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Datum

Lesedauer

10–15 Minuten

OnlineBilanzBlogGliederung Anhang Jahresabschluss

Gliederung Anhang Jahresabschluss 2026: Aufbau & Struktur

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Der Anhang zum Jahresabschluss ergänzt Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung um unverzichtbare Erläuterungen und Detailinformationen. Als integraler Bestandteil der Gliederung des Jahresabschlusses sorgt eine klare Gliederung des Anhangs für Transparenz, Rechtssicherheit und Nachvollziehbarkeit der Unternehmenszahlen. Während für Kleinstkapitalgesellschaften besondere Erleichterungen gelten – detailliert erläutert im Anhang Jahresabschluss Kleinstkapitalgesellschaft – zeigt dieser Leitfaden, wie Sie den Anhang 2026 für umfassendere Abschlüsse strukturiert und rechtssicher aufbauen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Der Anhang ist ein Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses nach § 264 HGB und ergänzt Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung durch erläuternde Angaben zu Bewertungsmethoden, Bilanzpositionen und weiteren wirtschaftlichen Informationen. Die Gliederung richtet sich nach § 284 HGB und umfasst Pflichtangaben sowie gegebenenfalls freiwillige Zusatzinformationen zur besseren Verständlichkeit der Unternehmenszahlen.

Was ist der Anhang im Jahresabschluss?

Der Anhang ist ein eigenständiger Bestandteil des Jahresabschlusses und ergänzt die Informationen aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Während die Bilanz die Vermögens- und Finanzlage darstellt und die GuV das Betriebsergebnis zeigt, liefert der Anhang die notwendigen Erläuterungen und Hintergrundinformationen.

Nach § 264 Abs. 1 HGB besteht der Jahresabschluss einer Kapitalgesellschaft aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang. Der Anhang ist damit kein optionales Dokument, sondern verpflichtender Bestandteil der Rechnungslegung für GmbH, UG und AG.

Der Anhang erfüllt eine zentrale Funktion: Er macht die Zahlen aus Bilanz und GuV verständlich, nachvollziehbar und vergleichbar. Ohne die Erläuterungen im Anhang bleiben viele Bilanzpositionen und Bewertungsansätze für externe Leser intransparent.

Hinweis

Der Anhang ist Teil des offenlegungspflichtigen Jahresabschlusses und muss gemeinsam mit Bilanz und GuV beim Unternehmensregister eingereicht werden. Unternehmen haben nach § 325 HGB zwölf Monate Zeit für die Offenlegung.

§ 264

HGB Jahresabschluss-Bestandteile

§ 284

HGB Anhangangaben

12 Monate

Offenlegungsfrist

Rechtliche Grundlagen der Anhangangaben

Die rechtlichen Anforderungen an den Anhang sind im Handelsgesetzbuch (HGB) detailliert geregelt. Die Vorschriften unterscheiden zwischen allgemeinen Pflichtangaben und größenabhängigen Erleichterungen.

§ 284 HGB definiert die allgemeinen Angabepflichten für alle Kapitalgesellschaften. Diese Basisvorschrift wird durch zahlreiche weitere Paragraphen ergänzt, die spezifische Angaben zu einzelnen Sachverhalten fordern.

Rechtsgrundlage Inhalt
§ 264 HGB Bestandteile des Jahresabschlusses
§ 284 HGB Allgemeine Angabepflichten im Anhang
§ 285 HGB Sonstige Pflichtangaben
§ 268 HGB Erläuterungen zur Bilanz
§ 277 HGB Erläuterungen zur GuV
§ 288 HGB Konzernanhang

Kleine Kapitalgesellschaften profitieren von Erleichterungen nach § 288 HGB. Sie müssen deutlich weniger Angaben machen als mittelgroße oder große Unternehmen. Die Größenklassen werden nach § 267 HGB anhand von Bilanzsumme, Umsatzerlösen und Mitarbeiterzahl bestimmt.

Achtung

Bei Nichteinhaltung der Offenlegungspflichten droht ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB zwischen 500 und 25.000 Euro. Dies gilt auch für unvollständige Anhangangaben.

Pflichtangaben im Anhang nach § 284 HGB

§ 284 HGB nennt die grundlegenden Pflichtangaben, die jede Kapitalgesellschaft im Anhang machen muss. Diese bilden das Mindestgerüst der Anhangberichterstattung.

Zentrale Angabepflichten nach § 284 HGB

  • Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB)
  • Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden mit Begründung
  • Erläuterungen zu Bilanzpositionen, soweit nicht in Bilanz oder GuV enthalten
  • Angaben zu Aktiva und Passiva mit Restlaufzeiten über fünf Jahren
  • Aufschlüsselung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und geografischen Märkten

Nach § 285 HGB kommen weitere detaillierte Angabepflichten hinzu, die über die Basisanforderungen des § 284 HGB hinausgehen. Diese betreffen unter anderem Haftungsverhältnisse, Organvergütungen und Beteiligungen.

„Der Anhang ist kein Freitextdokument, sondern ein rechtlich stark reguliertes Instrument. Unternehmen sollten systematisch prüfen, welche Angabepflichten auf sie zutreffen – je nach Größenklasse und Geschäftsmodell.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Pflichtangaben § 284 HGB

  • Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
  • Methodenänderungen mit Begründung
  • Erläuterungen zu Bilanzposten
  • Restlaufzeiten von Forderungen/Verbindlichkeiten

Pflichtangaben § 285 HGB

  • Haftungsverhältnisse
  • Organbezüge und Geschäftsführervergütung
  • Mitarbeiterzahl
  • Beteiligungen und verbundene Unternehmen

Gliederung und Struktur des Anhangs

Obwohl das HGB keine zwingende Gliederungsvorschrift für den Anhang vorgibt, hat sich in der Praxis eine bewährte Standardstruktur etabliert. Diese orientiert sich an den Angabepflichten und folgt einem logischen Aufbau.

Eine klare Gliederung erleichtert nicht nur die Erstellung, sondern auch die Lesbarkeit für externe Adressaten wie Gesellschafter, Banken oder das Finanzamt. Die meisten Unternehmen folgen einer thematischen Struktur.

Typische Gliederung des Anhangs

  1. Allgemeine Angaben – Firma, Sitz, Registergericht, Geschäftsjahr
  2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Ansatz- und Bewertungsregeln
  3. Erläuterungen zur Bilanz – Detailangaben zu Aktiva und Passiva
  4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung – Umsatzaufschlüsselung, besondere Erträge/Aufwendungen
  5. Sonstige Angaben – Organe, Mitarbeiter, Haftungsverhältnisse, Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Diese Struktur folgt der Logik des Jahresabschlusses: Zunächst werden die grundlegenden Rahmenbedingungen erklärt, dann erfolgen Detailerläuterungen zu den Zahlenwerken, abschließend werden ergänzende Informationen bereitgestellt.

Hinweis

Die Gliederung sollte konsistent über mehrere Jahre beibehalten werden, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Änderungen der Struktur sollten nur aus guten Gründen erfolgen.

  • Allgemeine Unternehmensangaben vollständig
  • Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dokumentiert
  • Erläuterungen zu wesentlichen Bilanzpositionen
  • Angaben zur GuV und Umsatzaufschlüsselung
  • Sonstige Pflichtangaben nach § 285 HGB

Größenabhängige Anforderungen an den Anhang

Die Anforderungen an den Anhang hängen erheblich von der Größenklasse des Unternehmens ab. § 267 HGB unterscheidet zwischen kleinen, mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften.

Kleine Kapitalgesellschaften genießen nach § 288 HGB deutliche Erleichterungen. Sie müssen wesentlich weniger Angaben machen als größere Unternehmen, was den Erstellungsaufwand reduziert.

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Mitarbeiter
Klein ≤ 7,5 Mio. € ≤ 15 Mio. € ≤ 50
Mittelgroß ≤ 25 Mio. € ≤ 50 Mio. € ≤ 250
Groß > 25 Mio. € > 50 Mio. € > 250

Zwei der drei Kriterien müssen an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen über- bzw. unterschritten werden, damit ein Größenklassenwechsel eintritt (§ 267 Abs. 4 HGB).

Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften

  • Keine Angabepflicht zu § 285 Nr. 3 HGB (Aufschlüsselung nach Tätigkeitsbereichen)
  • Keine Angabepflicht zu § 285 Nr. 4 HGB (durchschnittliche Mitarbeiterzahl)
  • Keine Segmentberichterstattung erforderlich
  • Vereinfachte Angaben zu Haftungsverhältnissen möglich
  • Keine Offenlegung der Geschäftsführerbezüge nach § 285 Nr. 9 HGB

Achtung

Auch kleine Kapitalgesellschaften müssen die Grundangaben nach § 284 HGB vollständig machen. Die Erleichterungen betreffen nur bestimmte Zusatzangaben nach § 285 HGB.

„Viele kleine GmbHs unterschätzen den Anhang und lassen wichtige Pflichtangaben weg. Selbst bei Erleichterungen bleiben zentrale Anforderungen wie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verpflichtend.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang

Die Darstellung der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gehört zu den wichtigsten Pflichtangaben nach § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB. Diese Angaben sind unverzichtbar, um die Zahlen der Bilanz nachvollziehen zu können.

Unternehmen müssen erläutern, nach welchen Grundsätzen sie ihre Vermögensgegenstände und Schulden ansetzen und bewerten. Dies betrifft sowohl die erstmalige Bewertung als auch die Folgebewertung in den Folgejahren.

Typische Angaben zu Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

  • Abschreibungsmethoden (linear, degressiv)
  • Nutzungsdauern nach AfA-Tabellen
  • Bewertung von Finanzanlagen
  • Behandlung geringwertiger Wirtschaftsgüter

Umlaufvermögen

  • Vorratsbewertung (FIFO, LIFO, Durchschnitt)
  • Forderungsbewertung und Einzelwertberichtigungen
  • Bewertung von Wertpapieren
  • Kassenbestand und Bankguthaben

Bei Änderungen der Bewertungsmethoden muss die Abweichung begründet und der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt werden (§ 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB).

  • Begründung für die Methodenänderung
  • Betragsmäßige Auswirkungen auf Bilanz und GuV
  • Vergleichbarkeit zum Vorjahr sicherstellen
  • Anpassung der Vorjahreszahlen, falls erforderlich

Hinweis

Das Stetigkeitsgebot nach § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB verlangt, dass Bewertungsmethoden beibehalten werden. Änderungen sind nur in begründeten Ausnahmefällen zulässig.

Erläuterungen zu einzelnen Bilanzpositionen

Der Anhang muss wesentliche Positionen der Bilanz detailliert erläutern. Dies betrifft sowohl die Aktivseite (Vermögensgegenstände) als auch die Passivseite (Eigenkapital und Schulden).

Nach § 284 Abs. 3 HGB sind insbesondere Angaben zu machen, wenn diese nicht bereits in der Bilanz selbst enthalten sind. Die Erläuterungen dienen der Transparenz und Nachvollziehbarkeit.

Anlagevermögen – Anlagenspiegel

Für das Anlagevermögen ist nach § 268 Abs. 2 HGB ein Anlagenspiegel zu erstellen. Dieser zeigt die Entwicklung der einzelnen Anlagepositionen während des Geschäftsjahres.

Position Anschaffungskosten Vorjahr Zugänge Abgänge Anschaffungskosten aktuell Abschreibungen Buchwert
Grundstücke 500.000 0 0 500.000 0 500.000
Betriebs- und Geschäftsausstattung 150.000 20.000 10.000 160.000 80.000 80.000
Finanzanlagen 100.000 50.000 0 150.000 0 150.000

Forderungen und Verbindlichkeiten

Nach § 268 Abs. 4 und 5 HGB müssen Forderungen und Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten aufgegliedert werden. Dabei ist zwischen Laufzeiten bis zu einem Jahr, zwischen einem und fünf Jahren sowie über fünf Jahren zu unterscheiden.

Bis 1 Jahr

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten

1 bis 5 Jahre

Mittelfristige Finanzierungen und Ansprüche

Über 5 Jahre

Langfristige Darlehen und Immobilienfinanzierungen

Zusätzlich müssen nach § 285 Nr. 1 und 2 HGB Angaben zu Haftungsverhältnissen gemacht werden, etwa zu Bürgschaften, Gewährleistungen oder sonstigen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen.

Weitere Pflichtangaben nach § 285 HGB

§ 285 HGB enthält einen umfangreichen Katalog zusätzlicher Angabepflichten, die über die Grundangaben des § 284 HGB hinausgehen. Diese betreffen vor allem organisatorische und personenbezogene Informationen.

Angaben zu Organen und Mitarbeitern

  • § 285 Nr. 9 HGB: Gesamtbezüge der Geschäftsführer (nicht bei kleinen GmbHs)
  • § 285 Nr. 10 HGB: Gesamtbezüge von Aufsichtsratsmitgliedern
  • § 285 Nr. 17 HGB: Durchschnittliche Mitarbeiterzahl während des Geschäftsjahres
  • § 285 Nr. 9a-c HGB: Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse zugunsten von Organmitgliedern

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge ist für kleine Kapitalgesellschaften nach § 288 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht erforderlich. Mittelgroße und große Gesellschaften müssen diese Informationen offenlegen.

Beteiligungen und verbundene Unternehmen

Nach § 285 Nr. 11 HGB sind Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen zu machen, wenn diese einen wesentlichen Einfluss haben oder mehr als 20 % der Anteile gehalten werden.

Angabepflichtige Informationen

  • Name und Sitz der Beteiligungsgesellschaft
  • Höhe der Beteiligung in Prozent
  • Eigenkapital der Beteiligungsgesellschaft
  • Ergebnis des letzten Geschäftsjahres

Ausnahmen

  • Beteiligungen unter 20 % ohne wesentlichen Einfluss
  • Nachrangige Bedeutung für Vermögenslage
  • Börsennotierte Unternehmen (Angaben verkürzt möglich)

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

§ 285 Nr. 33 HGB verlangt die Angabe von Vorgängen von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind. Dies können etwa Unternehmensverkäufe, größere Investitionen oder wesentliche Rechtsstreitigkeiten sein.

Achtung

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen, müssen zwingend im Anhang erläutert werden – selbst wenn sie zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht abgeschlossen sind.

Erstellung des Anhangs in der Praxis

Die Erstellung des Anhangs erfordert eine systematische Vorgehensweise. In der Praxis hat sich ein strukturierter Prozess bewährt, der sicherstellt, dass alle Pflichtangaben vollständig erfasst werden.

Viele Unternehmen nutzen digitale Tools und Softwarelösungen, um den Anhang effizient zu erstellen. OnlineBilanz.de bietet beispielsweise vorgefertigte Textbausteine und automatische Prüfroutinen, die die Vollständigkeit der Angaben sicherstellen.

Schritt-für-Schritt-Prozess

  1. Größenklasse prüfen: Welche Angabepflichten treffen auf das Unternehmen zu?
  2. Checkliste erstellen: Alle relevanten Paragraphen systematisch durchgehen
  3. Daten sammeln: Informationen aus Buchhaltung, Personalwesen und Geschäftsführung zusammentragen
  4. Textbausteine nutzen: Standardformulierungen für wiederkehrende Angaben verwenden
  5. Individuelle Erläuterungen: Unternehmensspezifische Besonderheiten ergänzen
  6. Vollständigkeitsprüfung: Alle Pflichtangaben abhaken
  7. Steuerberater einbinden: Finale Prüfung und Freigabe

„Ein gut strukturierter Anhang spart Zeit bei der Prüfung und vermeidet Rückfragen. Unternehmen sollten frühzeitig mit der Erstellung beginnen und nicht erst kurz vor der Offenlegungsfrist.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

  • Größenklasse und Angabepflichten ermittelt
  • Alle relevanten Daten aus Buchhaltung und Personal zusammengetragen
  • Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dokumentiert
  • Anlagenspiegel erstellt und abgestimmt
  • Haftungsverhältnisse und besondere Ereignisse geprüft
  • Steuerberater hat Anhang geprüft und freigegeben
  • Anhang zusammen mit Bilanz und GuV zur Offenlegung vorbereitet

Hinweis

Die Offenlegung beim Unternehmensregister ist seit dem DiRUG (01.08.2022) verpflichtend. Der Anhang muss zusammen mit Bilanz und GuV als maschinenlesbares Dokument eingereicht werden.

Häufige Fehler beim Anhang vermeiden

In der Praxis treten bei der Erstellung des Anhangs immer wieder typische Fehler auf, die zu Ordnungsgeldern oder Rückweisungen beim Unternehmensregister führen können.

Die häufigsten Probleme entstehen durch Unkenntnis der größenabhängigen Angabepflichten, fehlende Aktualisierung von Standardtexten oder mangelnde Abstimmung mit der Buchhaltung.

Typische Fehlerquellen

Fehler Folge Vermeidung
Fehlende Bilanzierungsmethoden Unvollständiger Anhang, Ordnungsgeld § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB systematisch abarbeiten
Veraltete Vorjahrestexte übernommen Falsche Informationen Jedes Jahr vollständig aktualisieren
Anlagenspiegel fehlt Verstoß gegen § 268 Abs. 2 HGB Automatische Erstellung aus Anlagenbuchhaltung
Haftungsverhältnisse nicht angegeben Verstöße gegen § 285 Nr. 1-2 HGB Abstimmung mit Geschäftsführung und Controlling
Größenklasse falsch eingeschätzt Zu viele oder zu wenige Angaben Schwellenwerte nach § 267 HGB jährlich prüfen

Qualitätssicherung und Kontrolle

  • Checkliste mit allen relevanten Paragraphen durchgehen
  • Vier-Augen-Prinzip: Zweite Person prüft den Anhang
  • Vergleich mit Vorjahr: Sind alle Änderungen nachvollziehbar?
  • Abstimmung mit Bilanz und GuV: Stimmen alle Zahlen überein?
  • Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer einbinden

Achtung

Unvollständige oder fehlerhafte Anhangangaben können zur Zurückweisung beim Unternehmensregister führen. Dies verzögert die Offenlegung und erhöht das Risiko eines Ordnungsgelds nach § 335 HGB.

Eine sorgfältige Vorbereitung und die Nutzung von Prüflisten helfen, diese Fehler zu vermeiden. Digitale Tools wie OnlineBilanz.de unterstützen durch automatische Vollständigkeitsprüfungen und größenklassenspezifische Vorlagen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Anhang im Jahresabschluss?

Der Anhang ist ein verpflichtender Bestandteil des Jahresabschlusses nach § 264 HGB für Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG). Er ergänzt Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung durch erläuternde Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Bilanzpositionen und weiteren wirtschaftlichen Informationen. Der Anhang macht die Zahlen verständlich und nachvollziehbar.

Welche Pflichtangaben muss der Anhang enthalten?

Die Pflichtangaben richten sich nach § 284 und § 285 HGB. Zu den wichtigsten gehören: angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Erläuterungen zu Bilanzpositionen, Anlagenspiegel, Restlaufzeiten von Forderungen und Verbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse, Mitarbeiterzahl sowie bei größeren Gesellschaften Angaben zu Geschäftsführerbezügen und Beteiligungen.

Gibt es Erleichterungen für kleine GmbHs beim Anhang?

Ja, kleine Kapitalgesellschaften profitieren nach § 288 HGB von deutlichen Erleichterungen. Sie müssen beispielsweise keine Geschäftsführerbezüge offenlegen, keine detaillierte Umsatzaufschlüsselung nach Tätigkeitsbereichen vornehmen und können auf bestimmte Angaben nach § 285 HGB verzichten. Die Grundangaben nach § 284 HGB bleiben aber auch für kleine GmbHs verpflichtend.

Wie ist der Anhang zu gliedern?

Eine bewährte Gliederung folgt diesem Aufbau: 1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen, 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, 3. Erläuterungen zur Bilanz (inkl. Anlagenspiegel), 4. Erläuterungen zur GuV, 5. Sonstige Pflichtangaben (Organe, Mitarbeiter, Haftungsverhältnisse, Ereignisse nach dem Bilanzstichtag). Diese Struktur sollte über die Jahre konsistent bleiben.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 264 HGB – Bestandteile des Jahresabschlusses, § 284 HGB – Angabepflichten im Anhang, § 285 HGB – Sonstige Pflichtangaben, § 267 HGB – Größenklassen. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
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Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

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Sind die Preise verbindlich?

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Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
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Ben
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KI-Assistenz