jedoch der niedrigere Zeitwert (strenges Niederstwertprinzip).

Nicht mehr verwertbare oder veraltete Bestände (z. B. veraltete IT-Komponenten, abgelaufene Materialien) sind auf den Schrottwert oder auf null abzuschreiben.

Abgrenzung latenter Steuern (bei mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften)

Nach § 274 HGB besteht für Kapitalgesellschaften, die nicht als klein i. S. d. § 267 Abs. 1 HGB gelten, ein Ansatzgebot für passive latente Steuern und ein Ansatzwahlrecht für aktive latente Steuern. Latente Steuern erfassen Differenzen zwischen handelsrechtlichem und steuerlichem Ergebnis, die sich in späteren Jahren voraussichtlich ausgleichen (z. B. unterschiedliche Abschreibungsmethoden, steuerliche Verlustvorträge).

„Die Bilanzierung latenter Steuern ist komplex und erfordert fundierte Kenntnisse im Steuerrecht. Wir empfehlen, diese Abschlussbuchung durch einen Steuerberater vornehmen zu lassen – insbesondere bei erstmaliger Anwendung oder bei wesentlichen Bewertungsunterschieden.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Gewinnvortrag und Verlustvortrag (Ergebnisverwendung)

Der Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag wird nach Feststellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschafterversammlung verwendet: Einstellung in Gewinnrücklagen, Ausschüttung oder Vortrag auf neue Rechnung. Die entsprechende Umbuchung erfolgt nach § 42a GmbHG im Rahmen der Beschlussfassung und wird im Anhang bzw. im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Checkliste: Diese Schritte sollten Sie bei den Abschlussbuchungen beachten

Eine strukturierte Checkliste hilft, alle erforderlichen Abschlussbuchungen vollständig und fristgerecht durchzuführen. Die folgende Übersicht orientiert sich an der Praxis mittelständischer GmbHs und deckt die wichtigsten Positionen ab.

  • Vorbereitung: Alle Belege des Geschäftsjahres 2025 vollständig erfasst und kontiert
  • Bankabstimmung: Saldo lt. Buchhaltung mit Kontoauszug 31.12.2025 abgestimmt, offene Posten geklärt
  • Kassensturz: Kassenbestand durch Zählung festgestellt, Kassenbericht erstellt
  • Forderungen: Offene Posten-Liste geprüft, Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigung gebildet
  • Verbindlichkeiten: Offene Eingangsrechnungen erfasst, sonstige Verbindlichkeiten für noch nicht berechnete Leistungen abgegrenzt
  • Vorräte: Inventur von Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffen sowie unfertigen und fertigen Erzeugnissen durchgeführt, Bewertung zu Anschaffungs-/Herstellungskosten (Niederstwertprinzip)
  • Bestandsveränderungen: Mehr-/Minderbestände ermittelt und gebucht
  • Abschreibungen: Planmäßige AfA auf alle Anlagegüter gebucht, ggf. außerplanmäßige Abschreibungen bei dauerhafter Wertminderung
  • Rechnungsabgrenzung: Aktive und passive RAP für zeitraumbezogene Aufwendungen/Erträge gebildet
  • Rückstellungen: Urlaub, Jahresabschlusskosten, Steuern, Gewährleistungen, Prozessrisiken bewertet und gebucht
  • Anlagenspiegel: Zu- und Abgänge im Anlagevermögen dokumentiert, kumulierte Abschreibungen fortgeschrieben
  • Darlehen/Verbindlichkeiten: Zinsabgrenzung geprüft, Tilgungsanteile korrekt zugeordnet
  • Umsatzsteuer: Voranmeldungen 2025 mit Buchhaltung abgestimmt, ggf. Dauerfristverlängerung berücksichtigt
  • Steuerrückstellung: Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerrückstellung auf Basis des vorläufigen Ergebnisses berechnet
  • Eigenkapital: Stammkapital, Kapitalrücklage, Gewinnrücklagen laut Satzung und Gesellschafterbeschlüssen nachvollzogen
  • Abstimmung Summen- und Saldenliste: Alle Konten abgestimmt, Buchungsfehler korrigiert
  • Vorbereitung Anhang: Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Haftungsverhältnissen, Organbezügen vorbereitet

Digitale Unterstützung durch OnlineBilanz

Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lassen möchte, ohne langes Suchen und Wartezeiten, findet auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen. Unser Team übernimmt sämtliche Abschlussbuchungen, erstellt den handelsrechtlichen Jahresabschluss und kümmert sich um die fristgerechte Offenlegung beim Unternehmensregister.

Fristen nach Bilanzstichtag 31.12.2025

Frist Rechtsgrundlage Was ist zu tun? Spätester Termin
8 Monate (mittelgroße/große GmbH) § 42a Abs. 2 GmbHG Jahresabschluss durch Geschäftsführer aufgestellt, durch Gesellschafter festgestellt 31.08.2026
11 Monate (kleine GmbH) § 42a Abs. 2 GmbHG Jahresabschluss durch Geschäftsführer aufgestellt, durch Gesellschafter festgestellt 30.11.2026
12 Monate § 325 Abs. 1 HGB Offenlegung beim Unternehmensregister (elektronisch) 31.12.2026
Bei Fristversäumnis § 335 HGB Ordnungsgeldverfahren durch Bundesamt für Justiz (500–25.000 Euro) Nach Mahnung

Achtung: Ordnungsgeld bei verspäteter Offenlegung

Das Bundesamt für Justiz überwacht die Offenlegungspflicht und leitet bei Versäumnis ein Ordnungsgeldverfahren ein. Das Ordnungsgeld beträgt mindestens 500 Euro, kann aber bei wiederholter oder vorsätzlicher Pflichtverletzung bis zu 25.000 Euro betragen. Die Offenlegung erfolgt ausschließlich beim Unternehmensregister – nicht mehr beim Bundesanzeiger (Änderung durch DiRUG seit 01.08.2022).

Welche häufigen Fehler sollten bei Abschlussbuchungen vermieden werden?

Auch erfahrene Buchhalter und Geschäftsführer begehen bei Abschlussbuchungen immer wieder typische Fehler, die zu Bilanzierungsfehlern, Nachforderungen des Finanzamts oder Ordnungsgeldverfahren führen können. Die folgenden Punkte zeigen die häufigsten Fehlerquellen und wie Sie diese vermeiden.

1. Unvollständige oder verspätete Erfassung von Eingangsrechnungen

Eingangsrechnungen, die erst im Januar 2026 eingehen, aber Leistungen aus 2025 betreffen, müssen als sonstige Verbindlichkeit periodengerecht abgegrenzt werden. Fehlt diese Abgrenzung, ist das Jahresergebnis zu hoch ausgewiesen.

Lösung: Bereits im Dezember eine Liste erwarteter Eingangsrechnungen führen und diese schätzen. Nach Rechnungseingang im Januar erfolgt die Korrektur.

2. Fehlende oder fehlerhafte Inventur

Die körperliche Bestandsaufnahme zum Bilanzstichtag ist nach § 240 HGB zwingend. Wird die Inventur nicht oder fehlerhaft durchgeführt, sind die Bestandsveränderungen falsch und das Ergebnis verzerrt.

Lösung: Inventur systematisch planen, dokumentieren (Inventurlisten mit Unterschriften) und zeitnah durchführen. Permanente Inventur oder Stichtagsinventur mit zeitnaher Fortschreibung ist zulässig.

3. Überhöhte oder zu niedrige Rückstellungen

Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags anzusetzen. Willkürliche Bewertungen (z. B. pauschale 10 % vom Umsatz) sind unzulässig.

Lösung: Rückstellungen auf Basis konkreter Kalkulationen bilden – Urlaubsansprüche aus Lohnabrechnung, Steuerrückstellungen aus vorläufiger Steuererklärung, Gewährleistungen aus historischen Schadensfällen.

4. Vergessene Rechnungsabgrenzung bei mehrjährigen Verträgen

Versicherungen, Software-Lizenzen, Wartungsverträge mit Laufzeiten über den Jahreswechsel werden oft nicht zeitanteilig abgegrenzt.

Lösung: Alle Verträge mit Laufzeit über 31.12. systematisch erfassen und monatsgenaue Abgrenzungen vornehmen.

5. Fehlende Einzelwertberichtigungen bei erkennbaren Forderungsausfällen

Überfällige Forderungen werden oft nicht oder zu spät wertberichtigt, obwohl das Ausfallrisiko offensichtlich ist.

Lösung: Offene Posten-Liste monatlich pflegen, Mahnwesen konsequent führen, bei Zahlungsverzug über 90 Tage Einzelwertberichtigung prüfen.

6. Falsche oder unterlassene Abschreibungen

Abschreibungen werden vergessen, mit falschen Nutzungsdauern berechnet oder bei unterjähriger Anschaffung nicht zeitanteilig vorgenommen.

Lösung: Anlagenspiegel führen, AfA-Tabellen der Finanzverwaltung nutzen, bei Anschaffung im laufenden Jahr monatsgenau abschreiben.

„Die meisten Fehler entstehen durch Zeitdruck und fehlende Systematik. Wer frühzeitig mit den Vorbereitungen beginnt und eine Checkliste nutzt, vermeidet die typischen Stolperfallen. Bei Unsicherheiten sollte immer ein Steuerberater hinzugezogen werden – Nachkorrekturen sind teurer als die sorgfältige Erstbuchung.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Vollständigkeit sichern

Alle Belege erfassen, Abstimmungen durchführen, Offene-Posten-Listen prüfen

Bewertung dokumentieren

Rückstellungen und Wertberichtigungen nachvollziehbar begründen, Annahmen schriftlich festhalten

Fristen einhalten

Feststellung und Offenlegung rechtzeitig planen, Ordnungsgeld vermeiden

Häufig gestellte Fragen

Können Abschlussbuchungen noch nach dem 31.12. vorgenommen werden?

Ja, die technische Buchung kann auch im Januar erfolgen. Entscheidend ist, dass die Buchungen wirtschaftlich dem abgelaufenen Geschäftsjahr zugeordnet werden und mit dem Bilanzstichtag 31.12.2025 datiert sind. Die meisten Buchhaltungssoftware-Systeme erlauben es, Abschlussbuchungen auch nach Jahreswechsel rückwirkend zum 31.12. zu erfassen. Wichtig ist, dass die Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG eingehalten wird (11 bzw. 8 Monate nach Bilanzstichtag).

Wer darf Abschlussbuchungen vornehmen – nur der Steuerberater?

Abschlussbuchungen können grundsätzlich vom Unternehmer selbst, einem Buchhalter oder einem Steuerberater vorgenommen werden. Allerdings erfordert die korrekte Durchführung fundierte Kenntnisse des HGB, EStG und GoB. Bei GmbHs und anderen Kapitalgesellschaften empfiehlt es sich, den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen und prüfen zu lassen, da dieser die rechtlichen Anforderungen kennt und Haftungsrisiken minimiert.

Müssen Kleinunternehmer auch Abschlussbuchungen vornehmen?

Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG, die per Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG ihren Gewinn ermitteln, nehmen keine Abschlussbuchungen im buchhalterischen Sinne vor. Sie erfassen Einnahmen und Ausgaben nach dem Zu- und Abflussprinzip. Abschlussbuchungen wie Abschreibungen, Rückstellungen und RAP sind nur bei doppelter Buchführung erforderlich.

Was passiert, wenn Abschlussbuchungen vergessen werden?

Werden erforderliche Abschlussbuchungen vergessen, führt dies zu einem fehlerhaften Jahresabschluss, der nicht den GoB entspricht. Das kann handelsrechtliche Konsequenzen (§ 283b StGB bei vorsätzlicher Falschbilanz) und steuerliche Folgen (fehlerhafte Besteuerungsgrundlage) haben. Zudem drohen bei GmbHs Sanktionen wie Ordnungsgelder nach § 335 HGB, wenn der fehlerhafte Jahresabschluss offengelegt wird. Fehler sollten durch Berichtigung oder Nachtragsbuchungen korrigiert werden.

Gibt es Software, die Abschlussbuchungen automatisch vornimmt?

Moderne Buchhaltungssoftware kann bestimmte Abschlussbuchungen (z. B. regelmäßige AfA, Umbuchung Privatentnahmen) teilautomatisiert vorschlagen. Jedoch erfordert jede Abschlussbuchung eine individuelle Beurteilung und Sachverhaltsermittlung – etwa bei Rückstellungen, Forderungsbewertungen oder RAP. Eine vollständige Automatisierung ist deshalb nicht möglich. Die fachliche Prüfung durch einen Buchhalter oder Steuerberater bleibt unerlässlich.

Wie lange dauert die Durchführung der Abschlussbuchungen in der Praxis?

Der Zeitaufwand hängt von Unternehmensgröße, Komplexität der Geschäftsvorfälle und Qualität der laufenden Buchhaltung ab. In kleineren GmbHs mit sauberer Vorbuchhaltung benötigt ein Steuerberater 1–3 Tage für die Abschlussbuchungen. Bei größeren Unternehmen oder Nachholbedarf in der Buchhaltung kann der Prozess mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Eine kontinuierliche, monatliche Buchhaltung beschleunigt den Jahresabschluss erheblich.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 238 HGB – Buchführungspflicht, § 242 HGB – Pflicht zur Aufstellung von Jahresabschlüssen, § 253 HGB – Zugangs- und Folgebewertung, § 7 EStG – Absetzung für Abnutzung. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Kontakt & häufige Fragen

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Unsere Antworten.

Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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