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Stammkapital25.000 €
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Datum

Lesedauer

12–17 Minuten

OnlineBilanzBlogAufbewahrungsfrist Bilanz

Aufbewahrungsfrist Bilanz: Pflichten & Fristen 2026

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Aufbewahrungsfrist für Bilanzen beträgt in Deutschland grundsätzlich 10 Jahre nach § 257 HGB und § 147 AO. Unternehmen müssen Jahresabschlüsse, Eröffnungsbilanzen und alle Buchungsbelege revisionssicher archivieren – analog oder digital. Verstöße können empfindliche Bußgelder und steuerliche Nachteile nach sich ziehen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet.

Kurzantwort

Bilanzen müssen nach § 257 HGB und § 147 AO grundsätzlich 10 Jahre aufbewahrt werden. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung in die Bilanz erfolgte. Bereits bei der Aufstellung einer Bilanz sollten Unternehmen die späteren Aufbewahrungspflichten berücksichtigen. Nicht alle Rechtsformen sind jedoch zur Bilanzierung verpflichtet – während etwa Gesellschaften bürgerlichen Rechts häufig einen Jahresabschluss der GbR in Form einer Einnahmenüberschussrechnung erstellen, gelten für Kapitalgesellschaften strengere Anforderungen. Geschäftsführer einer Unternehmergesellschaft müssen bei der UG Bilanz erstellen besondere Fristen und Aufbauvorgaben einhalten. Verstöße gegen Aufbewahrungspflichten können Bußgelder bis 25.000 Euro und steuerliche Schätzungen zur Folge haben. Die Aufbewahrung ist sowohl in Papier- als auch in digitaler Form zulässig, sofern Unveränderbarkeit und jederzeitige Lesbarkeit gewährleistet sind.

Welche gesetzlichen Aufbewahrungsfristen gelten für Bilanzen?

Die Aufbewahrungsfrist für Bilanzen beträgt in Deutschland grundsätzlich 10 Jahre. Diese Pflicht ergibt sich aus § 257 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 4 HGB (Handelsgesetzbuch) für alle buchführungspflichtigen Unternehmen. Die Frist gilt gleichermaßen für Jahresabschlüsse, die aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie gegebenenfalls Anhang und Lagebericht bestehen.

Parallel dazu normiert § 147 Abs. 1 Nr. 1 AO (Abgabenordnung) ebenfalls eine zehnjährige Aufbewahrungspflicht für Bücher und Aufzeichnungen, Inventare, Jahresabschlüsse und Lageberichte. Damit greifen handels- und steuerrechtliche Vorgaben ineinander – die Aufbewahrung erfüllt beide Anforderungen zugleich.

Hinweis

Die 10-Jahres-Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung in die Bilanz vorgenommen wurde – nicht mit dem Bilanzstichtag. Bei einem Bilanzstichtag 31.12.2025 und Fertigstellung im Juni 2026 läuft die Frist bis zum 31.12.2036.

Dokument Aufbewahrungsfrist Rechtsgrundlage
Jahresabschluss (Bilanz, GuV) 10 Jahre § 257 Abs. 1 Nr. 1 HGB, § 147 Abs. 1 Nr. 1 AO
Inventare 10 Jahre § 257 Abs. 1 Nr. 1 HGB, § 147 Abs. 1 Nr. 1 AO
Handelsbücher, Buchungsbelege 10 Jahre § 257 Abs. 1 Nr. 4 HGB, § 147 Abs. 1 Nr. 4 AO
Geschäftsbriefe (empfangen) 6 Jahre § 257 Abs. 1 Nr. 2 HGB, § 147 Abs. 1 Nr. 2 AO
Geschäftsbriefe (versendet) 6 Jahre § 257 Abs. 1 Nr. 3 HGB, § 147 Abs. 1 Nr. 3 AO

Wann beginnt die Aufbewahrungsfrist für eine Bilanz?

Der Fristbeginn ist in der Praxis eine häufige Fehlerquelle. Nach § 257 Abs. 5 HGB beginnt die Aufbewahrungsfrist mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung in das Buch gemacht, das Inventar aufgestellt, die Eröffnungsbilanz oder der Jahresabschluss festgestellt wurde. Die genauen Aufbewahrungsfristen für den Jahresabschluss sind dabei besonders zu beachten, da Verstöße erhebliche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können.

Entscheidend ist somit nicht der Bilanzstichtag (z. B. 31.12.2025), sondern der Zeitpunkt der Feststellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschafter gemäß § 42a GmbHG oder den entsprechenden Beschluss nach Aktienrecht. Bei einer GmbH mit Bilanzstichtag 31.12.2025 und Feststellung am 15.05.2026 beginnt die Aufbewahrungsfrist am 01.01.2027 und endet am 31.12.2036.

Achtung

Wird der Jahresabschluss erst im Folgejahr festgestellt – etwa im März 2027 statt 2026 –, verschiebt sich auch der Fristbeginn um ein volles Jahr. Diese Verzögerung verlängert die faktische Aufbewahrungsdauer erheblich.

„In der Praxis erleben wir häufig, dass Geschäftsführer den Bilanzstichtag mit dem Fristbeginn verwechseln. Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater digital erstellen lässt, erhält die Feststellung zeitnah – und damit auch Klarheit über den exakten Fristbeginn.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Müssen Bilanzen in Papierform oder digital aufbewahrt werden?

Seit der Einführung der GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) ist die digitale Aufbewahrung ausdrücklich zulässig und hat sich in der Praxis als Standard etabliert. § 257 Abs. 3 HGB erlaubt die Aufbewahrung auf Bild- oder Datenträgern, sofern die Wiedergabe bildlich und inhaltlich übereinstimmt und jederzeit verfügbar ist.

Anforderungen an die digitale Aufbewahrung

  • Unveränderbarkeit: Die digitale Bilanz muss revisionssicher gespeichert werden, sodass nachträgliche Änderungen ausgeschlossen oder dokumentiert werden.
  • Lesbarkeit: Die Daten müssen während der gesamten Aufbewahrungsfrist maschinell auswertbar und für Prüfer lesbar sein.
  • Verfügbarkeit: Bei Betriebsprüfungen muss der Zugriff auf die digitalen Unterlagen unverzüglich gewährleistet werden (§ 147 Abs. 6 AO: Datenzugriffsrecht der Finanzverwaltung).
  • Vollständigkeit: Alle relevanten Dateien (z. B. XBRL-Format bei E-Bilanz) sowie gegebenenfalls Verarbeitungsdokumentation müssen archiviert werden.

Eine Papieraufbewahrung ist grundsätzlich nicht mehr erforderlich, sofern die digitalen Unterlagen den GoBD-Anforderungen genügen. Viele Unternehmen archivieren den Jahresabschluss dennoch zusätzlich in gedruckter Form – rechtlich zwingend ist dies aber nicht.

Hinweis

Unternehmen, die ihren Jahresabschluss digital durch einen Steuerberater erstellen lassen, erhalten die revisionssichere Archivierung oft direkt mitgeliefert. OnlineBilanz stellt beispielsweise alle Dokumente in einem digitalen Mandantenportal bereit – GoBD-konform und jederzeit abrufbar.

Unterscheiden sich die Aufbewahrungspflichten nach Unternehmensgröße?

Die Dauer der Aufbewahrungsfrist (10 Jahre für Bilanzen) ist unabhängig von der Unternehmensgröße nach § 267 HGB. Kleine, mittelgroße und große Kapitalgesellschaften müssen ihre Jahresabschlüsse gleichermaßen zehn Jahre aufbewahren. Unterschiede bestehen jedoch beim Umfang der aufzubewahrenden Unterlagen sowie bei den Offenlegungs- und Feststellungsfristen.

Größenklassen nach § 267 HGB (Stand 2026)

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Arbeitnehmer
Klein ≤ 7,5 Mio. € ≤ 15 Mio. € ≤ 50
Mittelgroß ≤ 25 Mio. € ≤ 50 Mio. € ≤ 250
Groß > 25 Mio. € > 50 Mio. € > 250

Zwei von drei Kriterien müssen überschritten werden, um die nächste Größenklasse zu erreichen. Kleine Kapitalgesellschaften können ihren Jahresabschluss in verkürzter Form aufstellen (§ 266 Abs. 1 Satz 3 HGB, § 276 HGB) und sind von der Pflicht zur Erstellung eines Lageberichts befreit (§ 264 Abs. 1 Satz 4 HGB). Dennoch müssen auch diese verkürzten Abschlüsse vollständig zehn Jahre aufbewahrt werden.

„Die Aufbewahrungsfrist bleibt identisch – unabhängig davon, ob eine Kleinstkapitalgesellschaft nach § 267a HGB oder eine große AG betroffen ist. Was sich unterscheidet, ist der Detailgrad der offenzulegenden Unterlagen und die Prüfungspflicht, nicht die Archivierungsdauer.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Welche Konsequenzen drohen bei Verstößen gegen die Aufbewahrungspflicht?

Werden Bilanzen oder andere aufbewahrungspflichtige Unterlagen nicht oder nicht ordnungsgemäß archiviert, drohen sowohl handelsrechtliche als auch steuerrechtliche Sanktionen. Die Bandbreite reicht von Ordnungsgeldern über Schätzungsbescheide bis hin zu strafrechtlichen Konsequenzen bei vorsätzlicher Vernichtung relevanter Belege.

Handelsrechtliche Konsequenzen

Das Registergericht kann gemäß § 335 HGB bei Verletzung der Aufbewahrungspflicht ein Ordnungsgeld zwischen 500 Euro und 25.000 Euro verhängen. Dies betrifft insbesondere die unterlassene Aufbewahrung von Jahresabschlüssen, Inventaren und Handelsbüchern. Zudem können fehlende Unterlagen bei gerichtlichen oder insolvenzrechtlichen Verfahren als Pflichtverletzung des Geschäftsführers gewertet werden und Haftungsansprüche begründen.

Steuerrechtliche Folgen

  • Schätzungsbefugnis der Finanzverwaltung: Können bei einer Betriebsprüfung keine ordnungsgemäßen Aufzeichnungen vorgelegt werden, darf das Finanzamt die Besteuerungsgrundlagen gemäß § 162 AO schätzen – oft zum Nachteil des Unternehmens.
  • Bußgeld nach § 379 AO: Verstöße gegen Aufbewahrungspflichten können mit einem Bußgeld bis zu 25.000 Euro geahndet werden.
  • Verlängerung der Festsetzungsfrist: Bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz verlängert sich die Festsetzungsfrist für die Steuer auf bis zu 10 Jahre (§ 169 Abs. 2 Satz 2 AO).
  • Strafverfahren: Werden Unterlagen vorsätzlich vernichtet, um Steuern zu hinterziehen, kann dies als Steuerhinterziehung gemäß § 370 AO strafrechtlich verfolgt werden.

Achtung

Die nachträgliche Vernichtung von Bilanzen oder Buchungsbelegen innerhalb der Aufbewahrungsfrist – etwa bei einem Büroumzug oder einer Firmenauflösung – wird von Behörden besonders kritisch geprüft und kann als Indiz für vorsätzliches Fehlverhalten gewertet werden.

Gelten besondere Aufbewahrungsfristen bei Insolvenz oder Liquidation?

Bei Insolvenz oder Liquidation einer Gesellschaft enden die Aufbewahrungspflichten nicht automatisch. Im Gegenteil: Gerade in diesen Situationen ist die lückenlose Dokumentation für Insolvenzverwalter, Gläubiger und Finanzbehörden von besonderer Bedeutung.

Aufbewahrung im Insolvenzverfahren

Wird über das Vermögen einer GmbH das Insolvenzverfahren eröffnet, gehen die Aufbewahrungspflichten auf den Insolvenzverwalter über. Dieser muss sicherstellen, dass alle handels- und steuerrechtlich relevanten Unterlagen – einschließlich Bilanzen, Inventare und Buchführungsunterlagen – ordnungsgemäß archiviert und bei Bedarf der Insolvenzmasse zur Verfügung gestellt werden.

Nach Beendigung des Insolvenzverfahrens bleibt die Aufbewahrungspflicht bestehen. Die Unterlagen müssen für die verbleibende Restlaufzeit der 10-Jahres-Frist weiterhin zugänglich sein. In der Praxis übernimmt häufig der ehemalige Geschäftsführer oder ein beauftragter Steuerberater die weitere Archivierung.

Liquidation ohne Insolvenz

Bei einer freiwilligen Liquidation (z. B. Auflösung einer GmbH ohne Insolvenz) tragen die Liquidatoren die Verantwortung für die ordnungsgemäße Aufbewahrung. Sie müssen zunächst einen GmbH Abschluss erstellen und anschließend nach Abschluss der Liquidation und Löschung der Gesellschaft im Handelsregister alle Unterlagen für die Restlaufzeit der Aufbewahrungsfrist hinterlegen – etwa bei einem Notar, einem ehemaligen Gesellschafter oder dem Steuerberater.

Hinweis

§ 74 GmbHG regelt, dass nach Beendigung der Liquidation die Bücher und Schriften der aufgelösten Gesellschaft für zehn Jahre bei einem Gericht oder Notar hinterlegt werden können. Diese Hinterlegung schützt vor späteren Haftungsansprüchen.

„In Liquidationsfällen erleben wir oft, dass Geschäftsführer die Aufbewahrungspflichten unterschätzen. Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater hat erstellen lassen, kann die Archivierung meist gleich mitbeauftragen – auch über die Löschung der Gesellschaft hinaus.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Unterscheiden sich die Aufbewahrungsfristen für Handelsbilanz und Steuerbilanz?

Nein, die Aufbewahrungsfrist beträgt sowohl für die Handelsbilanz (nach HGB) als auch für die Steuerbilanz (nach EStG) einheitlich 10 Jahre. Dennoch gibt es in der Praxis Unterschiede bei der Erstellung, dem Adressatenkreis und den formalen Anforderungen, die auch die Archivierung betreffen.

Handelsbilanz: Aufbewahrung nach § 257 HGB

Die Handelsbilanz wird nach den Vorschriften des HGB erstellt und richtet sich an Gesellschafter, Gläubiger und die Öffentlichkeit (bei Offenlegungspflicht nach § 325 HGB). Sie muss als Bestandteil des Jahresabschlusses zehn Jahre aufbewahrt werden. Bei kapitalmarktorientierten Unternehmen können zusätzliche Archivierungspflichten nach WpHG bestehen.

Steuerbilanz und E-Bilanz: Aufbewahrung nach § 147 AO

Die Steuerbilanz dient der Ermittlung des steuerlichen Gewinns und wird an das Finanzamt übermittelt – seit 2012 verpflichtend in elektronischer Form als E-Bilanz (§ 5b EStG). Auch diese muss zehn Jahre aufbewahrt werden. Wichtig: Nicht nur das übermittelte PDF oder die XBRL-Datei, sondern auch die Verarbeitungsdokumentation und eventuell zugrunde liegende Systeme müssen GoBD-konform archiviert werden.

Merkmal Handelsbilanz Steuerbilanz / E-Bilanz
Rechtsgrundlage § 242 ff. HGB § 4 Abs. 1, § 5 EStG, § 60 EStDV
Adressat Gesellschafter, Gläubiger, Öffentlichkeit Finanzamt
Aufbewahrungsfrist 10 Jahre (§ 257 HGB) 10 Jahre (§ 147 AO)
Format Papier oder digital (GoBD) Elektronisch (XBRL), digital archiviert
Offenlegung Ja, bei Kapitalgesellschaften (§ 325 HGB) Nein (nur gegenüber Finanzamt)

Wer beide Bilanzen durch einen Steuerberater erstellen lässt, erhält meist eine integrierte Archivierungslösung, die sowohl handels- als auch steuerrechtliche Anforderungen erfüllt. OnlineBilanz stellt beispielsweise sowohl Handelsbilanz als auch E-Bilanz revisionssicher im Mandantenportal bereit – für die gesamte Aufbewahrungsdauer abrufbar.

Wie setzen Unternehmen die Aufbewahrungspflicht in der Praxis um?

Die ordnungsgemäße Archivierung von Bilanzen und buchführungsrelevanten Unterlagen erfordert eine strukturierte Organisation, die über die gesamte Aufbewahrungsdauer hinweg Verfügbarkeit, Unveränderbarkeit und Lesbarkeit sicherstellt. In der Praxis haben sich verschiedene Modelle etabliert – abhängig von Unternehmensgröße, IT-Infrastruktur und Budget.

Digitale Archivierungssysteme (DMS)

Viele Unternehmen nutzen Dokumentenmanagementsysteme (DMS), die speziell auf GoBD-Konformität ausgelegt sind. Diese Systeme erfüllen die Anforderungen an Unveränderbarkeit (z. B. durch WORM-Speicher oder digitale Signaturen), Versionierung und Zugriffskontrolle. Gängige Lösungen sind beispielsweise DATEV Unternehmen online, DocuWare oder spezialisierte Cloud-Lösungen.

Archivierung durch den Steuerberater

Kleinere GmbHs lagern die Archivierung häufig an ihren Steuerberater aus. Dieser übernimmt dann nicht nur die Erstellung des Jahresabschlusses, sondern auch die revisionssichere digitale Ablage. Der Vorteil: Die Verantwortung liegt beim Fachmann, der Mandant erhält jederzeit Zugriff auf alle Dokumente – auch bei Betriebsprüfungen.

  • Jahresabschluss (Bilanz, GuV, Anhang, Lagebericht) als PDF und ggf. XBRL archivieren
  • Inventar und Eröffnungsbilanz sichern
  • Buchungsbelege, Konten und Journal digital ablegen (z. B. aus DATEV, lexoffice oder SAP exportieren)
  • Verarbeitungsdokumentation und Verfahrensbeschreibungen hinterlegen
  • Zugriffs- und Berechtigungskonzept dokumentieren
  • Backup-Strategie einrichten (räumlich getrennt, regelmäßig getestet)
  • Kalenderreminder für Fristablauf (10 Jahre nach Feststellung) setzen

„Die technische Umsetzung ist oft einfacher als gedacht. Wer seinen Jahresabschluss digital durch einen Steuerberater erstellen lässt, erhält die Archivierung meist als integralen Bestandteil – inklusive revisionssicherer Ablage und jährlichem Backup-Nachweis.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Hinweis

OnlineBilanz stellt jedem Mandanten ein digitales Portal bereit, in dem Jahresabschlüsse, E-Bilanzen und alle relevanten Dokumente GoBD-konform archiviert werden. Der Zugriff ist jederzeit möglich – auch über die gesamte 10-Jahres-Frist hinweg.

Häufig gestellte Fragen

Gilt die 10-jährige Aufbewahrungsfrist auch für Kleinunternehmer?

Ja, die Aufbewahrungspflicht nach § 147 AO gilt grundsätzlich für alle Gewerbetreibenden und selbstständig Tätige, unabhängig von der Rechtsform oder Größe. Auch Kleinunternehmer müssen daher ihre steuerlich relevanten Unterlagen 10 Jahre aufbewahren. Lediglich Privatpersonen ohne gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit sind von dieser Pflicht ausgenommen.

Darf ich Bilanzen nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist sofort vernichten?

Grundsätzlich ja, wenn keine laufenden Prüfungen oder Rechtsstreitigkeiten anhängig sind. In der Praxis empfiehlt es sich jedoch, vor der Vernichtung zu prüfen, ob etwa eine Betriebsprüfung läuft oder zivilrechtliche Ansprüche noch geltend gemacht werden könnten. Bei aktiven Verfahren sollten die Unterlagen bis zum Abschluss aufbewahrt werden.

Kann ich die Aufbewahrung an einen externen Dienstleister auslagern?

Ja, viele Unternehmen nutzen externe Archivierungsdienstleister oder cloudbasierte Dokumentenmanagementsysteme. Wichtig ist, dass der Unternehmer jederzeit Zugriff auf die Unterlagen hat und die gesetzlichen Anforderungen an Unveränderbarkeit, Vollständigkeit und Lesbarkeit erfüllt sind. Die rechtliche Verantwortung bleibt beim Unternehmen.

Was passiert, wenn Unterlagen durch höhere Gewalt verloren gehen?

Bei Verlust durch höhere Gewalt (Brand, Überschwemmung, etc.) entfällt die Aufbewahrungspflicht in der Regel nicht automatisch. Das Unternehmen muss den Vorfall dokumentieren, gegenüber der Finanzverwaltung nachweisen und ggf. Rekonstruktionsmaßnahmen einleiten. In der Praxis wird bei nachweislich unverschuldetem Verlust oft kulant verfahren, dennoch kann es zu Schätzungen kommen.

Welche Aufbewahrungsfristen gelten für E-Mails mit steuerlicher Relevanz?

E-Mails, die als Handels- oder Geschäftsbriefe gelten oder steuerlich relevante Informationen enthalten, unterliegen ebenfalls der 6-jährigen (Geschäftsbriefe) bzw. 10-jährigen (Buchungsbelege) Aufbewahrungspflicht. Sie müssen revisionssicher archiviert werden, sodass nachträgliche Änderungen ausgeschlossen oder dokumentiert sind. Eine einfache Speicherung im E-Mail-Postfach genügt den gesetzlichen Anforderungen oft nicht.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 257 HGB – Aufbewahrung von Unterlagen, § 147 AO – Aufbewahrungspflichten, § 238 HGB – Buchführungspflicht, GoBD – Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
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Ben
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