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OnlineBilanzBlogEinsicht Jahresabschluss GmbH

Einsicht Jahresabschluss GmbH 2026: Rechte der Gesellschafter

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Gesellschafter einer GmbH haben nach § 51a GmbHG ein umfassendes Recht auf Einsicht in den Jahresabschluss und alle Unterlagen. Dieses Informationsrecht gilt unabhängig von der Beteiligungshöhe. Geschäftsführer müssen die gesetzlichen Grenzen und mögliche Verweigerungsgründe kennen.

SG
Servet Gündogan

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Kurzantwort

Jeder Gesellschafter hat nach § 51a GmbHG das Recht, jederzeit Einsicht in den Jahresabschluss der GmbH zu verlangen – unabhängig von der Höhe seiner Beteiligung. Das Einsichtsrecht umfasst Bilanz, GuV, Anhang, Lagebericht und die zugrunde liegende Buchführung. Eine Verweigerung ist nur bei konkreten Missbrauchsgefahren zulässig.

Gesetzliche Grundlage des Einsichtsrechts

Das Einsichtsrecht der Gesellschafter ist in § 51a GmbHG geregelt. Diese Vorschrift zählt zu den zentralen Informationsrechten im deutschen Gesellschaftsrecht und kann durch Satzungsbestimmungen nicht ausgeschlossen werden.

Nach § 51a GmbHG können die Gesellschafter von den Geschäftsführern jederzeit Auskunft über die Angelegenheiten der Gesellschaft verlangen und die Bücher und Schriften der Gesellschaft einsehen. Dieses Recht gilt umfassend und schließt ausdrücklich den Jahresabschluss ein.

Das Einsichtsrecht ist ein individualrechtliches Recht jedes einzelnen Gesellschafters. Es ist nicht von einem Gesellschafterbeschluss abhängig und kann auch nicht durch einen solchen eingeschränkt werden.

Hinweis

Das Einsichtsrecht nach § 51a GmbHG ist eines der stärksten Informationsrechte im deutschen Gesellschaftsrecht. Anders als im Aktienrecht haben GmbH-Gesellschafter einen umfassenden Anspruch auf Einsicht in alle Unterlagen – unabhängig von ihrer Beteiligungsquote.

§ 51a

GmbHG regelt das Einsichtsrecht

0 %

Mindestbeteiligung erforderlich

Jederzeit

Zeitliche Begrenzung

Wer ist zur Einsicht berechtigt?

Das Einsichtsrecht steht jedem Gesellschafter zu, unabhängig von der Höhe seiner Beteiligung. Ein Minderheitsgesellschafter mit 1 % Anteil hat dieselben Rechte wie ein Mehrheitsgesellschafter mit 99 % Anteil.

Entscheidend ist die formelle Gesellschafterstellung im Zeitpunkt der Geltendmachung des Einsichtsrechts. Maßgeblich ist die Eintragung im Gesellschafterregister nach § 40 GmbHG oder – bei noch nicht eingeführtem Register – die tatsächliche rechtliche Zuordnung der Geschäftsanteile.

Ausübung durch Bevollmächtigte

Das Einsichtsrecht kann durch einen bevollmächtigten Vertreter ausgeübt werden. In der Praxis sind dies häufig Steuerberater, Rechtsanwälte oder Wirtschaftsprüfer, die im Namen des Gesellschafters handeln.

Die Vollmacht muss sich ausdrücklich auf die Ausübung des Einsichtsrechts beziehen. Eine allgemeine Geschäftsvollmacht reicht nach der Rechtsprechung nicht aus. Die Geschäftsführung kann eine schriftliche Vollmacht verlangen.

Nicht berechtigte Personen

Keine Berechtigung

  • Ehemalige Gesellschafter nach Anteilsübertragung
  • Gläubiger des Gesellschafters
  • Dritte ohne Gesellschafterstellung
  • Erben vor Eintragung im Gesellschafterregister
  • Treuhänder ohne ausdrückliche Vollmacht

Berechtigung

  • Aktuelle Gesellschafter (alle Beteiligungsquoten)
  • Bevollmächtigte mit schriftlicher Vollmacht
  • Nießbraucher mit Verwaltungsrecht
  • Testamentsvollstrecker für Gesellschaftsanteile
  • Insolvenzverwalter über Gesellschaftsanteil

Umfang des Einsichtsrechts beim Jahresabschluss

Das Einsichtsrecht nach § 51a GmbHG ist umfassend und erstreckt sich auf alle Bücher und Schriften der Gesellschaft. Im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss umfasst dies alle Bestandteile nach § 264 HGB.

Pflichtbestandteile des Jahresabschlusses

  • Bilanz nach § 266 HGB mit allen Positionen
  • Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB
  • Anhang mit allen Pflichtangaben nach § 284 ff. HGB
  • Lagebericht (bei mittelgroßen und großen GmbH nach § 264 Abs. 1 HGB)
  • Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers (bei prüfungspflichtigen GmbH)
  • Ergebnisverwendungsbeschluss der Gesellschafterversammlung

Zugrunde liegende Buchführung

Das Einsichtsrecht erstreckt sich auch auf die zugrunde liegende Buchführung und Belege. Dies umfasst Hauptbuch, Nebenbücher, Kontenblätter, Buchungsbelege, Rechnungen und sonstige Geschäftsunterlagen, die der Erstellung des Jahresabschlusses dienen.

Der Gesellschafter kann grundsätzlich verlangen, einzelne Buchungen und deren Belege nachzuvollziehen. Die Geschäftsführung muss auch Arbeitspapiere und Abstimmungen vorlegen, die im Rahmen der Jahresabschlusserstellung angefertigt wurden.

„In der Praxis wird das Einsichtsrecht oft unterschätzt. Es geht nicht nur um die finale Bilanz, sondern umfasst alle Unterlagen, die zur Nachvollziehbarkeit erforderlich sind – einschließlich Bewertungsgutachten, Inventurlisten und buchhalterischer Abstimmungen.”

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Weitere einsehbare Unterlagen

  • Inventarlisten und Inventuraufzeichnungen
  • Bewertungsgutachten für Vermögensgegenstände
  • Verträge mit wesentlicher Bedeutung
  • Gesellschafterbeschlüsse und Protokolle
  • Korrespondenz mit dem Abschlussprüfer
  • Steuerbescheide und Betriebsprüfungsberichte

Form und Fristen der Einsichtnahme

Das Einsichtsrecht kann jederzeit geltend gemacht werden. Es gibt keine gesetzliche Frist, innerhalb derer der Gesellschafter sein Recht ausüben muss. Auch nach Feststellung des Jahresabschlusses bleibt das Einsichtsrecht bestehen.

Form der Geltendmachung

Ein Einsichtsverlangen bedarf keiner besonderen Form. Es kann mündlich, telefonisch, per E-Mail oder schriftlich erfolgen. Aus Beweisgründen empfiehlt sich jedoch eine schriftliche Geltendmachung mit genauer Bezeichnung der gewünschten Unterlagen.

Der Gesellschafter muss sein Verlangen nicht begründen. Die Geschäftsführung darf nicht nach den Motiven fragen oder die Einsicht von einer Begründung abhängig machen.

Ort und Zeit der Einsichtnahme

Die Einsichtnahme erfolgt grundsätzlich in den Geschäftsräumen der GmbH während der üblichen Geschäftszeiten. Der Gesellschafter muss auf die Betriebsabläufe Rücksicht nehmen, hat aber Anspruch auf einen zeitnahen Termin.

Der Gesellschafter hat das Recht, Kopien und Abschriften anzufertigen oder anfertigen zu lassen. Die Kosten dafür trägt grundsätzlich der Gesellschafter. Bei elektronischen Unterlagen kann die Übermittlung per E-Mail oder auf Datenträger verlangt werden.

Hinweis

Die Geschäftsführung muss dem Einsichtsverlangen innerhalb einer angemessenen Frist nachkommen. Was angemessen ist, hängt vom Umfang der verlangten Unterlagen ab – in der Regel sind dies bei Jahresabschlussunterlagen 1-2 Wochen.

Aspekt Regelung Rechtsfolge
Zeitpunkt Jederzeit, auch nach Feststellung Kein Ausschluss durch Zeitablauf
Form Formfrei, Textform ausreichend Auch E-Mail wirksam
Ort Geschäftsräume der GmbH Ausnahme bei berechtigtem Interesse
Kopien Anspruch auf Anfertigung Kosten trägt Gesellschafter
Reaktionsfrist Angemessene Frist (ca. 1-2 Wochen) Bei Verzug: gerichtliche Durchsetzung

Grenzen und Verweigerung der Einsicht

Das Einsichtsrecht nach § 51a GmbHG ist zwar umfassend, aber nicht schrankenlos. Eine Verweigerung ist nur unter engen Voraussetzungen zulässig und muss im Einzelfall begründet werden.

Missbrauchsgefahr

Die Einsicht kann verweigert werden, wenn die begründete Besorgnis besteht, dass der Gesellschafter die Informationen zu gesellschaftsfremden Zwecken verwenden wird. Dies ist der wichtigste Verweigerungsgrund in der Praxis.

Gesellschaftsfremde Zwecke liegen vor, wenn der Gesellschafter die Informationen nicht zur Wahrnehmung seiner Gesellschafterrechte nutzt, sondern etwa zur Schädigung der GmbH, zur Weitergabe an Wettbewerber oder zur Verfolgung rein persönlicher Interessen.

Achtung

Die bloße Vermutung reicht nicht aus. Die Geschäftsführung muss konkrete Tatsachen darlegen und beweisen, die eine Missbrauchsgefahr begründen. Eine pauschale Verweigerung ist rechtswidrig und kann zur Haftung führen.

Typische Verweigerungsgründe

Zulässige Verweigerungsgründe

  • Gesellschafter ist bei direktem Wettbewerber tätig
  • Konkrete Anhaltspunkte für Weitergabe an Dritte
  • Missbrauch bei früheren Einsichtnahmen
  • Gesellschafter verfolgt erkennbar Schädigungsabsicht
  • Querulatorisches, schikanöses Verhalten

Unzulässige Verweigerungsgründe

  • Allgemeiner Verweis auf Betriebsgeheimnisse
  • Gesellschafterstreit oder Konfliktlage
  • Minderheitsbeteiligung des Gesellschafters
  • Befürchtung negativer Publicity
  • Arbeitsaufwand bei der Zusammenstellung

Schutz von Geschäftsgeheimnissen

Das Vorliegen von Geschäftsgeheimnissen rechtfertigt grundsätzlich keine Verweigerung der Einsicht. Der Gesellschafter ist jedoch zur Verschwiegenheit verpflichtet und haftet bei unbefugter Weitergabe nach § 17 UWG (Verrat von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen).

Die Geschäftsführung kann vom Gesellschafter eine Verschwiegenheitserklärung verlangen. Allerdings darf die Einsicht nicht von deren Abgabe abhängig gemacht werden – die gesetzliche Verschwiegenheitspflicht besteht ohnehin.

Satzungsmäßige Beschränkungen

Das Einsichtsrecht nach § 51a GmbHG kann durch die Satzung nicht ausgeschlossen werden. Auch eine Beschränkung auf bestimmte Gesellschafter oder eine zeitliche Begrenzung ist unwirksam.

Zulässig sind lediglich Regelungen zum Verfahren der Einsichtnahme – etwa zur Ankündigungsfrist, zum Ort oder zur Kostenverteilung. Der Kerngehalt des Einsichtsrechts muss aber gewahrt bleiben.

Durchsetzung des Einsichtsrechts

Verweigert die Geschäftsführung die Einsicht zu Unrecht, kann der Gesellschafter sein Recht gerichtlich durchsetzen. Zuständig sind die ordentlichen Gerichte, nicht die Registergerichte.

Klage auf Einsicht

Der Gesellschafter kann beim zuständigen Landgericht Klage auf Einsicht erheben. Es handelt sich um eine Leistungsklage, mit der die Geschäftsführung zur Gewährung der Einsicht verurteilt werden soll.

Örtlich zuständig ist das Landgericht am Sitz der GmbH. Die Klage richtet sich gegen die Gesellschaft, vertreten durch die Geschäftsführung. Bei dringlichen Fällen kann auch ein Antrag im Wege der einstweiligen Verfügung gestellt werden.

Auskunftsklage nach § 51a Abs. 2 GmbHG

Neben der Einsicht kann der Gesellschafter auch Auskunft verlangen. Dies ist sinnvoll, wenn bestimmte Informationen erfragt werden sollen, ohne dass eine vollständige Einsichtnahme erforderlich ist.

Die Auskunft muss vollständig, richtig und aktuell sein. Eine pauschale oder unvollständige Auskunft genügt nicht. Der Gesellschafter kann auch mündliche Erläuterungen verlangen, etwa zu komplexen Bilanzpositionen.

Prozesskosten und Haftung

Unterliegt die GmbH im Rechtsstreit, trägt sie die gesamten Prozesskosten einschließlich der Anwaltskosten des Gesellschafters. Bei einer unrechtmäßigen Verweigerung können auch Schadensersatzansprüche entstehen.

Die Geschäftsführer können zudem persönlich haften, wenn sie das Einsichtsrecht ohne ausreichende Rechtfertigung verweigern und dadurch der Gesellschaft oder dem Gesellschafter ein Schaden entsteht (§ 43 GmbHG).

„Eine unrechtmäßige Verweigerung des Einsichtsrechts ist ein häufiger Haftungsfall in der Praxis. Geschäftsführer sollten im Zweifel die Einsicht gewähren und sich nicht auf vage Missbrauchsbedenken stützen. Die Beweislast für einen Verweigerungsgrund liegt bei der Gesellschaft.”

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

§ 51a

GmbHG als Anspruchsgrundlage

Landgericht

Zuständiges Gericht

100 %

Prozesskosten bei Verweigerung

Praxistipps für Geschäftsführer

Der Umgang mit Einsichtsverlangen erfordert rechtliches Verständnis und praktisches Fingerspitzengefühl. Eine professionelle Handhabung vermeidet Konflikte und rechtliche Risiken.

Empfohlenes Vorgehen bei Einsichtsverlangen

  1. Zeitnahe Reaktion: Bestätigen Sie den Eingang des Verlangens schriftlich und nennen Sie einen konkreten Termin (in der Regel innerhalb von 1-2 Wochen).
  2. Prüfung der Berechtigung: Stellen Sie sicher, dass der Verlangende tatsächlich Gesellschafter ist oder eine wirksame Vollmacht vorliegt.
  3. Vorbereitung der Unterlagen: Stellen Sie alle verlangten Unterlagen vollständig zusammen. Unvollständige Auskünfte führen zu Nachforderungen.
  4. Protokollierung: Dokumentieren Sie, welche Unterlagen wann eingesehen wurden. Lassen Sie sich ggf. eine Empfangsbestätigung geben.
  5. Rechtsberatung bei Zweifeln: Konsultieren Sie bei Missbrauchsverdacht oder sensiblen Unterlagen einen Rechtsanwalt, bevor Sie die Einsicht verweigern.

Dokumentation und Verschwiegenheit

Weisen Sie den Gesellschafter vor der Einsichtnahme auf seine Verschwiegenheitspflicht hin. Dies kann schriftlich oder bei der Einsichtnahme mündlich erfolgen. Eine Belehrung schafft Rechtssicherheit.

Dokumentieren Sie alle Einsichtnahmen in einem Einsichtsregister. Notieren Sie Datum, Uhrzeit, anwesende Personen und die eingesehenen Unterlagen. Dies dient der Nachweisbarkeit.

Umgang mit schwierigen Situationen

Wettbewerbssituation

Ist der Gesellschafter bei einem Wettbewerber tätig, dokumentieren Sie dies sorgfältig. Fordern Sie eine Verschwiegenheitserklärung an. Eine vollständige Verweigerung ist nur bei konkreter Missbrauchsgefahr zulässig.

Gesellschafterstreit

Ein Streit zwischen Gesellschaftern rechtfertigt keine Verweigerung. Gewähren Sie die Einsicht vollständig und neutral. Dokumentieren Sie alle Schritte, um späteren Vorwürfen vorzubeugen.

Umfangreiche Verlangen

Bei sehr umfangreichen Einsichtsverlangen können Sie eine angemessene Vorbereitungszeit einfordern. Der Gesellschafter kann verlangen, dass die Kosten der Zusammenstellung von der Gesellschaft getragen werden.

Präventive Maßnahmen

  • Regelmäßige Information aller Gesellschafter über die wirtschaftliche Lage
  • Proaktive Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses an alle Gesellschafter
  • Satzungsregelungen zum Verfahren der Einsichtnahme (Ankündigungsfrist, Ort, Geschäftszeiten)
  • Schulung der Mitarbeiter im Umgang mit Einsichtsverlangen
  • Klare interne Prozesse für die Zusammenstellung von Unterlagen
  • Verschwiegenheitserklärungen als Standard-Formular vorbereiten

Hinweis

Eine offene Informationspolitik gegenüber den Gesellschaftern reduziert Einsichtsverlangen erheblich. Wenn Gesellschafter regelmäßig und vollständig informiert werden, entsteht erst gar nicht der Bedarf für formelle Einsichtnahmen.

Häufig gestellte Fragen

Kann ein Minderheitsgesellschafter mit 5 % Beteiligung Einsicht in den Jahresabschluss verlangen?

Ja, das Einsichtsrecht nach § 51a GmbHG steht jedem Gesellschafter unabhängig von der Höhe seiner Beteiligung zu. Ein Gesellschafter mit 5 % Anteil hat dieselben Rechte wie ein Mehrheitsgesellschafter. Die Geschäftsführung darf die Einsicht nicht aufgrund der geringen Beteiligungsquote verweigern.

Darf die Geschäftsführung die Einsicht verweigern, wenn der Gesellschafter bei einem Wettbewerber arbeitet?

Eine Verweigerung ist nur bei konkreter Missbrauchsgefahr zulässig. Die bloße Tätigkeit bei einem Wettbewerber reicht nicht aus. Die Geschäftsführung muss darlegen und beweisen, dass die begründete Besorgnis besteht, der Gesellschafter werde die Informationen zu gesellschaftsfremden Zwecken verwenden. In der Regel ist eine Verschwiegenheitserklärung ausreichend.

Muss die GmbH auch die zugrunde liegenden Buchhaltungsunterlagen und Belege vorlegen?

Ja, das Einsichtsrecht nach § 51a GmbHG umfasst alle Bücher und Schriften der Gesellschaft. Dies schließt die zugrunde liegende Buchführung ein: Hauptbuch, Kontenblätter, Buchungsbelege, Rechnungen und alle sonstigen Unterlagen, die zur Nachvollziehbarkeit des Jahresabschlusses erforderlich sind.

Kann das Einsichtsrecht durch eine Satzungsbestimmung ausgeschlossen oder eingeschränkt werden?

Nein, das Einsichtsrecht nach § 51a GmbHG ist zwingend und kann durch die Satzung nicht ausgeschlossen oder materiell eingeschränkt werden. Zulässig sind lediglich verfahrensmäßige Regelungen – etwa zur Ankündigungsfrist, zum Ort der Einsichtnahme oder zur Kostenverteilung. Der Kerngehalt des Rechts muss gewahrt bleiben.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 51a GmbHG – Einsichts- und Auskunftsrecht, § 264 HGB – Pflicht zur Aufstellung, § 43 GmbHG – Haftung der Geschäftsführer. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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So funktioniert die Migration DATEV → OnlineBilanz

Alle gängigen Buchhaltungsprogramme können einen DATEV‑kompatiblen Export erzeugen (Buchungssätze, Salden, Stammdaten im DATEV‑Format). Sie erstellen die Datei in Ihrer Software, laden sie in unser Portal hoch — wir importieren den Rest.

    Ihr Aufwand: ca. 5 Minuten. Export erzeugen, Datei in unser Portal ziehen — fertig.

    Unser Mandantenportal Im Festpreis bereits enthalten.

    Kein separater Vertrag, keine Lizenzgebühren, keine Einrichtungskosten. Belege hochladen, Bank verbinden — der Rest läuft im Hintergrund.

    0 €Zusatzkosten
    Server DE DSGVO GoBD‑konform
    Belege per Foto oder E‑MailEinfach abfotografieren oder weiterleiten — wir erfassen automatisch.
    Bank‑Auto‑Import (PSD2)Alle Umsätze werden täglich automatisch eingelesen.
    Direkter Chat mit Ihrem SteuerberaterKeine Wartezeiten am Telefon, keine E‑Mail‑Ping‑Pong.
    Fristen‑DashboardUSt‑VA, Jahresabschluss, Lohnsteuer — alles auf einen Blick.
    Verhaltensökonomie · Warum Unternehmer bleiben

    Drei Denkfehler,
    die Sie jedes Jahr Tausende Euro kosten.

    Sie wissen längst, dass Ihr Steuerberater zu teuer, zu langsam oder zu wenig erreichbar ist. Trotzdem bleiben Sie. Die Verhaltens­forschung kennt die Gründe — und sie sind kein Zufall.

    01 · Der Gewohnheits­reflex
    68 %Bleiben beim Altentrotz Unzufriedenheit

    Status‑quo‑Bias

    „Er kennt unsere Zahlen seit Jahren.“ — Genau dieses Argument sorgt dafür, dass 68 % der Unternehmer bei ihrem Steuerberater bleiben, obwohl sie unzufrieden sind. Der Status quo fühlt sich sicher an — er ist es aber nicht. Er kostet Sie nur nicht auffallend Geld.

    Samuelson & ZeckhauserJournal of Risk and Uncertainty, 1988
    02 · Die Wechsel­angst
    2,25×Verlust wiegt schwererals gleich hoher Gewinn

    Verlustaversion

    Der Gedanke „Was, wenn etwas schiefgeht?“ wiegt in Ihrem Kopf 2,25‑mal so schwer wie die reale Ersparnis durch einen günstigeren, besseren Steuerberater. Deshalb übernehmen wir das Risiko: Entbindung, Datenübernahme, Kollegen­gespräch — alles im Festpreis.

    Kahneman & TverskyProspect Theory · Nobelpreis, 1979
    03 · Die Loyalitäts­falle
    12 J.Durchschnittliche Bindungan den alten Steuerberater

    Sunk‑Cost‑Fallacy

    „So lange dabei — jetzt lohnt sich der Wechsel nicht mehr.“ Falsch. Die 12 Jahre, die Sie bereits zu viel gezahlt haben, kommen nicht zurück. Aber jedes weitere Jahr kostet Sie erneut. Vergangene Investitionen sind kein rationaler Grund weiterzuzahlen.

    Arkes & BlumerOrganizational Behavior & Human Decision Processes, 1985
    Die rationale Entscheidung

    Wir haben alle drei Hürden für Sie abgebaut.

    0 € Wechselgebühr — kein Verlust.   2 Minuten digitale Entbindungs­vollmacht — kein Aufwand.   Transparenter Festpreis — keine Unsicherheit. Alles, was Sie noch entscheiden müssen: jetzt statt nächstes Jahr.

    Trustpilot
    4,8 / 5,0 · 87+ Bewertungen
    Jetzt wechseln
    Kontakt & häufige Fragen

    Ihre Fragen.
    Unsere Antworten.

    Wie melde ich mich an?

    Alles online — in vier Schritten:

    • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
    • Angebot bestätigen
    • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
    • Sofort mit dem Upload starten

    Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

    Wie schnell kann ich loslegen?

    Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

    Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

    Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

    Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

    Welche Daten muss ich bereitstellen?

    In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

    Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

    Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

    Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

    Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

    Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

    Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

    Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

    Wie lange dauert der Jahresabschluss?

    Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

    • Standard — ca. 4 Wochen
    • Schnell — ca. 2 Wochen
    • Blitz — ca. 1 Woche

    Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

    Wer prüft den Abschluss fachlich?

    Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

    Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

    Was kostet der Jahresabschluss?

    Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

    Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

    Sind die Preise verbindlich?

    Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

    Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

    Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

    Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

    Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

    Gibt es ein Dauermandat?

    Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

    Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

    Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

    Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

    Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

    Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

    Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

    Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

    Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

    Habe ich einen festen Ansprechpartner?

    Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

    Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

    Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

    Wie sicher sind meine Daten?

    Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

    Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

    Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

    Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

    Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

    Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

    Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

    Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

    Wie lange werden meine Daten gespeichert?

    Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

    GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
    DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
    Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
    Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
    Ben
    Ben
    KI-Steuerberater